Ich habe keine Ahnung, inwiefern das hier Wirkung erzielt (ich habe hier auch noch niemals etwas reingeschrieben), aber mir geht die Post so ziemlich aller Paketdienste derzeit extrem auf die Nerven. Kurz etwas zu meiner/unserer Situation:
Wir sind eine 5er-Wohngemeinschaft im Erdgeschoss eines Haushalts, in dem regelmäßig Pakete eintreffen. Jetzt kommt natürlich das, was klar ist: Auf dem Klingelschild stehen bei uns schon 5 Namen - jeder Bote klingelt bei uns, um die Fracht loszuwerden. Egal welcher Paketdienst. Und vor allem: Egal, ob der tatsächliche Empfänger überhaupt da ist. Ich kann zuhause sein oder auf der Arbeit (auch Erdgeschoss), an jedem Ort werden mir die Pakete übergeben und die Boten sind an Desinteresse und Dreistigkeit kaum zu übertreffen. Der beste Fall war bisher, dass die Empfängerin die Treppe runterkam und beim Vorbeigehen ihren Namen hörte und meinte "Oh, das ist wohl dann mein Paket. Klingelt ihr denn nicht mehr jenseits der unteren beiden Namen? ". Ferner noch: Morgens um halb acht (hat man denn mal frei, freut man sich hier gleich doppelt) Paketboten vor dem Haus stehen zu haben, die bis zu einer Minute lang die Klingel gedrückt halten (ja, genau die Klingel, die so furchtbar ist und die auch einen durchgängigen Ton hat). Die Klingel kann man weißgott auch vor der Tür noch laut genug hören.
Desweiteren werden von allen (!) Paketdiensten die Pakete oft auch im Treppenhaus abgelegt. Ich erwartete eine Sendung um Weihnachten herum und erhielt bei der Sendungsverfolgung die Information, sie wurde abgegeben, nur wo konnte man mir nicht sagen. Nur durch Zufall konnte ich weiter oben im Haus einen Haufen Pakete erspähen, wo auch mein Paket enthalten war. Theoretisch konnte sich hier jeder bedienen (Frohe Weihnacht!).
Ich sollte heute ebenfalls mal zur Ausnahme eine Sendung für mich erhalten, doch aufgrund eines Zahlendrehers wurde aus einer x-Straße 57 eine 75. Was macht DHL? Sendet es direkt zurück, weil es ja kein "Premium"-Versand war (woher sollte man das ahnen?). Ich kann mich nur fragen, wie so etwas geht, schließlich nehmen wir/ich täglich bis zu 5 Pakete an und sind eine (genervte) Packstation geworden. Die Zusteller kennen uns schon mit Vornamen.
Warum passiert so etwas? Ich habe die Vermutung, dass DHL wie jede andere "Firma" ihre Mitarbeiter ganz im Sinne des 21. Jahrhundert-Arbeiters nicht erlauben möchte, mal eine Sekunde zuviel zu haben, sondern lieber eine Sekunde zu wenig, ergo werden um die Quoten zu erreichen Dinge übersprungen, die für eine Kundenzufriedenheit mit Blick über den Tellerrand essentiell sind.
Ich weiß von anderen WGs und Bekannten, dass es ihnen ähnlich ergeht. Was zur Hölle ist da los bei den Paketdiensten?
Meine Forderung an DHL:
Bessere Fahrer und bessere Arbeitsbedingungen für sie
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 1
Natürlich ist selbstverständlich, dass diese ihre Pakete loswerden möchten anstelle am nächsten Tag nicht noch einmal dasselbe versuchen zu müssen. Allerdings ist ihre Argumentation, ich/wir hätten das selber so herbeigeführt, ein Fass ohne Boden. Nämlich wissen wir logischerweise nicht, ob ein Paketzusteller vorher oben im Haus irgendwo geklingelt hat. Nicht, bis ein Empfänger vor unsere Tür tritt mit dem Vermerk, dass er es sehr "unschön" findet, dass Pakete an ihn zuerst im Erdgeschoss landen, nur weil der Bote zu faul ist oder keine Zeit dafür hat, ein paar Treppen zu laufen. Also noch einmal extra für Sie zum mitschreiben: Wir nehmen diese Pakete an, weil wir unsere Nachbarn mögen und diese nichts dafür können, nicht angeklingelt zu werden. Diese Paketboten sind zudem selten dieselben, und das auch innerhalb ihres jeweiligen Dienstleisters.
Die Tatsache, dass wir Pakete für andere ABWESENDE annehmen ist zunächst einmal lediglich eine Bestätigung, dass wir in diesen Fällen damit einverstanden sind. Wir wurden niemals von den Boten informiert, dass sie die Empfänger überspringen, denn sonst hätten wir sie auch wieder hinfort geschickt. Wir haben niemals Paketboten dazu EINGELADEN, uns prinzipiell alles zu geben, und die pure Annahme dessen ohne zu fragen ist eine Dreistigkeit. Genau wie das unbekümmerte Abladen von dutzenden Paketen in einem willkürlichen Stockwerk, wo jeder sich einfach so bedienen kann. Sie müssen schon Boten-Lobbyist oder verbraucherfeindlich sein, um so ein dreistes Verhalten auch noch zu befürworten.
Ich kenne viele andere Menschen außerhalb unseres Hauses, die genau dieselben Erfahrungen teilen. Dazu zählen Alleinwohnende, WGs, Pärchen etc. Alles wild durcheinander. Erzählen Sie mir also nicht, wir würden sie im Einzelfall alle rein zufällig dazu einladen, mit Paketen umzugehen wie ein Armleuchter. Allein die Tatsache, dass Paketboten rot anlaufen, wenn die tatsächlichen Empfänger ihnen entgegen kommen und sie nach einer Erklärung verlangen, spricht doch für sich.