05.11.2011 | 19:15 Uhr · 2534 Views · von ReclaBoxler-6326241

AOK Bayern - Die Gesundheitskasse (München)

"Mürbe machen" einer Mutter?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mit meinem Kind 2009 eine Mutter-Kind-Kur bekommen, die wir wegen Krankheit nach einer Woche abbrechen mussten. Nutzen der Kur: keiner!

2010 wurde vom Hausarzt eine neue Mu-Ki-Kur beantragt, denn es gab neue Umstände. Trennung vom Ehepartner, Burn-Out, Kind ständig krank, finanzielle Probleme etc.

Die Sachbearbeiter der AOK sagten, es gab 2009 eine Kur und eine neue ist nicht möglich und es müssten erst alle ambulanten Maßnahmen vor Ort ausgeschöpft werden. Kur wurde vom medizinischen Dienst abgelehnt. Ich tat, wie mir geheißen wurde und schöpfte alles aus. Einschließlich regelmäßiger psychologischer Gespräche.

2011 kamen mein Hausarzt, der HNO, ein Arzt für rehabilitative Medizin und mittlerweile auch der Kinderarzt (Kind ist nun nicht mehr begleitend, sondern Patient, Danke an die AOK MM) unabhängig zu der Auffassung, wir müssen auf eine Mu-Ki-Kur an die Ost- oder Nordsee, da die Ärzte sich sicher sind, dort werde Schlimmeres vermieden und wir gestärkt. Diese Kur wurde dann gemeinsam beantragt.

Antwort des Sachbearbeiters: Maßnahme nicht zielführend. Bei kurzem Einblick in meine Akte sah ich, dass der MDK für den Antrag 2011 eine Anmerkung zum Antrag 2010 machte. Der Widerspruch läuft und ich werde weiter hingehalten. Nun bis Ende Nov. 2011. Dann ist wieder ein Jahr herum.

Es fühlt sich an, als wäre es eine Taktik, Mütter mürbe zu machen. Der für uns zuständige Sachbearbeiter versuchte dann, mit einem in meinen Augen nicht ganz korrekten Schreiben mich aufzufordern, den Antrag sofort zurückzuziehen, da es ja irgendwann sowieso abgelehnt wird. Es stand nichts von einem Zwischenbescheid drauf, sondern nur eine Aufforderung, was ich als Frechheit empfand. Hätte ich mich dazu nicht beraten lassen, hätte ich davon ausgehen können, dies wäre etwas Wichtiges gewesen. So war es in meinen Augen nur ein Bluff, um meine Akte vom Tisch zu bekommen.

Wenn ich bei der AOK anrufe, werde ich als lästig empfunden und der Tonfall ist sehr barsch, selbst wenn ich höflich bin. Im letzten Telefonat war ich es dann auch nicht mehr, denn der Sachbearbeiter war so unhöflich, dass ich am Telefon weinend zusammenbrach.

Vier uns behandelnde Ärzte, die uns wirklich kennen, sind der Meinung, eine Mu-Ki-Kur ist zielführend. Der MDK, der uns nie gesehen hat, lehnt ab. Ich musste sogar für 50.- EUR, trotz großer finanzieller Probleme noch ein ärztl. Attest nachreichen, in dem der behandelnde Arzt ganz klar Stellung bezieht und klar sagt, diese Kur ist notwendig und zielführend.

Ich bitte Sie, diesen Fall zu prüfen und uns zu dem Recht zu verhelfen, dass auf der Webseite der AOK beworben wird und außerdem gesetzlich verankert wurde.

Wenn ich die verschiedenen Werbemaßnahmen der AOK sehe, große Plakatwände, riesige Anzeigen in versch. Zeitungen, Werbung zu einem Gewinn-Urlaub in der Warteschleife etc, dann frage ich mich, warum kein "finanzieller Spielraum" (Zitat Schreiben Sachbearbeiter) zur Verfügung steht, damit meinem Kind und mir endlich geholfen wird?

So viel Werbung, so viel Geld dafür. Dabei würde Mund-zu-Mund-Propaganda bei einer wirklich guten Leistung doch reichen, oder?

Bitte helfen Sie uns! Es sind bald zwei Jahre herum. Danke.

Meine Forderung

Stattgeben des Mu-Ki-Kurantrag noch im Jahr 2011!

Firmenantwort

09.11.2011 | 14:38 Uhr · AOK Bayern - Die Gesundheitska...

Guten Tag,

vielen Dank für diesen Eintrag in reclabox.com.

Das tut uns leid, dass Sie sich über uns geärgert haben. Wir setzen viel auf Familien und sind natürlich daran interessiert, den Vorgang aufzuklären und ggf hausintern nachzusteuern.

Dazu benötigen wir allerdings Name und Anschrift. Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn sich der Absender dieses Eintrages bei mir meldet, zum Beispiel unter internetservice@by.aok.de.

Freundliche Grüße
Armin Meinelt
AOK Bayern