Sehr geehrte Damen und Herren,
Heute Vormittag klingelte ein Zusteller des Hermes Versand mit einem Paket für einen Nachbarn, welches er aufgrund dessen Abwesenheit bei mir abgeben wollte.
Da mein Mitbewohner zur Zeit im Urlaub ist und ich im Schichtdienst tätig bin, habe ich dem Zusteller erklärt, dass ich aus diesen Gründen heute kein Paket annehmen könne, das in der Regel zu anderen Dienstzeiten aber gern mache. Dadurch vermeide ich, dass die Sendungen über eine Woche bei mir in der Wohnung liegen und der Empfänger unnötig warten muss, da er in meiner Wohnung niemanden antrifft. Ich spreche aus Erfahrung, da dies während bestimmter meiner Dienste bereits vorkam.
Ich bin der Meinung, dass es in einem Haus mit ca. acht Parteien möglich ist, dass ich einmal ein Paket aus genannten Gründen nicht annehmen möchte. An der Tür gegenüber hatte er übrigens Erfolg und konnte die Sendung abgeben.
Trotzdem fragte er mich noch, was ich denn erwarten würde, wenn man mir ein Paket nicht direkt zustellen könne. Ob ich dann nicht auch wünschte, dass mein Nachbar es annähme.
Schon allein diese Frage sehe ich als Frechheit, da ich in der Regel Sendungen annehme und sogar dem Empfänger vorbei bringe, da ich wie gesagt durch meine Dienstzeiten nicht immer zugegen bin.
Auf meine Antwort, es gebe doch auch noch Paketshops als Alternative nach dem zweiten Zustellungsversuch, wurde mir gesagt, dass die Zusteller diese nicht nutzen dürften. In diesem Punkt kenne ich mich nicht aus.
Der Zusteller beäugte schließlich mein Türschild und sagte, er werde sich die Namen von meinem Mitbewohner und mir merken, sodass er unsere Sendungen, sollten wir einmal nicht da sein, nicht bei den Nachbarn abgeben, sondern wieder mitnehmen werde.
Mit diesen Worten ließ er mich in der Tür stehen.
Da frage ich mich wirklich, ob ich nächstes Mal meinen Schlaf nach einer anstrengenden Nachtschicht noch einmal unterbrechen werde, um mir so etwas anzuhören.
Mit freundlichen Grüßen
Fenja Thieme
Bestell-/Kundennummer: Sendungsnummer 36347131750554
Meine Forderung an Hermes Logistik Gruppe Deutschland:
Sensibilisierung der untergeordneten Zusteller
Antwort auf die Beschwerde vom 14.12.2013
Liebe Frau Thieme,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Wir bedauern das entstandenene Missverständnis und werden die Sache aufklären. Selbstverständlich dürfen sie auch in Zukunft mit dem gewohnten Service rechnen.
Als kleine Wiedergutmachung lassen wir Ihnen einen Versandgutschein zukommen. Nochmals entschuldigen wir uns für die Unannehmlichkeiten und verbleiben
mit freundlichen Grüßen.
Ihr Hermes Kundenservice
kommentare und trackbacks 2
Oh toll, ein gutschein für meine nachbarn. Ich hätte ihn sowieso nicht gewollt, denn mit hermes verschicke ich sicher nicht mehr. Trotzdem wäre mindestens eine personalisierte antwort angemessen gewesen.
Hallo Frau Thieme,
wir entschuldigen uns nochmals bei Ihnen für das Verhalten des Zustellers und unser Versäumnis in unserer Antwort anzugeben, dass dieser Vorfall an die Kollegen der zuständigen Niederlassung zur internen Klärung weitergegeben wurde.
Mit dem Zusteller ist ein Gespräch über kundenfreundliches Verhalten geführt worden.
Beste Grüße
Ihr Hermes-Kundenservice