Parship mahnt nicht: Inkasso-Büro droht mit Schufa+Zwangsvollstr

PARSHIP GmbH
Hamburg
Anfang diesen Jahres hatte ich eine 6-monats-Mitgliedschaft bei Parship zu einem einmaligen Preis gekauft. Was mir dabei nicht klar war, dass sich dieses Angebot stillschweigend in eine reguläre Mitgliedschaft umwandelt und um 12 Monate (!) verlängert, da dies in der Produktbeschreibung nicht stand.
Ich ließ meine Mitgliedschaft also auslaufen und bemerkte das Dilemma erst, als Parship sich beschwerte, den gesamten Jahresgebühr von 538,80 nicht von meinen Konto abbuchen zu können - einfach so, ohne Rechnung etc. Zum Glück habe ich als Student nach Abgang der Miete nie soviel Geld auf meinem Konto;-)

Da ich Parship bislang für seriös gehalten hatte, versucht ich den Irrtum aufzuklären. Parship berief sich stattdessen darauf, wo ich überall die AGBs hätte lesen können und bestand weiter auf Ihre Forderung. Ich legte Einspruch gegen das angebliche Vertragsverhältnis wegen Irrtums ein (§ 119ff., 142 BGB). Da mir VOR dem Vertragsabschluss meine Leistungspflichten nicht eindeutig dargelegt worden sind (§312c BGB iVm Art. 246 EGBGB sowie § 1 Abs. 6 PAngV), könnte ich auch von arglistiger Täuschung sprechen. Parship antwortete mir darauf mit der gleichen Mail wie zuvor. Danach hörte ich von Parship bis heute nichts mehr und es kam KEINE einzige Mahnung.

Und nun bekomme ich Post von einem Inkasso-Büro, dass im Internet mit Abmahnungen gegen 12-jährige Internetnutzer in Zusammenhang gebracht wird, und das von mir über 680,- € eintreiben will. Zusätzlich werde ich noch mit Schufa und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen bedroht.

Bei dem ganzen Werbe-&Gütesiegelglanz geht es Parship offensichtlich nur darum, das Geld Ihrer Kundschaft abzuzocken. Klar muss ich mir eine gewisse Naivität vorwerfen lassen - aber wenn ich ein Buch bestelle, bekomme ich doch auch nicht wöchentlich ein weiteres und zahle dafür ein Jahr im Voraus. Ebenso hat auch eine Partnersuche ein eindeutiges Ende.
Das Verhalten von Parship ist einfach nur zutiefst unseriös - offensichtlich gehört es zur Geschäftspolitik, ihren Mitgliedern unbemerkt Knebelverträge unterzuschieben und möglichst viel Geld abzuzocken. Und dass, wo das Kapital einer seriösen Partnerbörse doch das Vertrauen ihrer Mitglieder sein sollte.

Bestell-/Kundennummer: 6 Monate Premium-Mitgliedschaft

Meine Forderung an PARSHIP:

1. Mahnung; 2. Rückruf Inkassobüro; 3. Lösungsvorschlag

Antwort auf die Beschwerde vom 19.12.2013
PARSHIP GmbH

Abteilung: Brand & Communication Abteilung

30.12.2013 | 16:28 Uhr

Sehr geehrte (r) Herr / Frau Peterson,

Ihren Eintrag haben wir auf Grund der Feiertage leider soeben erst gelesen.

Wir möchten gern darauf antworten:

- Informationen über die Verlängerung
Auf die automatische Verlängerung wird an mehreren Stellen hingewiesen, auch in der Produktbeschreibung während des Kaufs und in der Bestellbestätigung, die per E-Mail versendet wird.

- Mahnverfahren / Inkasso
Wir schicken zunächst mehrfach Mahnungen, da uns genau wie Ihnen an einer Einigung gelegen ist. Nur wenn keine Reaktionen erfolgen, schalten wir als letztes Mittel ein Inkasso-Unternehmen ein.

Vielleicht haben Sie aus technischen Gründen keine Mahnungen bekommen oder es war eine fehlerhafte E-Mail-Adresse hinterlegt? Damit unser Kundenservice dem nachgehen kann, schreiben Sie uns bitte. Verwenden Sie hierfür folgendes Formular: http://bit.ly/1dkAqgb

Vielen Dank!

Freundliche Grüße
Ihr PARSHIP-Team

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Die Kündigung wurde inzwischen bestätigt. Auf die nicht zugestellten Mahnungen und die Forderung, mir die Inkassogebühren zu erstatten, kam noch keine Reaktion. Die Inkassokosten haben nun über 150,- zusätzlich zum untergeschobenen Abo betragen.
Finger weg, nie wieder!