Sehr geehrte Damen und Herren,
hier mein Fall - und der hat unterhaltungswert so lange man nicht selbst drin steckt:
Ich betreibe eine PV-Anlage. Im September 2012 wurden mir erstmals Abschlagsbeträge in Höhe von 9,00 EURO pro Monat für eine Grundgebühr von E.ON Bayern Vertrieb in Rechnung gestellt. Die Rechnungsstellung erfolgte damals ohne Information, für was die Grundgebühr fällig wird. Seit diesem Zeitpunkt telefoniere ich alle 1-2 Monate mit E.ON Vertrieb (und wer das schon mal versucht hat, weiss wie zeitaufwändig es ist, auch nur einmal durch die Warteschlange zu kommen).
Die einhellige Auskunft seit diesem Zeitpunkt lautet, dass dies die Grundgebühr für den Zähler ist und ein Mahnstop gesetzt wird.
Allerdings gehört der Zähler mir selbst. Anfangs sagte man mir, dass ich dies mit einer Rechnung noch nachweisen müsste und dann die Grundgebühr erlassen wird. Ich habe meine Rechnung des Zählerkaufs dann an EON Vertrieb geschickt. Passiert ist allerdings nichts, bis auf dass ich nach einer Zeit wieder Rechnungen und Mahnungen bekommen habe. Ich Frage mich natürlich, warum ich überhaupt nachweisen muss, dass dies mein Zähler ist - eigentlich müsste doch E.ON Bayern wissen, dass es ihr Zähler ist - immerhin verlangen Sie ja Grundgebühr. Aber gut, seis drum.
Natürlich kamen wieterhin Abschlagsrechnungen und nach ein paar Wochen auch wieder eine Mahnung mit Grundgebühr.
Der nächste Anruf ein Monat später ergab, dass der Vorgang noch in Bearbeitung ist, und ich abwarten sollte (bis ca. Anfang Februar - Bearbeitungsdauer damit ca. 2 Monate).
Natürlich kamen wieterhin Abschlagsrechnungen und nach ein paar Wochen auch wieder eine Mahnung mit Grundgebühr und bis Anfang Februar passierte auch nichts. Ein erneuter Anruf bei E.ON Bayern Vertrag ergab dann, dass E.ON Bayern Netz dies nur an E.ON Bayern Vertrieb mitteilen müsste, dass es sich um einen Kundenzähler handelt. Seit diesem Termin telefoniere ich einmal im Monat mit E.ON Bayern Netz, ob die Meldung schon erfolgte und mit E.ON Bayern Vertrieb, ob diese die Meldung schon erhalten hat. Ich frage mich, warum sich diese nicht direkt miteinander austauschen können. Ich hätte auch beiden von Verschwiegenheit etc. entbunden - allerdings dürfen Mitarbeiter von E.ON Bayern Netz lt. Auskunft nicht mit E.ON Bayern Vertrieb sprechen und andersherum. Ich dachte immer wo E.ON drauf steht ist auch E.ON drin. Aber gut, seis drum.
Natürlich kamen weiterhin Abschlagsrechnungen und nach ein paar Wochen auch wieder eine Mahnung.
Im Juni habe ich nun eine Androhung auf Sperre des Strombezugs erhalten. Darauf habe ich wieder versucht, telefonsich mich zu melden (übrigens auf Emails und Faxe habe ich bisher noch nie eine Antwort erhalten) und meinem Fall wieder einer Mitarbeiterin von E.ON Vertrieb geschildert. Diese sagte mir, dass es sich bei der Grundgebühr um eine Zählergebühr handelt, es aber zwischenzeitlich auch hinterlegt ist, dass es sich um einen Kundenzähler handelt und sie auch nicht weiß woran es liegt und sie dies an die Fachabteilung weitergibt und diese sich dann telefonisch bei mir melden wird.
Ich sagte ihr noch voller Hoffnung, dass ich ab Mittwoch für 1 Woche im Urlaub sein werde. Natürlich kam bis Mittwoch kein Anruf. Aber nachdem ich von meinem Urlaub zurück kam, hatte ich am nächsten Tag einen Anruf in Abwesenheit auf meinem Handy von E.ON Vertrieb (die Nummer kenne ich mittlerweile auswendig). Natürlich rief ich gleich wieder zurück - allerdings landete ich wieder in der Hotline. Nach längerem warten schilderte ich einer Mitarbeiterin wieder meinen Sachverhalt. Sie konnte leider nicht ausfindig machen, welcher Mitarbeiter mich erreichen wollte und riet daher, den gesamten Sachverhalt nochmals an die Fachabteilung für einen Rückruf weiterzugeben.
Bis heute (5 Tage später) habe ich keinen weiteren Rückruf erhalten. Aber dafür einen Brief, worin man bittet, unter einer Nummer zurückzurufen (d. h. der Mitarbeiter von letzter Woche hat genau einmal versucht mich zu erreichen und dann einen Brief versandt - ist das Service? wie oft habe ich schon e.on angerufen oder bin der Warteschlange gehangen?). Aber gut, seis drum.
Natürlich habe ich gleich versucht die Nummer auf dem Brief anzurufen. Nur dummerweise lande ich, wenn ich die Nummer wähle nicht bei E.ON Vertrieb sondern bei E.ON Netz. Lt. Mitarbeiterin von E.ON Netz wurde die Nummer wohl falsch gerootet und sie kann mir leider auch nicht weiterhelfen (verstehe ich nicht - E.ON Vertrieb und E.ON Netz dürfen nicht miteinander sprechen - aber über die selbe IT-Anlage läuft das ganze?) Aber gut, seis drum.
Ich rufe bei E.ON Vertrieb an und möchte so den Mitarbeiter erreichen, der einen Rückruf wünscht - keine Chance, der Mitarbeiter und noch besser, auch der Brief, den ich in Händen halte, kann nicht im System nachvollzogen werden.
Aber dafür kann mir der Mitarbeiter ganz etwas anderes sagen, und zwar, dass die Gebühr, die berechnet wird, nicht nur für einen Zähler (der ja mir gehört) sondern auch für Service etc. ist.
So und jetzt reichts - ich habe über ein halbes Jahr monatlich mehrmals in irgendwelchen Warteschlangen verbracht und mit verschiedenen Mitarbeitern von E.ON Netz und E.ON Vertrieb (die ja alle nicht miteinander sprechen dürfen) verbracht, um am Ende zu erfahen, dass die ganzen Mitarbeiter keine Ahnung hatten und alles umsonst war. Jetzt ist nichts mehr gut.
Ich erklärte dem Mitarbeiter, dass ich die Abschläge, falls es so ist, dass es nicht für meinen Zähler sondern für Service ist (der schlechter nicht mehr geht.) bezahlen würde, aber nicht einsehe, die Mahngebühr zu begleichen, da ich immer versucht habe auf E.ON Vertrieb zuzugehen und mir immer ein Mahnstopp versichert wurde. Auch konnte er den ganzen Sachverhalt im E.ON System so nachlesen. Er erklärte mir darauf hin, dass er keine Mahngebühr erlassen kann auch wenn er mein Anliegen versteht, mich auch nicht weiterverbinden kann, an jemanden der diese erlassen kann und auch ein Telefonat mit dem Vorgesetzten nicht möglich ist.
Ich sollte doch bitte eine E-Mail schreiben - aber dass Spiel kenn ich schon - auf Emails wird nicht reagiert und ich drehe mich weiter im Kreis und werde verrückt. Mir reichts jetzt nach dem letzten Akt wirklich. Ich habe heute alle offenen Rechnungen (inkl. Mahngebühr!) bezahlt, werde meinen Vertrag bei der nächsten Möglichkeit kündigen und dann gilt: Nie mehr Eon Bayern!
Ihr Josef Eberl
P. S. bei jeder Gelegenheit erzähle ich diese Geschichte - Normalerweise sollte man zum Fernsehen mit dieser Geschichte gehen. der Wahnsinn schlecht hin.
Bestell-/Kundennummer: 282018497463
Meine Forderung an E.ON Bayern:
Kenntnissnahme - mittlerweile zahle ich lieber und kündige, weil schlimmer gehts nimmer!
Antwort auf die Beschwerde vom 25.06.2013
Sehr geehrter Herr Eberl,
es tut uns sehr leid, dass Sie so schlechte Erfahrungen mit unserem Kundenservice gemacht haben. Für Ihre offenen Worte und die Geduld, die Sie uns trotz allem entgegengebracht haben, danken wir Ihnen. Sie zeigen uns klar, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht.
Ihre Verärgerung können wir sehr gut nachvollziehen und Sie dürfen mit Recht von uns als einem kundenorientierten Unternehmen auch den besten Service erwarten. Den Sachverhalt konnten wir zwischenzeitlich gemeinsam mit Ihnen klären. Wir bedauern Ihre Wechselentscheidung sehr. Vielleicht geben Sie uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal die Chance Sie als zuverlässiger Partner in Sachen Energie rundum gut zu betreuen- wir würden uns freuen.
Viele Grüße
Ihr E.ON Vertrieb
kommentare und trackbacks 1
Anruf von einer netten Dame von eon, die sich für das ganze entschuldigte. Meines Erachtens handelte es sich allerdings in meinem Fall im Wesentlichen um einen Fehler in der Struktur bei eon - nur servicecenter und keine fachabteilung, die kompetenzen hat und an die man sich wenden kann. Für den ersten Kontakt ist ein Servicecenter ok, aber falls die nicht weiter wissen, will ich einen kompetenten Ansprechpartner, der auch etwas entscheiden kann. Dann wärs bei mir sicher nicht so gelaufen. Vielleicht lernen die ja in zukunft daraus. Meine entscheidung steht allerdings, trotz des netten Anrufs und der Entschuldigung.