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Antwort zu folgender Beschwerde

Beim letzten Einkauf bei Aldi meinte die Kassiererin zu mir, ich solle die Wasserflaschen vom Band nehmen, obwohl diese direkt vor ihrer Nase auf dem Band standen und noch nicht gescannt waren. Ich sagte, ich nehme sie dann lieber von der anderen Seite. Darauf wurde sie ungehalten und fuhr mich an, die Flaschen hätte ich vom Band zu nehmen und beim nächsten mal hätte ich gefälligst einen Einkaufswagen zu nehmen (nur für die Wasserflaschen wohlgemerkt). Ich verbat mir ihren Ton, worauf sie unverschämt wurde und meinte sinngemäß, ich zu tun hätte, was sie sage. Ich hätte mir einen Wagen zu nehmen, wären sozusagen die Regeln bei Aldi. Und ich hatte in diesem Moment gegen die Regeln verstoßen. Ich kam mir vor, als würde jetzt eine Anklage drohen. Bei so viel Unverschämtheit weiß man kaum noch, was man sagen soll. Ich könne mich ja auch beschweren, meinte sie noch, das interessiere sie überhaupt nicht.

Aber ich denke, sie hat recht. Ich sollte das mal machen, ich werde mich in der Tat mal bei der Aldi Zentrale über die Behandlung von Kunden beschweren und beobachten, wie man dort darauf reagiert. Es ist nämlich interessant, mal zu erfahren, ob das Firmenpolitik ist, Kunden wie Befehlsempfänger und Bittsteller zu behandeln, oder ob dies nur die Einstellung und das Verhalten einer aggressiven und wenig sensiblen Mitarbeiterin ist. Ich werde demnächst wieder an dieser Stelle über die Antwort von Aldi berichten.

Generell muß ich sagen, daß ich mir bei solchen Vorfällen vorkomme, als seien Lebensmittel rationiert, wie kurz nach dem Krieg, als man froh sein konnte, wenn man überhaupt etwas bekam. Die heile Einkaufswelt hat in den letzten Jahren und Monaten Risse bekommen. Es ist ein rauherer Ton nicht zu überhören, aber Aldi sticht dabei besonders negativ heraus. Denn das war nicht die einzige unangenehme Begegnung mit Aldimitarbeitern.

Vor kurzem gab mir eine Kassiererin zu wenig Wechselgeld zurück. Nun wird man bei Aldi nach dem Bezahlen so schnell von der Kasse verdrängt, daß man kaum Möglichkeit hat, das Wechselgeld zu überprüfen. Als mir der Fehler auffiel, hatte ich das Geld aber noch in der Hand. Die Kassiererin meinte aber nur, sie könne mir nicht helfen, dann müßte ich das beim nächsten Mal sofort sagen. Ein anderes Mal meinte eine Kassiererin, ich solle mal schneller bezahlen und wenn ich es lustig fände den Verkehr aufzuhalten, solle ich woanders hingehen.

Man ist bei Aldi offensichtlich auf Kunden nicht mehr angewiesen und kann es sich leisten, diese wie Dreck zu behandeln. Ich sage aber, auch Aldi kann es spüren bekommen, wenn die Kunden verstehen, daß deren Praktiken inakzeptabel sind und nicht mehr dort einkaufen gehen. Aldi versucht zwar durch aggressive Preispolitik, ihre Konkurrenten vom Markt zu verdrängen und Alleinanbieter zu werden. Sollte das geschehen, werden sie die Kunden wahrscheinlich nur noch wie Vieh behandeln.

Einige Anbieter hat Aldi schon aus dem Markt gedrängt, aber heute gibt es noch Alternativen (Lidl, Penny, Rewe, Edeka, usw) und man sollte diese Angebote nutzen. Dies auch um zu verhindern, daß Aldi noch mehr Macht bekommt und uns Verbraucher eines Tages das Leben diktiert. Denn eins ist klar, sollte Aldi als Gewinner aus dem harten Preis- und Konkurrenzkampf auf dem Markt für Lebensmitteleinzelhandel hervorgehen, wird Aldi uns auch die Preise bestimmen und diese werden kräftig anziehen.

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