Seit mehreren Jahren bin ich Kunde bei ATU, kaufe dort Reifen, lasse sowohl Sommerräder als auch Winterräder einlagern und meine, dass bei Erkennung von möglichen Problemen, auch ein paar beratende Worte zum Reifenwechsel gehören. Den jeweiligen Reifeneinlagerungs- und Abholschein mit Bemerkungen zum Reifenzustand, bekommt man schließlich erst nach Zahlung zusammen mit der Rechnung. Bei diesjährigem Räderwechsel von Winter- auf Sommerräder las ich dann später zu Hause auf meinem Winterräder-Einlagerungsschein: "Reifen sind 10 Jahre alt - Erneuerung dringend empfohlen. "
Kurze Suche im Internet ergab, dass bereits 6 Jahre alte Reifen trotz ausreichender Profiltiefe als nicht sicherheitskonform gelten (reifentrends.de/reifenalter. html). Ich zitiere kurz: "Ein lagernder Reifen, der nicht oder sehr wenig in Benutzung ist … sollte nach 6 Jahren von einem fachkundigen Gutachter angesehen werden und dann durch einen neuen ersetzt werden. Das Sicherheitsrisiko ist andernfalls zu hoch, da der Reifen aufgrund des hohen Reifenalters nicht mehr optimal reagiert und sich nicht sicherheitskonform verhält. "
Heißt es, dass bei ATU keiner weiß, dass lagernde PKW-Reifen bereits nach 6 Jahren ersetzt werden sollen? Die wahrscheinlichste Alternative: Es ist den Leuten bei ATU einfach wurscht. Es bleibt auch dem Zufall überlassen, ob sich ein Monteur erbarmt in die für den Reifenzustand vorgesehene Zeile etwas zu bemerken oder nicht. An der Kasse wird dann seelenruhig Reifeneinlagerung Komfort von schrottreifen Reifen abkassiert, fertig. Es ist auch mehr als erstaunlich, dass durch Reifen-Service eines Kfz-Fachbetriebs es dreimal nacheinander zur Überschreitung von empfohlener Reifen-Nutzungsdauer kommen kann.
Meine nachfolgende E-Mail per ATU-Webseite wurde mit einer Zusicherung beantwortet, wie gern man mich persönlich gesprochen hätte und nach einer Entschuldigung für ein Fehlverhalten eines Mitarbeiters wurde mir versichert, dass meine Beschwerde zum Anlass genommen wird, Prozesse zu optimieren. Na ja, die aktuelle Entdeckung, dass die Lagerung von schrottreifen Reifen nicht unbedingt sinnvoll ist, ist sicher optimierungswert. Jedoch kein Wort über Optimierung meiner Zahlung von eindeutig unnötiger Einlagerung der schrottreifen Reifen. Auf meine weiteren zwei Antwortmails mit aktuellen Rufnummern hat dann ATU nicht mehr reagiert, obwohl man mich so gern persönlich gesprochen hätte.
Fazit: Durch Verschweigen von entscheidenden Tatsachen wurde ich zur Zahlung der Einlagerung von schrottreifen Reifen praktisch gezwungen. Offensichtlich ist ATU der Meinung, ich habe damit zufrieden zu sein, dass ich zur Optimierung der ATU Prozesse beitragen durfte. Es freut mich zwar, aber warum muss ich dafür noch die Lagerung schrottreifer Reifen zahlen? Damit bin ich also ziemlich unzufrieden. Schließlich habe ich den Beitrag zur Optimierung der Prozesse bei ATU unter Gefährdung meiner Sicherheit geleistet.