Hallo,
ich bin 26 Jahre alt und habe einen 3 Monate alten Sohn. Vorher habe ich selbst in einem Unternehmen des öffentlichen Rechts voll gearbeitet und kenne mich mit der Bürokartie eigentlich aus. Dachte ich.
Direkt 2 Wochen nach der Geburt meines Sohnes habe ich den Elterngeldantrag an die zuständige Elterngeldstelle in Hamburg-Mitte geschickt. Grundsätzlich habe ich ab 10.06.15 Anspruch auf Elterngeld. Also dachte ich, ich hätte mich rechtzeitig darum gekümmert. Als ich nach 4 Wochen noch nichts gehört habe, obwohl ich meine Handynr. und E-Mailadresse angegeben habe, schickte ich eine Email an die Elterngestelle, da ich telefonisch nie durch kam. Am 10.06.2015 bekomme ich endlich Post. Angeblich haben Unterlagen gefehlt und daher kann der Antrag nicht weiter bearbeitet werden. Natürlich habe ich mich sofort darum gekümmert. Nur blöd, dass kurz darauf der Poststreik anfing. Also machte ich mich persönlich mit meinem Baby auf den Weg um die letzten Unterlagen wiederholt zu besorgen, da die Originale irgendwo bei der Post rumlagen. Am 03.07.2015 hat mein Lebensgefährte die Unterlagen für mich persönlich bei der Elterngeldstelle abgegeben. Wiederum habe ich 2 Wochen gewartet. Keine Antwort. Also bin ich nun persönlich zur Elterngestelle gefahren, da wiederholt ein telefonisches Durchkommen anscheind unmöglich ist. Dort hieß es dann, " die Bearbeitungszeit liegt momentan bei 8 Wochen". Ok von ende April gesehen, sollte ich doch dann bald Bescheid bekommen. Da sagte die Dame zu mir "nein, vom 03.07.2015 an gerechnet". Ich fragte sie erstaunt, wie ich denn meine ganzen Rechnungen bis dahin zahlen sollte. Sie meinte, es ist Urlaubszeit. Da können wir nichts machen. Kurz gesagt: ist nicht mein Problem.
Ich stehe dann also 3 Monate ohne Geld da. Gott sei Dank habe ich tolle Familie die hinter mir steht und mich unterstützt. Aber was machen bitte Frauen, junge frischgebackene Mütter, die diese Art von Unterstützung nicht haben?
Wie sollen Frauen ermutigt werden zu Familien, wenn alles schon am Anfang schief geht und man an Existenzängsten leiden muss!
Das man sowas schon von Arbeitsämter gehört hat ist mir schon klar, aber auch Elterngeldstellen? Ich bin entsetzt und sehr sauer über sowas. und sowas sollte auch mal öffentlich gemacht werden!
Mit freundlichem Gruß
Anne Haagen