Ich hatte mir einen neuen Av-Receiver gekauft, deswegen habe ich den alten verkauft. Er war in einem tadellosen Zustand, obwohl er schon drei Jahre war. Harman/Kardon ist eben Qualität.
Also habe ich den alten AV-Receiver über das schwarze Brett an der Uni verkauft. Der Kommilitone meinte, ich solle ihm diesen doch bitte zuschicken.
Also gesagt, getan. Bisher hatte ich keine schlechten Erfahrungen mit Hermes gemacht, aber das sollte sich schlagartig ändern.
Ich verpackte den AV-Receiver, meines Erachtens, ordnungsgemäß. Er war in Zeitungspapier eingewickelt und das Paket war komplett ausgestopft mit Zeitungspapierbällchen. Der Receiver war fest verpackt und konnte weder rutschen noch sich irgendwie bewegen.
Ich habe das Paket nun bei Hermes in Leonberg aufgegeben und die nette Frau hat es auch dann entgegen genommen (Verantwortungsübergang an Hermes). Ich habe dann zwei Tage später geschaut, ob das Paket angekommen ist. In der Statusleiste stand: "Paket wurde abgelehnt".
Also erstmal den Kommilitonen angerufen, der meinte, das Paket wäre stark beschädigt angekommen und war teilweise aufgerissen an den Seiten! Deswegen habe er es nicht angenommen und lieber zurück gehen lassen.
Als das Paket wieder bei mir zu Hause an kam, bestätigte sich die Aussage meines Kommilitonen. Also erstmal bei Hermes anrufen und den Schaden melden. Ich habe dann den Bericht für Hermes ausgefüllt, Bilder von dem kaputten Receiver geschickt (siehe Bild, er geht auch nicht mehr an und man hört wie Elektroteile im Inneren herum fliegen) und habe meine Forderung formuliert, sie mögen mir doch bitte die 500 € Verkaufspreis ersetzen.
Eine Woche später kam die Absage per E-Mail, dass ich das Paket nicht richtig verpackt hätte und selber Schuld wäre. Sie weisen sämtliche Vorwürfe von sich und berufen sich auf ihre AGB. Dort steht nur, dass man das Paket Innen wie Außen ausreichend sichern muss. DAS HABE ICH GETAN!
Daraufhin habe ich bei der Hotline angerufen. Die Frau am Telefon habe gemeint, ich müsse nun schriftlich Einspruch erheben beim Kundenservice von Hermes. Das habe ich getan! Mal schauen, was dabei rauskommt.
Jedenfalls werde ich, wenn kein Zugeständnis von Hermes kommt, meinen Anwalt einschalten. Als normaler Kunde, ohne Jura-Studium, stößt man dann wohl an seine Grenzen.
Ich hoffe wirklich, dass es nicht soweit kommen muss und ein zufriedenstellendes Ergebnis heraus kommt.
Ich bin Student und hatte mit dem Geld vom Verkauf natürlich gerechnet. Der Verkaufspreis war übrigens 500 €!
Meine Forderung an Hermes Logistik Gruppe Deutschland:
Höchstsumme der Versicherung
Antwort auf die Beschwerde vom 08.02.2014
Hallo Herr Lang,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Wir bedauern, dass Sie mit unserem Service nicht zufrieden waren. Selbstverständlich möchten wir uns gerne um Ihr Anliegen kümmern. Bitte senden Sie uns dafür eine E-Mail mit dem Betreff "ReclaBox ID 73587" und teilen Sie uns die Sendungsnummer sowie Ihre vollständige Adresse inkl. Telefonnummer mit. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hermes Kundenservice
socialmedia@hermes-europe.de
kommentare und trackbacks 2
Wie kann man ernsthaft in dem Glauben sein, daß Zeitungspapier, egal ob jetzt als Bällchen oder zu Herzen geformt, auch nur in irgendeiner Art und Weise Schutz bietet? Da gibt es Dinge wie Schaummatten, Luftpoltster, Styroporplatten etc. Aber bissl Zeitungspapier allein reicht da nicht!
Btw: Der Anwalt arbeitet auch nicht für lau!
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist gelöst