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Antwort zu folgender Beschwerde

Ich verbringe jeden Tag meine Mittagspause in einer kleinen Freiburger Parkanlage. Etwas abgelegen von den Hauptverkehrsadern kann man hier mal richtig durchatmen, Sauerstoff auftanken und für eine Stunde die Arbeit vergessen. Kurzum, ein Kleinod der Ruhe und Besinnlichkeit!

Seit aber die Zeugen Jehovas den Park als Territorium ihrer Missionsarbeit auserkoren haben, ist es mit Ruhe und Besinnlichkeit nicht mehr weit her.

Am Montag kamen mir zwei ältere Männer mit jeder Menge Tüten entgegen, von denen ich erst dachte, dass es sich um Obdachlose handelte. Ein Griff in eine der Tüten und schon hielt man mir den "Wachtturm" vor die Nase. Nein, danke!

Am Mittwoch begegnete ich im Park zwei jungen Frauen mit Kinderwagen (wahrscheinlich nur Tarnung). Dass ich mir gerade meine Lieblingsmusik vom iPod reingezogen habe, hat die überhaupt nicht interessiert. Ein professioneller Griff in den Kinderwagen, den "Wachtturm" herausgeholt und mir wieder vors Gesicht gehalten. Nein, danke, ich höre gerade Musik!

Am Freitag kam mir dann ein Mann um die 40 und eine junge Frau, kaum älter als 20, entgegen. Seltsames Paar, dachte ich noch, und wurde schon gleich darauf mit der Frage konfrontiert, ob ich meinen Weg zu Gott schon gefunden hätte. Wahrscheinlich wusste der Mann bereits im Voraus, dass ich überhaupt noch gar nicht auf eine solche Idee gekommen bin. So griff er ohne eine Antwort abzuwarten in seine Aktentasche und holte... na, was wohl, richtig, den "Wachtturm" hervor. "Wollen Sie mal etwas von uns lesen?" Nein, danke!

Es nervt einfach. Kann man nicht mal in Ruhe seine Mittagspause verbringen? Wenn sie irgendwelche armen Seelen mit ihrem "Wachtturm" beglücken wollen, gehen Sie zum Zähringer Tor oder zum Hauptbahnhof.

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