Einschreiben / Rückschein
DHL Vertriebs GmbH
z. Hd. der Geschäftsführung
22795 Hamburg
Konstanz, den 4. November 2013
Vorgang mit der Nummer 1-803574601 / Sendungsnummer 129925269072 / NACHFORSCHUNGSANTRAG (Ticket: DP01-11941498) vom 26.09.2013
Ihr Schreiben vom 30.10.2013
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 19.9.2013 fasste ich den folgenschweren Entschluss, der DHL ein Paket zur Beförderung und Auslieferung anzuvertrauen. Bedauerlicherweise scheint eine diebische Elster ebenso Gefallen an meinem Paket, adressiert an einen Berliner Handy Store gefunden zu haben… Die Form des Pakets sowie der Empfänger müssen einen geradezu unwiderstehlichen Reiz auf den Vogel ausgeübt haben.
Wie Sie nun folgerichtig vermuten, „vermute ich“ nicht nur den Verlust meiner Sendung sondern gehe mit gesundem Menschenverstand davon aus, dass der Inhalt den Weg alles Irdischen gegangen ist. Selbstverständlich lasse ich mich gerne von Ihrer Task Force, welche sicherlich unter Einsatz aller Kräfte
auf der Suche nach dem Vogelnest ist eines Besseren belehren - womit wir wieder beim Thema gesunder Menschenverstand angelangt wären…
So weit so gut und auch hier „vermute“ ich noch Ihr normales Tagesgeschäft und habe am 26.9. einen Nachforschungsantrag telefonisch angefordert; der Sachverhalt wurde aufgenommen und mir die Unterlagen per E-Mail übersandt.
Am 26.9. um 12:09 Uhr erhielten Sie die erwünschten Unterlagen per E-Mail an Ihre Adresse Gkspaket@deutschepost.de. Am 30.09 um 11:39 Uhr erhielten Sie nochmals die gleichen Unterlagen zzgl. des gewünschten Einlieferungsbeleges ebenso an Ihre E-Mail Adresse Gkspaket@deutschepost.de.
Die kompletten Unterlagen haben Sie digital signiert seit dem 30.9. vorliegen.
Wie ich richtig vermutet habe, handelt es sich bei der DHL um ein wohlorganisiertes Logistikunternehmen.
Dementsprechend, da es sich bei meiner Wenigkeit ja um eine wichtige Person handelt, erhielt ich seitens der E-Mail Adresse gkseutingen@deutschepost.de am 9.10. immerhin schon eine Eingangsbestätigung und die Mitteilung, dass meine Unterlagen dem Vorgang hinzugefügt worden sind und den Kollegen vor Ort zur „weiteren Bearbeitung“ übergeben wurden.
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Schön zu wissen, dass sich nun schon zwei Abteilungen in Fürth und in Hamburg mit meiner dringlichen Angelegenheit beschäftigen und meine Unterlagen einer dritten Fachabteilung zwecks kompetenter Recherche und Abwicklung übergeben wurden.
Ich war schwer beeindruckt seitens der gezeigten logistischen Meisterleistung und des überbordenden Tatendranges! Als weniger beindruckend empfand ich es, nunmehr nichts mehr von Ihnen zu hören…
Was blieb mir anderes übrig, was hätten Sie an meiner Stelle getan?
Ich beging den zweiten Fehler und griff zum Telefonhörer! Ach was Fehler, viele nette Menschen habe ich so kennen gelernt und meine Not erkennend, versprach man (n) und Frau mir schnelle Hilfe - man (n) wolle sich persönlich kümmern… ;-)
· „Unterlagen? Nein, haben wir nicht“
· „ohhh Moment, ja ich habe ihre E-Mail gefunden…“
· „nein - hier liegt nichts vor…“
· „doch ja - hier ist sie ja die E-Mail - ich leite es weiter…“ J
Es war mir immer eine Freude nett zu plauschen und so ging die eine um die andere Stunde in´s Land.
Aber ich merkte schon, irgendwie lag Ihrem Hause diese Angelegenheit am Herzen und so freute ich mich sehr, mit Datum vom 24.10. von Ihnen angeschrieben zu werden mit der dringenden Bitte, doch nunmehr die Unterlagen zu diesem Vorgang einzureichen…
Sollte ich weinen oder lachen? Voller Unsicherheit und Selbstzweifel griff ich erneut zum Hörer.
Sie ahnen es, sie kennen es! Die Endlosschleife begann von vorne… und täglich grüßt das Murmeltier - „ohhh Moment, ja ich habe ihre E-Mail gefunden…“ usw. usw. usw…
Sie glauben es nicht, Sie halten diese Vorgehensweise für unglaublich?
Nun, dann sind wir schon zu zweit. Vermutlich glauben Sie auch nicht, was ich gestern im Briefkasten fand?
Doch doch… J - mit Datum vom 30.10. wurde ich freundlich gebeten die Unterlagen einzureichen…; lach - selbstverständlich in lateinischer Schrift zur schnelleren Bearbeitung.
SLAPSTICK pur!
So sehr ich den Unterhaltungswert dieser Vorgehensweise Ihres Unternehmens schätze und gemeinsam in meinem privaten und geschäftlichen Umfeld darüber lache - würde ich gerne diesen Vorgang nunmehr abschließen wollen. Die Kommunikation über die neuzeitlichen Medien scheint mit der DHL nur eingeschränkt möglich zu sein. Aus diesem Grunde übersende ich Ihnen als Anlage die gewünschten Unterlagen zum 3. Mal, diesmal in Papierform per Einschreiben / Rückschein.
Zwecks Nachweises, man (n) weiß ja nie, werde ich diesen sakralen Akt fotografisch dokumentieren…
Sicherlich werden Sie eine (n) Mitarbeiter (in) dahin gehend motivieren können, bis zum 13.11.2013
diesen Vorgang zielführend zu bearbeiten!
Nur der guten Ordnung halber teile ich Ihnen mit, dass ich den vorliegenden Schriftwechsel der zuständigen Bundesnetzagentur als Aufsichtsorgan zur Kenntnis gegeben habe und mir weitere Schritte vorbehalte.
Mit freundlichen Grüßen
vom Bodensee
Anlagen
Meine Forderung an DHL:
Erstattung des Paketwertes gem. Schadenmeldung
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Der öffentliche Druck schien zu groß zu werden.; am 2.12. durch Zahlung erledigt.