I-Store verzögert Rücküberweisung für falsch gelieferte Ware

Udonthani

Am 12. Juni 2013 bestellte ich bei I-Store / Sale Point einen HD Ready-Beamer, Typ BenQ W750 (DLP Heimkinoprojektor) zum Preis von 502 Euro. Zudem zahlte ich für eine 24 Monate Hausgarantie noch einmal 24 Euro drauf. Gezahlt wurde mit PayPal wegen dem Käuferschutz. Am 12. Juni wurde die Zahlung verbucht.

Da sich die Zustellung verzögerte sicherte man mir auf den Rücküberweisungsbetrag eine Gutschrift (Versicherungsfall) in Höhe von 5 % (26,30 Euro) zu.

Am 23. Oktober wurde mir die falsche Ware (Auslaufmodell) zugestellt.

Ich schickte diese umgehend zurück an eine Berliner Adresse.

Bis heute ist jedoch keine Rücküberweisung erfolgt.

Man beachte die Bestellhistorie:

12.07.2013: 08) Bestellung

12.07.2013: 08) Zahlungseingang verbucht

12.07.2013: 001) Zahlungseingang verbucht

12.07.2013: 01) Vorgang in Bearbeitung

12.07.2013: 02) Prüfung Versandbereitschaft

12.07.2013: 03) Versandfertigstellung-Termin 18/Juli/2013

12.07.2013: 08) Zahlungseingang verbucht

12.07.2013: 08) Zahlungseingang verbucht Amount: 21,239,88 THB

15.07.2013: 09) Versandkoordinierung Shipping coordination

18.07.2013: 10) Sendung hat Lager verlassen shipping

21.07.2013: 11) Sendung Eingang Paketzentrum Sorting Centre

02.08.2013: 13) Versandlauf international

16.08.2013: 14) Sendung Eingang Zustelldepot Enter local distribution center

21.08.2013: F1) Standortermittlung localisation - status

22.08.2013: F2) Ware ging verloren/Ware beschädigt

24.08.2013: F3) Sendung gesperrt insurance claim

24.08.2013: 16) Sendung in Zustellung Sendung aufgefunden Sendung

wird umgehend zugestellt

27.08.2013: 15) geplante Zustellung 02.09.2013

10.09.2013: T4.3) Zustellstatus

10.09.2013: T4.2) Ausgangsbearbeitung

11.09.2013: T5) Zustellbenachrichtigung DPD 01125008031863

13.09.2013: Sendung zugestellt Zugestellt 12.09.2013

15.09.2013: G2) Abschluss Versicherungsfall 5% (26,30 EURO)

23.09.2013: R6d) Ruecksendeanforderung

24.09.2013: Ware wird durch Käufer zurück geschickt. 5,90 € Porto werden

wie gewünscht durch Käufer gezahlt. Rückvergütung per E-Mail

zugesichert.

30.09.2013: T6) Eingang Retoure AL Berlin

05.10.2013: L1.1) Abrechnung & Gutschrift Zahlungseingang: +526.00 EURO
Kompensation: + 26.30 EURO

Stornierungsgebühr: 0,00
Sonstige Kosten und Gebühren 0,00
AUSZAHLUNGSBETRAG + 552.30 EURO

Gutschrift auf Ihrem Kundenkonto: + 552.30 EURO
11.10.2013: L2) Auszahlungswunsch Eingang
11.10.2013: L3) Auszahlungsbetrag bestätigt

12.10.2013: Man schickt mir eine E-Mail und verweißt auf das Geldwäschegesetz.

Wartezeit für PayPal Rücküberweisung: 21 Tage

Als die Zeit um war (nach 26 Tagen) und sich nichts tat sendete ich (bis heute) über 30 Anfragen an den Support der Firma I-Store/Sale-Point. Immer wieder wirde man hingehalten und vertröstet. So war z. B. zweimal der Support gestört, dann gab es einen Systemabsturz, dann schrieb man mir, das Geld sei angewiesen oder es wurde angezeigt, die Überweisung erfolge in kürze.

Ich forderte immer wieder die Rücküberweisung und setze sogar eine Frist.

Schließlich setze ich mich mit Paypal wegen dem Käuferschutz in Verbindung. Hier sagte man mir, PayPal könne nichts mehr machen da die Zeit abgelaufen sei. Der PayPal Mitarbeiter hatte mir geraten, aufgrund des hohen ausstehenden Betrages rechtliche Schritte einzuleiten.

Nun entdecke ich auch eine Support Telefonnummer von I-Store / Sale Point. Auf den ersten Anruf am 6. Dezember 2013 gegen 10:30 Uhr erreiche ich einen Mitarbeiter (Herr Bestenlehner). Er sicherte mir zu, das Geld werde umgehend überwiesen. Es sei aber kurz vor Feierabend. Wenn nicht heute - werde spätestens am Montag der Betrag auf meinem PayPalkonto sein. Am 10. Dezember 2013 rufe ich den Herrn wieder an. Er zeigt sich verwundert und wollte mit meinem Anliegen zu seinen Vorgesetzten gehen. Abends sollte das Geld dann überwiesen werden. Als am 13. Dezember immer noch kein Zahlungseingang zu verbuchen ist, rufe ich erneut an. Diesmal habe ich Herrn Muecher am Telefon. Dieser sagte mir, genau eine Woche später, heute nacht werde das Geld überwiesen. Ich stünde auf "der Liste".

Heute erreicht mich erneut eine E-Mail: Aufgrund des verstärkten Weihnachtseinkaufs käme es bei dem Suport zu verzögerungen.

Im Klartext: Bis heute ist immer noch nichts passiert und es wird nichts passieren.

Morgen werde ich eine Strafanzeige machen und einen Anwalt einschalten.

Jetzt werde ich einklagen:

Den Betrag in Höhe von 572,16 Euro.

Dieser Betrag setzt sich zusammen aus:

502,00 € (gezahlt für Ware)

+ 24,00 € (gezahlt für Hausgarantie)

+ 5,90 € (Porto Rücksendung)

+ 26,30 € zugesagte Versicherung

= 558,20 €

+ 13,96 € (2,5 % Zinsen des ausstehenden Betrages in Höhe von

= 572,16 Euro Gesamtbetrag

+ Gerichtsverhandlungskosten

Bestell-/Kundennummer: 60054426-/87240388

Meine Forderung an i-store-online (Thailand) /Sale-Point.com/Nupnau:

502,00 € (Ware) + 24,00 € (Hausgarantie) + 5,90 € (Porto Rücksendung) + 26,30 € zugesagte Versicherung + 2,5 % Zins = 572,16 Euro gesamt

Firmen-Antwort ausstehend seit 12 Jahren, 185 Tagen und 20 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Der Suportleiter hat nun Kontakt zu mir aufgenommen und eine Überweisung von 600 Euro signalisiert. Dies ist aber schon wieder 5 Tage her. Geld ist imer noch nicht da. Nach erneuter Nachfrage kam heute eine Kopie einer SEPA Überweisung in Höhe von 600 €. Habe gerade nachgeschaut: Geld ist immer noch nicht auf dem Konto. Geht die Hinhaltetaktik weiter?

Habe dem Unternehmen "Ein gutes neues Jahr" gewünscht. und gute Besserung!

Endlich! Nach Monaten (Bestellung am 12. Juli 2013) hat das Unternehmen I-Store/Sale-Point nun einen Betrag in Höhe von 600 € zurück erstattet.
Der Supportleiter Marcus Reimann hat sich der Sache angenommen, entschuldigt und reagiert.
Wäre das Geld nicht überwiesen worden hätte ich in der kommenden Woche weitere, "öffentlichkeitswirksame und rechtliche Schritte, vielleicht auch politische Maßnahmen" unternommen.

Fazit: Ich vermute I-Store/Sale-Point lässt das Geld der Kunden für sich arbeiten und zögert eine Rückzahlung so lange hinaus bis das Geld (gut angelegt) Gewinne abwirft. Die Zeit überbrücken die Suport-Mitarbeiter mit einer Vielzahl von Hinhalte- bzw. Statusmails. Der Hammer ist die angebliche Rückzahlungsfrist wegen des Geldwäschegesetzes. Kundenfreundlich sieht anders aus. Thailand ist eben weit weit weg. Trotzdem laufen in Berlin die Fäden zusammen (Hier schickte ich die falsche Ware hin und aus berlin kam auch mein Geld)

Zumindest bei mir fand es schließlich ein gutes Ende: Am Schluss kommt mit Herrn Reimann der Retter bzw. ein Schlichter ins Spiel, der die Überweisung anweist und so für Schadensbegrenzung sorgt.

Ganz nebenbei bemerkt gibt es die von mir bestellte Ware inzwischen im Internet weitaus kostengünstiger als vor einem halben Jahr bei I-Store/Sale-Point.

Ich hoffe dass die Beschwerden der anderen verärgerten Kunden ebenfalls ein gutes Ende finden. Wünsche allen ein gutes neues Jahr und I-Store/Sale Point "gute Besserung". Seriös sieht anders aus!