DHL liefert nicht und hält sich nicht an Absprachen.

DHL
Bonn

Am Freitag, den 20.12.2013, erwartete ich ein schweres Paket, das durch DHL zugestellt werden sollte.

Doch niemand meldete sich und gegen 19:00 Uhr verließ ich meine Wohnung und fand im Briefkasten eine Karte, auf der stand, dass um 18:08 Uhr jemand von DHL da war. "... leider war es heute nicht möglich, Ihnen Ihre Sendung (en) zuzustellen." An mir hatte es nicht gelegen; ich war anwesend.

Auf dem Zettel wurde eine Abhol-Filiale genannt. Sie liegt im Berliner Bezirk Wedding in der Müllerstraße und davor und häufig nicht mal in der Nähe gibt es keine freien Parkplätze. Die Warteschlangen in der Filiale sind lang. Kurzum, von dort ein Paket mit circa 25 Kilo Gewicht abzuholen, ist mir nicht möglich.

Auf dem Zettel stand weiterhin "Abholung am nächsten Werktag ab 14:00 Uhr". Der nächste Tag war Samstag und fiel somit aus. Die nächste Möglichkeit war am 23.12.2013 gegeben und der Tag war bereits so verplant, dass eine Abholung mit Hilfe durch eine zweite Person gar nicht möglich war.

Ich rief bei DHL an und bat um eine Zustellung bei mir, da es nicht an mir gelegen hatte, dass das Paket nicht zugestellt wurde. Man gab mir eine Auftragsnummer (919148199) und teilte mir mit, dass das Paket im Verlaufe des 23.12 geliefert wird.

Ich organisierte für die kurzen Zeiträume, in denen ich nicht zuhause sein konnte, eine Annahme durch den Nachbarn, dessen Haustür direkt neben meiner liegt. Doch der Tag verstrich, ohne dass das Paket kam und in der Sendungsverfolgung bei DHL wurde keine Bewegung bekannt gegeben.

Wohlgemerkt, es ging um den 23.12., einen Tag vor Heiligabend, der nicht dafür vorgesehen war, ganztägig auf ein Paket zu warten.

Erneut rief ich bei DHL an. Eine freundliche Dame am Telefon prüfte die Auftragsnummer und konnte sie nicht im System finden. Jedoch bestätigte sie mir, dass es sich um eine richtige Auftragsnummer handelte, weil die ersten Zahlen passten. In dem Gespräch erfuhr ich, dass der Paketzusteller am 20.12. gar nicht versucht hatte mir das Paket zu bringen, sondern nach circa 11 h Fahrt die Zustellungen abgebrochen hatte, weil eine Fortsetzung der Arbeit nach diesem Zeitraum nicht mehr zulässig gewesen wäre.

So sehr ich das im Rahmen der Weihnachtspakete-Zustellung nachvollziehen kann, ist daraus nicht abzuleiten, dass ich zu einer Filiale gehen muss, die in einer Berliner Hauptstraße liegt, von wo aus die Abholung eines schweren Paketes extrem mühselig ist. Zudem ist der Versand zu mir bezahlt und die Zustellung an meine Adresse steht mir zu.

Okay, ich bekam eine neue Auftragsnummer (919164533) und die Information, dass das Paket am 28. 12. zugestellt wird. Ein weiterer Tag, dicht an den Feiertagen, wurde somit blockiert. Wieder organisierte ich die Annahme des Paketes auch in kurzen unvermeidlichen Abwesenheitszeiten. Und wieder wurde das Paket nicht zugestellt. Der Status der Sendungsverfolgung war unverändert. Das Paket wurde nicht zugestellt.

Darin befinden sich Dinge, die ich im Rahmen meiner freiberuflichen Tätigkeit benötige und durch dieses Kuddelmuddel habe ich zwei Tage, die für Freunde und die Familie vorgesehen waren, verloren.

Ich musste dies rechtfertigen und wurde deswegen unter Druck gesetzt. Ein Zugriff auf die am 20. 12. erwarteten Gegenstände ist nicht gegeben.

Ich habe keine Lust, ein weiteres Mal beim DHL-Kundendienst anzurufen und mir eine weitere Auftragsnummer geben zu lassen, um einen weiteren Tag auf die Zustellung eines Paketes zu warten. Mittlerweile sehe ich den Fall so, dass ich als Freiberufler zwei freie Tage verloren habe.

Ich möchte DHL deswegen dafür jeweils einen Tagessatz in Rechnung stellen und eine Schadensersatzforderung für den Verlust des Paketes seines Inhaltes stellen. Um den zweiten Punkt dieser Forderungsidee aus der Welt zu schaffen, muss DHL mir eine zeitnahe Zustellung des Paketes in einem schmalen Zeitkorridor (1 Stunde) anbieten und das Paket tatsächlich in dem Zeitraum vorbeibringen.

Einen weiteren Tag werde ich deswegen nicht am Ort der Zustellung bleiben. Vielleicht kann mir jemand die Adresse der Rechtsabteilung nennen, an die ich meine Schadensersatzforderung richten kann. Vielleicht bemüht sich DHL aufgrund dieser Meldung um eine konstruktive und verbindliche Klärung dieses Falls. Ich bin gespannt.

Bestell-/Kundennummer: Sendungsnummer JJD1431002923015

Meine Forderung an DHL:

Umgehende Lieferung des Paketes in einem schmalen Zeitkorridor, Schadensersatz für zwei verlorene 'freie' Tage.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Stimmt, aber am Samstag schließt die Filiale um 14 Uhr.

Und welche DHL-Filiale hat samstags ab 14 Uhr geöffnet?

Das ist völlig schief gelaufen:
1. Auftrag 919148199 - DHL kündigt die Lieferung am 23.12.2013 an. Niemand kam.
2. Auftrag 919164533- DHL kündigt die Lieferung am 28.12.2013 an. Niemand kam.

Am 30. 12. 2013 stellte ich den Vorfall auf der DHL-Facebookseite vor.
Die Antwort lautet:
"Thomas Gade, wir sind dabei, uns mit den Kollegen vor Ort über eine Lösung zu verständigen, was die Sendung aus Ihrem anderen Post angeht. Sobald wir eine detaillierte Aussage treffen können, werden wir Ihnen darauf antworten. Wir bitten um ein wenig Geduld. " Es gab keine weitere Reaktion

Parallel antwortete mir der DHL Kundendienst auf eine Mail vom 30. 12. 2013:

". Wir werden unsere Kollegen vor Ort in Ihren Fall einbeziehen und haben diesen Sachverhalt unter der Vorgangsnummer 1 -884600881 erfasst. Sie werden von uns baldmöglichst dazu eine Antwort erhalten. "

Am 8. 1. 2014 erfuhr ich, dass das Paket zurück zum Absender transportiert wurde.
DHL schreibt dazu am selben Tag: ". Wir bedauern, dass Ihre Aufträge zur Zweitzustellung nicht durchgeführt wurden und verstehen, dass Sie verärgert sind. Für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir nochmals um Entschuldigung. Bedauerlicherweise wurde Ihre Sendung an den Absender zurück geschickt und dort heute wieder zugestellt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich bezüglich eines erneuten Versandes direkt mit dem Absender in Verbindung zu setzen. ."

Es hat nie eine Erstzustellung gegeben, wie mir eine DHL Kundendienstmitarbeiterin am 24. 12. 2013 mitgeteilt hatte. Der Fahrer, der das Paket an Bord hatte, hatte nach über 11 Stunden Fahrens die Zustellung abgebrochen und den Empfängern Zettel in die Briefkästen gelegt, mit der Mitteilung, sie mögen ihre Pakete in einer Filiale abholen.