Umzug mit Folgen: Stromsperrung

Regensburg

Eines vorneweg: NIE mehr E.ON

Am 19.03. 2013 bin ich in die Nachbarstadt umgezogen und habe am 20.03.2013 mit E.ON Bayern Vertrieb GmbH unter der Service-Nummer 0871-95386200 telefonisch Kontakt aufgenommen.

Die sehr freundliche Dame am Servicetelefon notierte meinen Umzug, meine neue Adresse, meinen Endzählerstand der alten Wohnung sowie die Anmeldung des übernommenen Stromzählers in der neuen Wohnung.

Und nun beginnt das Chaos!

Erstmals reagiert E.ON mit Schreiben vom 19.04.2013 an meine alte Anschrift, bei mir mit Nachsendeauftrag eingegangen am 26.04.2013. Das Schreiben beinhaltet eine Mahnung für ausstehende Abschlagszahlungen zur alten Wohnung mit Sperrandrohung.

Mit Mail vom 02.05.2013 versuchte ich die Sache zu klären und erteilte nochmals alle Angaben wie bei der telefonischen Ummeldung. Eine Reaktion auf diese Mail erfolgte nicht.

Mit E.ON-Schreiben vom 13.06.2013, erneut an meine alte Anschrift, per Nachsendeauftrag zugestellt am 25.06.2013, erhielt ich wiederum Mahnung mit Sperrandrohung zur alten Verbrauchsstelle. Am Servicetelefon entschuldigte man sich für das Versehen und versprach nunmehr umgehend meine neue Anschrift zu speichern und mir auch den Vertrag für die neue Verbrauchsstelle zukommen zu lassen.

Und nun kommt der Hammer.

Am 02.07.2013 gegen 11:00 Uhr wurde mein Strom an der neuen Verbrauchsstelle, also meiner neuen Wohnung, ohne Ankündigung und ohne mir Bescheid zu geben - meine Frau und ich waren zu dem Zeitpunkt in der Wohnung - einfach gesperrt.

Den Techniker konnte ich nicht mehr "antreffen", er schien sich in Luft aufgelöst zu haben. Unsere Hauseingangstüre stand zu dem Zeitpunkt, wegen im Haus wohnender Kinder, offen.

Der erste Mitarbeiter am sogenannten E.ON-Servicetelefon konnte eine Ursache für die Sperrung nicht eruieren und verwies mich nach längerem Hin und Her an den Netzbetreiber, die Bayern Werke, dort sollte ich nachfragen.

Nach 3 Telefonaten mit diversen Mitarbeitern der Bayern Werke erhielt ich lediglich die Auskunft, dass dort ein Sperrauftrag vorliegt und dieser ausgeführt wurde. Erstaunt war man allerdings auch dort über das Verhalten des Sperrkassierers.

Erneute rund 10 Telefonate mit diversen E.ON-Servicemitarbeitern ergab einmal, dass für die neue Verbrauchsstelle nun doch ein Sperrauftrag ergangen war, einmal wegen eines angeblichen Zahlungsrückstandes von rd. 215,00 €, ein anderes mal wegen 325,00 €. Diese Diskrepanz ließ sich beim besten Willen mit den Servicemitarbeitern nicht klären. Auch dass mir noch kein Vertrag mit Hinweis zu den erforderlichen Abschlagszahlungen zugegangen sei wurde von dort bestritten.

Um umgehend wieder Strom zu erhalten überwies ich noch am 02.07.2013 den höheren genannten Betrag und ließ E.ON eine Kopie der Überweisung als PDF-Datei mittels Mail zukommen. Mir wurde versichert dass dann der Strom umgehend wieder freigeschaltet wird.

Beim Kontrollanruf im Servicecenter etwa 1,5 Stunden später konnte man angeblich den Eingang der Mail nicht feststellen; erneut versandte ich 2 Mails an E.ON jeweils mit Zahlungsanhang, aber auch deren Eingang konnte dort nicht bestätigt werden.

Am 03.07.2013 morgens versandte ich dann ein Fax, dessen Eingang nun endlich fernmündlich bestätigt wurde und auch der Eingang meiner Mails wurde nun bestätigt, ebenso die umgehende Freischaltung meines Stroms.

Am 03.07. ebenso wie heute am 04.07.2013 bis nunmehr 14:00 Uhr erfolgte keine Freischaltung.

Erneuter Anruf beim E.ON-Service ergab, dass eine Freimeldung an den Netzbetreiber, Bayern Werke, bereits am Vortag, also am 03.07.2013, erfolgt sei, E.ON aber keinen Einfluss auf die Bayern Werke habe um umgehend freizuschalten.

Da ich den E.ON- Auskünften kein Vertrauen mehr schenkte habe ich selbst bei den Bayern Werken angerufen. und siehe da, ein Freischaltungsauftrag von E.ON lag natürlich nicht vor.

Weiterer Anruf bei E.ON erbrachte, dass ich mich schon ein paar Tage gedulden müsse. Welchen Zeitraum "ein paar Tage" genauer umfasst konnte nicht näher erläutert werden. Außerdem sei ich ja wegen der Sperrung selbst schuld und müsse mich nun eben gedulden. Mit einem Vorgesetzten und/oder der Geschäftsleitung konnte ich nicht sprechen, eine telefonische Verbindung bzw. Vermittlung könne von den Servicemitarbeitern nicht hergestellt werden.

Auf der Suche nach Beschwerdemöglichkeit bin ich nun auf dieser Seite gelandet und werde im Anschluß noch den gleichen Text als Beschwerde an die Geschäftsleitung/den Vorstand von E.ON per Einschreiben senden.

Bestell-/Kundennummer: 272006100547

Meine Forderung an E.ON Bayern:

Umgehende Stromfreischaltung

Antwort auf die Beschwerde vom 04.07.2013
E.ON Energie Deutschland GmbH

Abteilung: Servicemanagement

09.07.2013 | 08:16 Uhr

Guten Tag Herr Teichmann,

es tut uns leid, dass Sie sich über uns ärgern mussten. Wie telefonisch bereits besprochen, erhalten Sie in den nächsten Tagen noch die gewünschten Unterlagen per Post.

Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden wir nicht noch einmal öffentlich zu diesem Sachverhalt Stellung nehmen.

Wir hoffen, dass der schlechte Start unsere Vertragsbeziehung nicht belastet hat und wir Sie zukünftig von unserer Leistungsfähigkeit und Kundenorientierung überzeugen können.

Beste Grüße

Ihr E.ON Vertrieb

bewerten sie die antwort von E.ON Energie Deutschland GmbH

Heute am 05.07.2013, gegen 9:45 Uhr, wurde mein Strom wieder freigeschaltet. Nunmehr bin ich auf die Rechnung der E.ON mehr als gespannt. Vermutlich werden sie versuchen mir die Sperrkosten aufzuerlegen. Dagegen werde ich mich zu wehren wissen. Angebote diverser Stromanbieter werden bereits eingeholt.

Da sich der Beschwerdeführer nicht mehr meldet, wird diese Beschwerde von ReclaBox als gelöst markiert.