soeben habe ich eine Fahrkarte für meine nächste Reise per Telefon gekauft. Das Telefonat war, über die technischen Gebühren hinaus, kostenpflichtig, natürlich. Der Berater war kompetent und freundlich, dennoch lief der Kontakt für mich sehr ärgerlich:
ich wohne in Dänemark, in der Regel bringt mein Mann mir die gekauften Fahrkarten per Abholnummer aus Deutschland mit.
- dies ist nicht mehr möglich !!!
- meine Kreditkarte oder Bahncard kann ich meinem Mann nicht geben - ich brauche sie selbst
- Fahrkarten für Auslandsreisen kann ich nicht selber ausdrucken
- ich kann hier in Dänemark am Bahnhof zwar Fahrkarten für Reisen über die Grenze kaufen, und ich erhalte auch Bahncard-Ermässigung, aber es werden mir keinerlei Punkte gut geschrieben.
Bitte führen Sie die Möglichkeit der Abholung per Code am Automaten wieder ein, oder sorgen Sie bitte für die Möglichkeit, auch solche Fahrkarten (Grenzüberquerung, Nachtzugreise) selbst per Computer und Printer ausdrucken zu können.
Dies ist, erneut, eine Veränderung, die zu einer Verschlechterung meiner Konditionen führt.
Ich fahre seit Jahren mit der DB. Es gab viele Veränderungen, seit einiger Zeit jedoch im Wesentlichen Verschlechterungen: andauernde Verspätungen, Einführung verstecketer Zusatzkosten (s.oben), Erschwerung der Beschwerdemöglichkeiten; Schulung des Personals (!!!) zur effizienteren Abblockung der Kunden (auch heute hat man mir gesagt, auch diese Veränderung sei zum Nutzen des Kunden durchgeführt worden).
Es ist mir klar, dass der einzelne Angestellte sich an seine Vorgaben halten muss - das System entwickelt sich zynisch zu einem kundenfeindlichen Unternehmen. Eine Möglichkeit der direkten Rückkopplung gibt es nicht (die Zugbegleiter sind auf "freundliches Abwimmeln" (wenn man Glück hat) geschult.). Man kann sich gar nicht oft genug die Zeit nehmen, sich zu beschweren .... es liegt so viel vor, und mein Eindruck ist, die Bahn will das gar nicht wissen, und schon gar nicht verändern.
Warum muss immerzu die Schmerzgrenze der Kunden ausgetestet werden?