Vor 3 Jahren habe ich einen Vertrag zur Stromlieferung mit Hitstrom abgeschlossen. Kurz danach – noch vor Lieferbeginn - habe ich den Wohnort gewechselt und Hitstrom per Email vorher davon informiert. Die Wohnung gehört mir noch, steht allerdings leer, Strom wird damit keiner verbraucht.
Da mir unter diesen Bedingungen 60€ monatlicher Abschlag zu viel waren, habe ich nach einiger Zeit mehrfach um einen niedrigeren Abschlag gebeten. Erst zu diesem Zeitpunkt ist mir aufgefallen, dass mir keine Schriftstücke, Verträge, Rechnungen oder Abrechnungen zugegangen sind. Nach mindestens 5 Emails in steigender Deutlichkeit ohne eine Änderung des abgebuchten Betrags habe ich – nach 2maliger Ankündigung - meine Abbuchungserlaubnis storniert. Aus den Antworten ist ersichtlich, dass diese Emails angekommen sind und auch die geänderte Absenderadresse registriert wurde.
Nachdem ich dann noch immer nichts gehört habe, habe ich mir im Internet eine Telefonnummer von Hitstrom gesucht. Trotz mehrerer Telefonate ließen sich weder das Problem klären noch eine Einigung finden. Bei einem Telefonat gab ein Kundenberater auch zu, dass gemerkt wurde, dass ein Teil der Emails - die Hitenergie offensichlich geschickt hatte - nicht ankamen. Es erfolgte aber kein Versuch, mit mir auf anderem Wege Kontakt aufzunehmen, obwohl aus meinen Emails deutlich hervorging, dass mich die Emails von Hitstrom nicht erreicht hatten.
Nach schriftlicher Kündigung stellt Hitstrom in der Endabrechnung meinem Guthaben aus den zu hohen Abbuchungen 5 Inkassoschreiben mit insgesamt 761€ – die ich nie gesehen habe – entgegen. Ein von mir angebotener Vergleich wurde abgelehnt.
Daraufhin habe ich mich an die Schiedsstelle in Berlin gewandt. Deren 1. Nachfrage wurde von Hitstrom dahingehend beantwortet, dass man sich mittlerweile an mich gewandt habe, was aber nicht der Fall war. Bei der 2. Nachfrage der Schiedsstelle kam die Aussage, man habe zwischenzeitlich ein Gerichtsverfahren eingeleitet – womit die Schiedsstelle nicht mehr tätig werden darf – ein netter Trick.
Seither sind viele Monate vergangen, ohne dass ich von Hitstrom etwas gehört habe – das bedeutet aber vermutlich nichts Gutes.
Ich kann von Hitstrom nur dringend abraten, wenn man nicht auch eine gepfefferte „Zusatzzahlung“ leisten will
Bestell-/Kundennummer: 722167
Meine Forderung an ExtraEnergie:
Schließung des Kontos und Ende der Geschäftsbeziehung
Antwort auf die Beschwerde vom 17.04.2014
Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme. Wir möchten uns vielmals für Ihre Unannehmlichkeiten entschuldigen.
Als kundenorientiertes Unternehmen bedauern wir Ihre Ausführungen sehr und möchten Ihnen gern anbieten, ein Prüfverfahren in unserer Fachabteilung für Sie einzuleiten. Damit einer unserer Experten bezüglich Ihrer Schilderungen recherchieren kann, bitten wir Sie, uns via E-Mail zu kontaktieren. Bitte schreiben Sie mit dem Betreff „Verbraucherforum“ an reclabox@hitenergie.de und geben Sie Ihre Vertragsnummer und den Link zu Ihrer ReclaBox Beschwerde an.
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und werden uns nach genauer Ursachenforschung umgehend bei Ihnen melden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre HitEnergie
kommentare und trackbacks 2
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Heute erhielt ich eine 30seitige Anklageschrift des Anwalts von HitEnergie, in der ausschließlich eine Nachforderung aufgelistet wird, aber mit keinem einzigen Wort auf den hier dargelegten Sachverhalt oder den bisherigen Schriftwechsel eingegangen wird - soweit zum bisherigen Erfolg der Beschwerde hier.