Wurde der Lüge bezichtigt

Ich bin vergangene Woche mit meiner 2 Jahre alten Tochter von Hamburg nach München gefolgen. Von vorangegangenen Flügen kannte ich den Baby-Gurt. Um diesen habe ich auch für diesen Flug gebeten, da meine Tochter zwar 2 Jahre alt ist, aber auch ein "Leichtgewicht".

Bei meinem Rückflug gestern wollte ich es ebenso machen und habe neuerlich um den Baby-Gurt gebeten. Die Stewardess verneinte mit dem Hinweis auf die Bestimmungen, nach denen ein Kind ab 2 Jahre keinen Baby-Gurt mehr verwenden darf. Auf meinen Hinweis, dass ich eine Woche vorher den Gurt bekommen habe, meinte die Mitarbeiterin wiederholend "die Bestimmungen". Nein, es wurde mir auch kein Kissen für meine Tochter angeboten, da sie auf ihrem Sitz mit dem Gurt ohnehin nicht gesichert war.

Soweit so gut, solange die Bestimmungen eingehalten sind, auch wenn man von sicher angegurtet nicht sprechen kann. Einige Minuten später kam eine weitere Stewardess und hat mich neuerlich gefragt, wie alte meine Tochter denn sei. Ich wiederholte das Gesagte, habe neuerlich hingewiesen, dass ich einen Baby-Gurt sicherer empfinden würde, da meine Tochter in ihrem eigenen Sitz mit dem Erwachsenen-Gurt bestimmt nicht sicherer sei. Die Mitarbeiterin von Air Berlin schnautze mich an und sagte, was sicher sei und was nicht, bestimmen immer noch sie. Und überhaupt, wie alt sei meine Tochter nochmal, weil sie haben in ihrer Liste ein Baby und kein Kleinkind.

Nun, an der Stelle fehlte mir dann jedes Verständnis des Zusammenhangs. Ich wiederholte neuerlich das Alter, dass ich entsprechend auch den Preis für den Flug für meine Tochter bezahlt habe, ich allerdings nicht weiß und es mir auch gelinde gesagt egal ist, was auf ihrer Liste steht. Die Mitarbeiterin meinte daraufhin - Original-Ton "ich glaube Ihnen nicht, dass Ihr Kind schon 2 Jahre alt ist". Das ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit! Unabhängig davon, dass sich mir die Logik nicht erschließt, wie die gute Frau auf diese Aussage kommt (1. wollte ich einen Baby-Gurt, den habe ich nicht bekommen, weil meine Tochter schon zu alt - wenn auch nicht zu schwer - ist; 2. habe ich den Kinder-Flugpreis bezahlt - was übrigens nur € 5,- weniger war als der Erwachsenenpreis), ist eine solche Unterstellung nicht hinnehmbar.

Die Mitarbeiterin verlangte von mir den Reisepass meiner Tochter, ging damit nach hinten, sie kam wieder und gab mir den Pass ohne jeglichen Kommentar zurück. Ich sagte, ich finde, dass ein freundliches Danke angemessen wäre, was von der Mitarbeiterin im weitergehen verneint wurde (sinngemäß: bei so einem Fluggast muss sie das nicht). Ein letztes Mal mußte ich mich von der Frau beim Verlassen des Fliegers unangemessen anreden lassen.

Ich bin entsetzt und sehr verärgert. Dass man als Fluggast mit Kind keinerlei besondere Aufmerksamkeit bekommt, wußte ich von vorhergehenden Flügen. Dass ich der Lüge bezichtigt werde und behandelt werde wie ein Betrüger ohne Entschuldigung für die falsche Unterstellung, ist wirklich ein starkes Stück. Ich werde diese Beschwerde auch bei Air Berlin deponieren - mit dem Namen der Mitarbeiterin und bleibe gespannt, wie die Fluglinie reagiert oder antwortet.

Meine Forderung an Air Berlin:

Entschuldigung und Wiedergutmachung

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Aus meiner Sicht noch nicht gelöst, weil nur Standard-Textbaustein-Antwort mit ". Erwartungen an Service. nicht erfüllt. tut und leid".
Schreibe nochmal an Geschäftsleitung