Vor 1,5 Jahren hatte ich 2 Pakete bestellt. Der Versender entschied sich zum Versand über die GLS, was sich als grossen Fehler herausstellte - denn angekommen ist nur eines der beiden Pakete.
Bereits beim Anschauen des Online Paket-Tracking konnte ich sehen, dass das Paket wohl an einen anderen Ort geliefert wurde. Nach Rücksprache mit dem Versender, konnte mir dieser die Liefer-Dokumente von der GLS zugänglich machen.
Brisant: Das Paket wurde in eine andere Stadt geliefert und trug die Unterschrift eines mir fremden Herrn. Nach einiger Recherche gelang es mir, dessen Telefonnummer ausfindig zu machen und rief ihn an. - Er war sehr freundlich und hilfsbereit, hatte jedoch mein Paket nicht erhalten und war Betreiber eines Paketshops.
Rekonstruiert lief dies also wahrscheinlich so ab: Die GLS verlor oder entwendete mein Paket - um die Sache zu vertuschen, fälschte sie entweder die Unterschrift des Paketshop Inhaber selbst oder jubelte ihm innerhalb eines Stapels von Dokumenten auch meines unter. Aufgrund der Grösse des Paketes ist nicht anzunehmen, dass jemand dieses einfach so mit Freude entgegennimmt und hortet.
Nun ist vielen Reklamationen zu entnehmen, dass die Fahrer Schuld sind an der Misere - dem ist jedoch nicht so. Vielmehr ist die Zentrale und der Kundendienst dafür da, die Kunden ruhig zu halten, um die "Verjährung" abzuwarten, dazu mehr später.
Natürlich hat der Versender bei der GLS innerhalb nützlicher Frist eine Reklamation eingereicht. Zusätzlich habe ich mehrmals deren Kundendienst angerufen. Nach mehrmaligem Nachfragen wurde mir am Telefon bestätigt, die Ware zu ersetzen. Hierbei ist zu beachten, dass dies einem mündlichen Vertragsabschluss gleich kommt und einem Vergleich entspricht.
Mehrere Monate später - es passierte gar nichts.
Anruf bei der GLS: Von dem Vergleich war natürlich keine Rede mehr und überhaupt sei die Lieferung nicht mehr im System. Auch der Vorgesetzte hätte leider kein Telefon (?) und wäre deshalb weder erreichbar, noch könnte er mich anrufen.
Also per E-Mail an das Beschwerdemanagement - ein Herr R. antwortete, war zuerst freundlich und schien hilfsbereit. Dies dient jedoch nur dem Zeitgewinn der GLS. Nachdem sich wiederum nichts bewegte, erneute Nachfrage bei Herrn R. - keine Auskunft mehr, wegen Datenschutz. Ich solle mich an den Versender wenden. Auch "wisse man von dem abgeschlossenen Vergleich hier nichts" - und ich solle beachten, dass die Forderung nach einem Jahr verjährt.
Zusätzlich wurde nun auch dem Versender schriftlich mitgeteilt, dass die Forderung verjährt sei und dies, obwohl die Abwicklung bei der GLS 1,5 Jahre (!) dauerte.
Bestell-/Kundennummer: 50527152044 d
Meine Forderung an GLS (Deutschland:
Erstattung des Warenwertes, Portokosten und Telefonkosten Call-Center
Antwort auf die Beschwerde vom 05.09.2013
Sehr geehrter Herr Skalicky,
Ihre Zufriedenheit liegt uns am Herzen, weshalb wir sehr bedauern, dass Sie Anlass zur Verärgerung hatten.
Gerne klären wir den Vorgang mit Ihnen direkt. Mailen Sie uns hierzu bitte Ihre Paketnummer und Ihre Adressdaten, möglichst inklusive einer Rufnummer an: "dcs.carecenter@gls-germany.com".
Wir werden Ihr Anliegen umgehend an die zuständige Fachabteilung weiterleiten. Wir sichern Ihnen eine zeitnahe Überprüfung und Rückmeldung zu.
Freundliche Grüße von Ihrem GLS-Service-Team
kommentare und trackbacks 5
Tja, GLS ist wirklich ein seltsamer Laden.
Vor kurzem solte ich auch ein Paket über GLS geliefert bekommen. Leider waren wir genau in der halben Stunde unterwegs in der der Paketdienst kam.
Wenigstens lag eine Benachrichtigungskarte im Briefkasten dass das Paket am nächsten Tag in einen Paketshop gebracht wird.
Der Versuch das Paket an eine Ersatzadresse umzuleiten, die sogar auf dem Weg zum besagten Shop lag, scheiterte an der Sturheit des Mitarbeiters.
Die Begründung: Es gibt lt. AGB nur ein Zustellversuch und dann geht das Paket in den nächstgelegenen Paketshop.
Mal davon angesehen dass mich dei AGB als Kunde recht wenig interessieren war ich drauf und dran das Paket im Shop liegen zu lassen. Aufgrund mehrere Termine habe ich es dann doch getan.
Fazit: 3 KM Umweg, halbe Stunde Parkplatz gesucht und Parkgebühren bezahlt.
Für mich war diese Firma als Versender bisher keine Option und wird es aufgrund dieses Vorfalls auch nicht werden.
Die GLS beharrt bisher auf ihrem Standpukt der "Verjaehrung" und hat ein fiktives Datum des Eintritts der Schadenmeldung angegeben - ich besitze jedoch Dokumente, die dies widerlegen (Erklaerung gegenueber GLS, ein allenfallls doch noch spaeter zugestelltes Paket zu melden - offizielles Formular der GLS NACH dem Eintreffen einer Schadensmeldung).
Ja "grosse" Packete verschwinden bei GLS besonders gerne. Ich hatte ein Segel verschickt (in einem roten Segelsack.) aber plötzlich war es weg und man kann es einfach nicht finden. Schadenersatz will man auch keinen zahlen, weil es könnte ja wieder auftauchen. Klar und irgendwann ist der Fall verjährt und man zahlt gar nix mehr.
Tolles Geschäftsmodell: 15,30 € für nicht erbrachte Leistung, eine Servicehotline bei der man jedesmal 0,20 € zahlen muss für Fehler die das Unternehmen selbst gemacht hat und kein Schadenersatz für das "verschwundene" Segel.
Dumm nur das Segel ist neu und trägt eine eingestanzte Segelnummer und es wir niemand auf der ganzen Welt dieses Segel kaufen :-) vielleicht taucht es ja dann doch ganz plötzlich wieder auf, wenn man merkt dass die Ware zwar teuer aber leider unverkäuflich ist.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist endgültig nicht gelöst