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Antwort zu folgender Beschwerde

Am 13.11. gab ich an der Poststelle des REWE Markets einen Brief auf, ich hatte ursprünglich keine Absicht, etwas einzukaufen. Daher übersah ich, dass ich Tabletten der REWE Marke Doc Morris in der Jackentasche hatte. Nachdem ich den Brief aufgegeben hatte, holte ich mir aus dem Kühlregal schnell noch einen Liter Kakao. Beim Passieren der diversen Regale fielen mir die DocMorris Packungen ins Auge und schlagartig fiel mir ein, dass ich solche in meiner Tasche hatte. Ich erschrak und griff reflexartig danach, steckte sie dann in meine Innentasche.

Ich nahm den Kakao und ging zur Kasse. Es kam, wie es kommen musste - beim Verlassen des Kassenbereichs wurde ich von dem Detektiv aufgehalten und musste ihm ins Büro folgen, um die Tabletten zu bezahlen. Auch die Marktleiterin kam hinzu. Der Detektiv berichtete der Marktleiterin, ich hätte Käse und Tiefkühlprodukte gestohlen, und Tabletten. Ich erklärte und legte die Tabletten vor. Ich entschuldigte mich auch dafür, dass ich die Tabletten dabei gehabt hatte und war bereit, sie ein zweites Mal zu bezahlen. Beide aber redeten und schimpften auf mich ein, dass ich die übrige Ware herausgeben sollte. Ich zog schließlich die Regenjacke aus und ließ mich von der Marktleiterin durchsuchen. Also kein Käse und kein Tiefkühlprodukt gefunden wurde, meinte der Detektiv lapidar, dann hätte ich die Ware wohl wieder zurückgelegt (Anmerkung: ich war nicht in der Nähe von Käse oder Tiefkühlkost, ging direkt vom Kakao wieder zurück, es war also keine Zeit für irgendetwas)

Als ich die Tabletten wenige Tage zuvor bezahlte, hat mich eine sehr nette Mitarbeiterin an der Kasse gefragt, ob sie denn gut seien. Ich dachte nun, es bestünde eine gute Chance, dass sich die Mitarbeiterin erinnern würde und bat darum, dass sie gefragt würde, sie saß gerade wieder an der Kasse. Die Marktleiterin ignorierte meine Bitte, wechselte aber Blicke mit dem Detektiv.

Sie scannte die Tabletten ein und stellte fest, dass 5 auf Lager sein müssten. Dann nahm sie die Packung, um nachzählen zu gehen. Vorher fragte sie den Detektiv, ob sie mich mit ihm alleine lassen könne, offensichtlich hatte sie Angst, ich könnte ihn überwältigen (Kurze Beschreibung meinerseits: ich bin durchschnittliche Büroangestellte, über 50 Jahre alt, weder besonders schick noch ungepflegt. Und natürlich weiß ich, dass das Aussehen nichts damit zu tun hat, ob jemand stiehlt oder nicht)

Nach kurzer Zeit kam sie zurück, legte die Packung auf den Tisch und sagte wortwörtlich: "mit der sind es 3, also ist bewiesen, dass sie gestohlen hat" Ich empörte mich und sagte, dass hiermit gar nichts bewiesen sei, schließlich fehlen ihr ja schon 2 Packungen. Daraufhin die Marktleiterin: "Ich weiß ja nicht, wieviele Sie schon mitgehen haben lassen! "

Nach dieser Aussage und nachdem ich in der Zwischenzeit dreimal vergeblich darum gebeten hatte, dass man die Dame an der Kasse befragen solle, verweigerte ich jede weitere Auskunft. Bereits vorher hatte ich darum gebeten, die Polizei zuzuziehen, dies geschah aber erst jetzt, da ich erklärte, ich würde meine Personalien nur der Polizei bekanntgeben.

Wir warteten jetzt zu dritt auf die Polizei und in der Zwischenzeit fiel mir ein, dass ich am Vorabend 2 von den Tabletten geschluckt hatte. Ich wollte das den beiden nicht mitteilen, da ich Angst hatte, dass sie dann der Polizei gegenüber behaupten würden, ich hätte diese Tabletten vor ihren Augen geschluckt.

Die Polizei kam und hörte sich meine Erklärung unter vier Augen (vor der geschlossenen Bürotür zwischen Flaschenkisten und Kühlautomat) an. Der Polizist ging ins Büro, kam wieder und erklärte, dass die Packung unangetastet sei und nichts fehlte. Ich war erst geschockt, bat aber dann darum die restlichen Packungen zu durchsuchen, was anderes fiel mir nicht ein. Die Marktleiterin meinte, das sei zuviel Arbeit. Ich entgegnete, dass das ja keine Arbeit sein könne, schließlich seien lt. ihrer eigenen Auskunft nur mehr 2 Stück im Regal. Daraufhin lief die Marktleiterin im Laufschritt zu den Regalen. Ich bat die Polizistin mitzugehen und diese murmelte, dass ihr das komisch vorkomme und lief hinterher. Nach kurzer Zeit kamen die beiden zurück und siehe da - in einer Packung aus dem Regal fehlten 2 Tabletten.

Die Polizei meinte, dass Marktleiterin die Tabletten wahrscheinlich beim Nachzählen aus der Hand gelegt hatte. Ich widersprach dem nicht, aber ich glaube es auch nicht. Wenn nur 2 Packungen im Regal liegen, kann man das mit einem Blick erkennen und muss gar nichts aus der Hand legen. Ich glaube eher, dass die Marktleiterin gemerkt hat, dass die Packung schon angebrochen war und ihr Gesicht nicht verlieren oder ihren Fehler nicht eingestehen wollte.

Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, fragte der Polizist die Marktleiterin, ob sie mir nicht noch etwas sagen wolle. Es war offensichtlich, dass er an eine Entschuldigung dachte. Daraufhin die Marktleiterin: "Ja, Sie haben unbefristetes Hausverbot! " Darauf schwiegen alle, auch die Polizisten.

Zunächst verwundert mich, dass mich die Marktleiterin mit derartigem Hass - ich kann es nicht anders beschreiben - verfolgte. Ich wohne seit 4 Jahren in dieser Gegend und bin seit dieser Zeit Stammkunde in dem Markt. Noch nie habe ich auch nur daran gedacht, einen Ladendiebstahl zu begehen. Noch nie kam es zu Unfreundlichkeiten zwischen mir und einem der Angestellten. Im Gegenteil, einige kenne ich ja mittlerweile recht gut vom Sehen und wir halten regelmäßig kleine Schwätzchen. Bei einem Detektiv kann ich verstehen, dass er seine Quote erfüllen möchte, aber die Marktleiterin gegenüber ihren Stammkunden?

Die Polizei ging davon aus, dass der Staatsanwalt das Verfahren wahrscheinlich einstellen wird. Ehrlich gesagt, wäre mir fast lieber, es fände statt. Viele sagen mir, ich soll gegen die Marktleiterin Anzeige wegen falscher Anschuldigung erstellen. Auch weiß ich nicht, wo ich jetzt wegen des Hausverbots meine Post aufgeben soll - oder abholen, falls ich ein Einschreiben bekomme. Selbst wenn das Hausverbot aufgehoben wird, möchte ich diese Filiale nicht mehr betreten.

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