25.09.2011 | 09:18 Uhr · 2393 Views · von Vitali

Umzug7 (Berlin)

Kunde zweiter Wahl mit Groupon-Gutschein

Diese Horrorgeschichte fing an mit dem Kauf eines Groupon-Gutscheines für Umzugsunternehmen „Umzug7.de“ an.

Um Hintergrund für das Verhalten von „Umzug7“ zu erklären, muss man erwähnen, dass ein Unternehmen laut Groupon Praktik in der Regel mindestens 50 % Rabatt auf seine Leistungen anbieten muss. Und von dem von Kunden bezahlten Betrag kriegt das Unternehmen ca. die Hälfte, den Rest behält Groupon. Daraus folgt, dass das Unternehmen kaum Profit mit dem Verkauf von Groupon-Gutscheinen hat, oft sogar den Verlust, man betrachtet aber den Verkauf von Gutscheinen über Groupon als eine lukrative Werbung wegen der breiten Kundschaft von Groupon. Die meisten Unternehmen, die Groupon Gutscheine verkaufen, lassen die Gutscheine ohne Probleme einlösen und behandeln Groupon-Kunden nicht schlechter, als normal zahlende Kunden. Einige „schwarze Schafe“ dagegen behandeln Groupon-Kunden als Kunden zweiter Wahl oder versuchen mit verschiedenen Tricks (Gebühren, die in Gutschein Bedingungen nicht erwähnt wurden) „Normalpreis“ von Kunden zu holen. Offensichtlich war es der Fall bei Umzug7.

Apropos, ich habe sicherhaltshalber sogar zwei Gutscheine für Umzug bei Groupon gekauft, und mit dem ersten Gutschein hatte ich ebenfalls Probleme: als ich den Gutschein für easymover.eu einlösen wollte, hat man mir mitgeteilt, als ob easymover.eu nur ein Plattform für verschiedene Umzugsunternehmen ist, und Unternehmen, welches die Leistungen für den Gutschein erbringen sollte, existiert nicht mehr. Ich frage mich, warum wurden dann Gutscheine im Namen von easymover.eu angeboten, und nicht im Namen dieses Unternehmens? „Zum Glück, habe ich noch einen Gutschein für dem Umzug bei Umzug7“, dachte ich mir damals. Auf dem Gutschein wirbt Umzug7 mit dem Slogan „Weniger Stress und mehr geschafft“. Noch kein Unternehmen hat mir aber so viel Stress bereitet, als Umzug7!

Am 12. September habe ich bei Umzug7 angerufen, um den Termin für den Umzug für den 19. September zu reservieren. Der Termin war laut Umzug7 noch frei, ich wurde aber aufgefordert, meine Daten per e-Mail zu senden (das könnte ich vor Anfang an machen, aber in Gutscheinbedingungen stand es, dass man telefonische Reservierung vornehmen muss). Ich habe sofort eine e-Mail gesendet. Am 14. September habe ich erneut bei Umzug7 angerufen, weil ich noch keine Antwort auf meine e-Mail bekommen habe, und jetzt hieß es schon, dass es am 19. September keine freien mehr Termine gibt. Mir wurde Samstag, 24. September vorgeschlagen, was ich angenommen habe.

Ich habe Kostenvoranschlag per e-Mail bekommen und im Begleitbrief schrieb mir Umzug7, dass ich mich melden muss, wenn ich Änderungen wünsche. Dass ich mich melden muss, wenn ich mit dem Kostenvoranschlag einverstanden bin, war keine Rede (später wurde von Umzug7 behauptet, als ob ich per Fax den Kostenvoranschlag bestätigen sollte).

Hier ist der komplette Text der e-Mail:

„Sehr geehrter Herr XXX,

hiermit senden wir Ihnen den von gewünschten Kostenvoranschlag.

Sollten Sie Korrektur wünschen haben, dann bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

Wenn Sie sich anderweitig entscheiden sollten, dann würden wir uns freuen, wenn sie uns eine kurze Mail oder per Telefon benachrichtigen würden,

Wir würden uns freuen, wenn wir mir Ihnen zusammen arbeiten können.

Mit freundlichen Grüßen

Fr. XXX

Ihr Umzugsteam“

Ich war aber mit dem Kostenvoranschlag zu der Zeit einverstanden (weil ich wegen der schlampigen Rechnung zu der Zeit noch keine versteckte Gebühren bemerkt habe), und dachte, dass alles erledigt ist.

Da aber meine Erfahrung mit dem Umzug7 schon nicht sehr gut war (wegen des Scheiterns der ersten Reservierung für 19. September), hatte ich ein schlechtes Gefühl und wollte noch ein Tag vor dem geplanten Umzugstermin mir bestätigen lassen, ob alles in Ordnung ist. Ich habe also bei Umzug7 ein Tag vor dem Umzug angerufen, habe mein Name gesagt, und gesagt, dass ich meinen Termin für den 24 September, 12 Uhr bestätigen möchte. Man hat mir gesagt, dass alles in Ordnung ist.

Am Tag des Auszuges war um 12 Uhr keiner da. Nach einer halben Stunde des Wartens habe ich bei Umzug7 angerufen und man hat mir gesagt, dass der Umzugsteam sich wahrscheinlich verspätet. Nach zwei Stunden des Wartens habe ich erneut angerufen, es wurde mir versprochen, dass man mich zurück ruft. Als ich innerhalb einer Stunde keinen Zurückruf bekommen habe, habe ich erneut angerufen. Es war schon ca. 15.30. Jetzt hat man plötzlich behauptet, als ob mein Termin nicht für 12 Uhr, sondern für 15 Uhr geplant wurde. Man hat mir gesagt, dass man „Feierabend“ hat und ich muss mich direkt mit dem Umzugsteam in Verbindung setzen. Die Frau am Telefon schien nur für mich einen Feierabend zu haben, weil sie sich jedes Mal als „hier ist Umzug7“ vorgestellt hat, wenn man einen Feierabend hat, dann antwortet man entweder nicht über Diensttelefon oder nimmt Anrufe als Privatperson an, nicht im Namen des Unternehmens.

Als ich einen Mann aus dem Umzugsteam angerufen habe, hat er mir gesagt, dass er in 5 Minuten da ist. Nach einer Stunde, als er immer noch nicht da war, habe ich ihn noch einmal angerufen, und plötzlich hieß es, dass ihm keine Daten für meinen Umzug vorliegen, ich musste ihm meine Adresse geben, dabei hat er zuerst behauptet, als ob er samstags keine Umzüge macht, eine Minute später hat er behauptet, als ob er einen anderen Kunden hat, und kommt bei mir in einer Stunde vorbei, ich muss 120 Euro zahlen.

Ich habe die Frau, die nur für mich einen Feierabend hatte, zum vierten Mal angerufen, und gebeten habe, dem Man vom Umzugsteam zu sagen, dass ich schon mit dem Groupon Gutschein bezahlt habe. Und jetzt hat die Frau behauptet, dass ich überhaupt keinen Termin für 24. September habe, weil ich den Kostenvoranschlag nicht schriftlich bestätigt habe (am Tag davor hat sie den Termin bestätigt, am Tag des Umzugs hat sie zuerst den Termin um 12 Uhr nicht bestreitet und dann behauptet, als ob der Termin für 15 Uhr geplant wurde).

Und ich stellte heraus, dass ich die schlampige Rechnung nicht verstanden habe und muss 120 Euro noch zusätzlich zum Gutschein in Wert von 180 Euro zahlen. Ich habe einen 1-Mann Haushalt, keine Möbel ausgenommen einen Stuhl und mein letzter Umzug bei einem anderen Unternehmen für vergleichbare Entfernung (innerhalb Berliner S-Bahn-Ringes) und mit gleichen Bedingungen (3 Stunden, 2 Mann und LKW) hat mir 105 Euro gekostet. Ich dachte mir, dass 120 Euro der Normalpreis für den Umzug ist und von meinem Gutschein in Wert von 180 Euro gedeckt wird. Aus dem Gespräch mit der Frau habe ich aber erfahren, dass ich noch 120 Euro zusätzlich zum Gutschein zahlen muss. Sie hat mir „Wochenendzuschlag“ in Höhe von 75 Euro berechnet (obwohl laut Gutschein-Bedingungen nur Sonn- und Feiertage zuzahlungspflichtig sind), sowie An- und Abfahrt in Rechnung gestellt (obwohl in den Gutscheinbedingungen keine Rede davon ist, dass man Anfahrt und Abfahrt extra bezahlen muss).

Aufgrund der kleiner Menge des Umzugsgutes und kurzer Entfernung zwischen den Umzugsorten, sowie des Vorhandenseins des Fahrstuhles an beiden Umzugsorten bin ich mir sicher, dass mein Umzug inkl. Anfahrt und Abfahrt nicht mehr als drei Stunden dauert, warum muss ich dann Anfahrt und Abfahrt gesondert bezahlen, wenn dies in den Gutscheinbedingungen nicht erwähnt wurde?

Ich vermute, dass Umzug7 einfach einen Kunden an diesem Tag hatte, der mit „richtigem“ Geld gezahlt hat, und hat mich als Groupon-Kunde, der mit einem Gutschein zahlt, sitzen lassen. Umzug7 behandelt die Groupon-Kunden nicht nur als Kunden zweiter Wahl, sondern versucht, mit Tricks die Rechnung zu erhöhen, indem man die Leistungen in Rechnung stellt, die laut Gutscheinbedingungen kostenlos sind, wie „Wochenendzuschlag“ oder Kosten für An- und Abfahrt.

Wenn ich ein anderes Unternehmen mit dem Umzug beantrage, werde ich von Umzug7 einen Schadenersatz anfordern.

Meine Forderung

Schadenersatz im Fall der Nichterbringung von Leistungen, korrekte Rechnung ohne Tricks

Firmenantwort

13.10.2011 | 07:42 Uhr · Umzug7

unser Kundin XXX.

Hat ihr umzugstermin öffterem verschoben, da Sie keinen Mietvertrag für die Neue Wohnung hatte.

Um keine storno gebühren zu Zahlen, braucht mann wircklich kein aufstand zu machen.

wir wünschen ihr dennoch alles gutte für die Zuckunft.