Sich Pakete an eine Packstation schicken zu lassen, klappte einige Zeit gut.
Nun wartete ich auf mehrere Sendungen. Alle waren an dieselbe Packstation adressiert. Zu meinem Erstaunen erhielt ich mehrere Meldungen, daß die Sendungen in verschiedenen Packstationen lägen. Nur in einer Sendungsmail stand dabei "umgeleitet". In den anderen Sendungsmails waren keine Begründungen angegeben. Davon abgesehen lagen die Packstationen völlig zerstreut und in mit ÖPNV teilweise schwer erreichbaren, abgelegenen, finsteren Ecken.
Die Pakete an diesen Orten einzusammeln, stellte eine zeitraubende, mühselige Tätigkeit dar - eine Zumutung für mich als Kunden.
Ich rief bei DHL an und beschwerte mich über diese Zumutung. Ein Herr, den ich aufgrund seiner Aussprache nur schwer verstand, verwies auf die AGB. Wenn Packstationen voll sind, werden Pakete an Packstationen im Umkreis von 3 km verteilt, war seine Aussage. Sendungen zurückleiten oder andere Alternativen gebe es nicht - und tschüss.
Da kann ich dann auch sagen "Und Tschüss! " - nämlich zu diesem schlecht ausgedachten Packstation-Modell, das den Begleiterscheinungen steigenden Sendungsaufkommens nicht mehr gerecht wird.
Es sollten bei defekten oder vollen Stationen alle Pakete einer Person zumindest an EINE alternative Empfängeradresse geliefert werden. So könnten die Kunden für den Fall voller Packstationen eine Ausweichadresse angeben (z. B. ein Postamt), die in einem Menü hinterlegt wird und die der Zusteller sieht, wenn er die Pakete des Kunden aufruft. So gelangen wenigstens alle zeitgleich laufenden Pakete eines Kunden an einen Abholort.
Es gibt eindeutig stark und schwach frequentierte Packstationen. Die DHL kann sich die Frequentierungsstärke durch Software anzeigen lassen und für "Ladenhüter" attraktivere Standorte aussuchen sowie stark frequentierte Stationen vergrößern. So verringert sich das Ausfallrisiko von Packstationen.
Falls DHL sich für Service-Ausbesserungen bei seinem Packstationen-Modell zu schade ist:
Bei Hermes kann man sich Pakete in Hermes-Paketshops eigener Wahl schicken lassen und dort abholen.
Es führen viele Wege nach Rom. Es muß nicht der kundenunfreundliche von DHL sein.