Leider viel zu spät habe ich von den dubiosen Machenschaften dieses Unternehmens erfahren und leider bereits im letzten November sowohl meinen Strom- als auch Gasvertrag dort abgeschlossen.
Der Stromvertrag ist nun seit dem 01.06. gestartet und los ging es, als ich im Juli versehentlich meinen Abschlag manuell überwiesen hatte - Priostrom hat eine Lastschriftermächtigung.
Nach einem Telefonat Anfang Juli mit dem Kundenservice sagte man mir, dass der doppelt gezahlte Beitrag zurück überwiesen wird. Als dies bis heute nicht geschehen ist, hakte ich nochmals nach und habe gleichzeitig ZUFÄLLIG in meiner Lieferbestätigungsmail gelesen, dass bei diesen Paketbuchungen zu wenig verbrauchte kWSt. nicht wie üblich zurückerstattet werden. Natürlich ist es mir jetzt nicht mehr möglich, zu einem geringeren Paket zu wechseln (gebucht hatte ich sicherheitshalber 3.700 kWSt. - letzter Verbrauch war lt. Abrechnung aber nur knapp 3.000 kWSt.) und ich kann erst zum nächsten Jahr 31.05. kündigen.
Also habe ich dies schon einmal getan - wie mittlerweile üblich per Email mit angehängtem unterschriebenem PDF. Rückmail vom "Kundenservice": geht nicht, bitte postalisch. Dies ist schon mal nicht rechtens, denn es gibt genug Beschlüsse, die eine Kündigung per Email rechtskräftig gesprochen haben. Die Lastschriftermächtigung ist per sofort entzogen, so dass ich für August so lange nichts zahlen werde, ehe mir der zu viel gezahlte Juliabschlag überwiesen wurde.
Nun zu meinem Gasvertrag: dieser wird erst am 01.12. starten - somit habe ich auf Geheiß meines jetzigen Lieferanten widersprochen und dort meine Kündigung zurückgezogen. Mein momentaner Gasanbieter hat folgende Widerrufsbelehrung:
Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen in Textform (z. B. Brief, Fax, E-Mail) widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Eingang der Ware beim Empfänger (bei der Lieferung gleichartiger Waren nicht vor Eingang der ersten Teillieferung)- vorliegend somit nicht vor Beginn der Energielieferung - und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß § 246 § 2 in Verbindung mit § 1 Absatz 1 und 2 EGBGB sowie unserer Pflichten gemäß § 312 g Absatz 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Artikel 246 § 3 EGBGB.
Bei Priogas ist es natürlich innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Belehrung. Da ich ja wie gesagt im vergangenen November abgeschlossen habe, ist diese verstrichen.
Für mich klingt das alles sehr dubios und kann ganz sicher nicht Hand und Fuß haben und ich werde mich nun an den Verbraucherschutz wenden.
Hier gibt es bereits Klage gegen das Unternehmen Extranenergie: http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article110902495/Hohe-Abschlaege-Klage-gegen-Stromanbieter.html
Ich hoffe, dass die nächsten Strom-/Gasanbietersuchenden schlauer sind, als ich es in diesem Fall war, und sich vorher erkundigen. Da ich bis jetzt immer sehr gute Erfahrungen über Verivox bzw. Check24 gemacht habe, hatte ich dies in diesem Fall versäumt. Aber was ich bis jetzt über dieses Unternehmen gelesen habe, lässt mich schlimmes erwarten!
Meine Forderung an ExtraEnergie:
Stromvertrag: Wechsel in ein kleineres kWSt. Paket (3.000 kWSt.) // Gasvertrag: Widerruf des Vertrages
Antwort auf die Beschwerde vom 31.07.2013
Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihren Eintrag.
Wir sind stets bemüht unseren Kundenservice zu verbessern und bedauern die Unannehmlichkeiten die Ihnen entstanden sind. Gerne würden wir uns Ihren Fall genauer ansehen und möchten Sie bitten, uns mit dem Betreff „Verbraucherforum“ über reclabox@extraenergie.com zu kontaktieren. Bitte geben Sie dabei Ihre Vertragsnummer, sowie den Link zu Ihrer Beschwerde in Reclabox an.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre ExtraEnergie
kommentare und trackbacks 3
Hallo Denise,
so wie ich die Sache hier lese, werden Sie gar nix erreichen. Ein Paket zu kaufen bedeutet wohl immer, dass weniger verbrauchte kwh nicht zurückgezahlte werden (, während ein Mehrverbrauch unendlich teuer wird). Und den fristgerechten Widerruf haben Sie ja auch nicht genutzt, also müssen Sie da jetzt wohl durch.
Dass check24 und verivox verdienen an den Abschlüssen mit EE, ist klar. Schauen Sie zukpnftig auf hauspilot. Viel Erfolg!
Hallo Denise,
anzunehmen Sie würden nicht genutzte Paket-Kilowattstunden erstattet bekommen, ist schon etwas blauäugig bis sogar sehr naiv. Sie hätten sich die AGB's, bzw. die Bedingungen vor Vertragsabschluß in jedem Fall durchlesen müssen.
Sie sollten Extraenergie zum Ende der Vertragslaufzeit schleunigst verlassen, der Ärger bezüglich dieses Vereins ist hier auf Reclabox nahezu täglich nachzulesen. Im Idealfall bemühen Sie sich schon heute diese Kündigung schriftlich bestätigt zu bekommen, so können Sie dann hoffentlich problemlos wechseln.
Wichtig für MICH beim Stromanbieterwechsel;
Tarife verstehen (leider bei ungezählten Anbietern eine kleine Wissenschaft und bewusst verkompliziert = diese Anbieter gleich mal aussortieren.)
Vertragslaufzeiten
Kündigungsfristen
Kontaktdaten - insbesondere bei der Kündigung und wie hat diese Kündigung zu erfolgen, per Mail oder Brief.
Und dann natürlich auch mal die Suchmaschine bemühen 'Ärger mit XY'
Und zu guter letzt, niemals Vorauskasse leisten.
Was vergessen?
Da sich der Beschwerdeführer nicht mehr meldet, wird diese Beschwerde von ReclaBox als gelöst markiert.