08.10.2012 | 12:41 Uhr · 2513 Views · von P. Sch.

ExtraEnergie (Neuss)

Keine Anpassung der Abschlagszahlung

Ich habe in der Abrechnungsperiode vom 1.2.2011-31.01.2012 700 kwH weniger Strom verbraucht als in der Abrechnungsperiode davor. Seit dem 16.04.2012 (Erstellung der Jahresabrechnung und Mitteilung, dass die alte Abschlagshöhe trotz hohem Guthaben weitergezahlt werden muß) versuche ich nun, eine Anpassung meiner monatlichen Abschläge an meinen tatsächlichen Verbrauch zu erreichen. Ohne Erfolg.

Nachdem ich zuvor schon monatelang darum kämpfen mußte, um überhaupt eine Jahresabrechnung zu erhalten, nun auch noch ein monatelanger Kampf, um die Anpassung meiner Abschläge. 5 Monate erhielt ich überhaupt keine Reaktion, bzw. nur Standardantworten, wie: Ihr Anliegen wird an die entsprechende Fachabteilung weitergeleitet.

In diesen Monaten wurde mein Guthaben aus der JA mit der alten Abschlagshöhe verrechnet. Nachdem ich dem Unternehmen wohl doch durch meine ständigen Anrufe, emails, Faxe, Einschr/R lästig geworden bin kam dann am 17.09.2012 folgende haarstäubende Antwort, weshalb mein Stromabschlag (natürlich) nicht gesenkt werden kann:

bezugnehmend auf Ihre Anfrage zur Abschlagsanpassung möchten wir Ihnen folgendes mitteilen:
Da ein verminderter Verbrauch immer auch auf spezielle Begebenheiten zurückzuführen ist, überprüfen wir verschiedene Faktoren, die zu einem niedrigeren/höheren Verbrauch geführt haben können. Da sich beispielsweise die Temperatur auch auf den Stromverbrauch niederschlägt und der letzte Winter gerade zum Ende 2011 sehr mild war, lag der durchschnittliche Stromverbrauch deutlich unter dem in einem normalen Winter. Der Übergang vom Winter zum Frühling 2012 hingegen war/ist besonders kalt und wir registrieren einen überdurchschnittlich hohen Verbrauch unserer Kunden. Auf Basis dieser und weiterer Prognosen ist davon auszugehen, dass Ihr Verbrauch im nächsten Vertragsjahr um erheblich höher ausfallen wird als im letzten Vertragsjahr.
Aus diesem Grund werden wir Ihren Verbrauch als Basis der Abschlagsberechnung nicht senken.

Die Tatsache, dass mein aktueller Zählerstand eine ganz andere Sprache spricht, nämlich erneuter Minderverbrauch in der laufenden Abrechnungsperiode, scheint das Unternehmen zu ignorieren. Ich soll jetzt also für ungefähr 1000 kwH mehr Abschläge zahlen, als ich verbrauchen werde

Folglich habe ich nun meine Abschlagsanpassung selbst vorgenommen und werde nun auch nur noch diesen Betrag überweisen. Hier meint ein Unternehmen, sich zinslos durch seine Kunden finanzieren zu können. Eine sinnvolle Kommunikation ist leider auch nicht möglich.

Ich gehe davon aus, dass auch die Beschwerde hier nichts bringen wird. Gott sei Dank endet mein Vertrag zum 31.01.2013

Meine Forderung

Anpassung der Abschläge an meinen tatsächlichen Verbrauch

Firmenantwort

08.10.2012 | 13:04 Uhr · ExtraEnergie GmbH

Sehr geehrter Kunde,

vielen Dank für Ihren Eintrag.

Wahrscheinlich lag Ihr Jahresverbrauch unter dem Verbrauch den Sie uns bei Vertragsabschluss gemeldet hatten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Abschlagshöhe erst ab einer signifikanten Abweichung anpassen: Abweichungen über einen bestimmten Schwellenwert hinaus führen bei der Berechnung der neuen Abschlagshöhe zu Anpassungen nach unten. Liegt die Abweichung noch innerhalb des Toleranzbereiches, werden sie als Schwankungen bewertet, die sich im Folgejahr z. B. aufgrund von veränderten Wetterbedingungen oder individuellen Schwankungen pro Haushalt durchaus wieder in die andere Richtung entwickeln können. Wenn der Abschlag dann bereits gesenkt worden wäre, könnten evtl. hohe Nachzahlungen auf Sie zukommen.

Mit freundlichen Grüße

Ihre ExtraEnergie