Am 04.09.2008 habe ich das Notebook MD 96970 von Medion in einer Aldi-Nord-Filiale erworben. Bereits am 08.09.2008 funktionierte der Fingerprintsensor nicht richtig. Daraufhin nahm ich via Email Kontakt mit dem Medion-Service auf, jedoch brachte die Hilfestellung des Mitarbeiters keine Besserung mit sich. Dieses Problem löste sich nach einigen Tagen allerdings selber, der Grund ist mir nicht bekannt.
Am 21.06.2009 sah ich mich gezwungen, erneut den Medion-Service zu kontaktieren, dieses Mal per Telefon. Ich schilderte dem Mitarbeiter, dass das Notebook sowohl bei normaler Auslastung als auch im Ruhezustand sehr heiß wurde und das Netzteil piepte.
Diese Beschwerde wurde zunächst abgewiegelt – mir wurde unterstellt, ich würde mich anstellen und dass das Notebook gar nicht heiß werden könne. Es würde sich im Falle einer Überhitzung immer selbst ausschalten. Eine absolute Frechheit seitens des Mitarbeiters, wie ich finde.
Erst als mein Lebensgefährte (Informatiker) abermals mit einem Mitarbeiter am anderen Ende der kostenpflichtigen Hotline telefonierte, willigte man ein, einen Retourenschein zu senden um das Notebook zu untersuchen und ggf. zu reparieren. Nach einigen Tagen bekam ich das Notebook zurück, es funktionierte auch wieder alles einwandfrei – bis zum Mai dieses Jahres.
Um den 14.05.2010 musste ich leider feststellen, dass das Notebook nicht mehr komplett aufklappbar war; bei einem Aufklappwinkel größer gleich 90° schaltete sich das Notebook unverzüglich aus.
So sprach mein Partner abermals mit einem Mitarbeiter der Medion-Servicehotline und schilderte das Problem. Das Notebook musste wieder eingeschickt werden, der Retourenschein wurde dieses Mal per Post geschickt, obwohl er zuvor auch per Email bei uns einging. Dies verzögerte den ganzen Vorgang erheblich.
Nachdem das Notebook wieder bei uns einging, testete ich, ob der Fehler behoben war – ja, das war er. Allerdings stellte ich kurze Zeit später fest, dass sich das Notebook nun beim Zuklappen bei ca. 45° sofort ausschaltete. Somit war ich gezwungen, noch einmal die Medion-Kundenhotline anzurufen – und das Ganze bei 0,14 EUR/Min! Ohne Probleme nahm der Service-Mitarbeiter den Reparaturantrag entgegen und sendete mir den Retourenschein per Email zu.
Wieder vergingen einige Tage, bis das Notebook am 19.06.2010 bei mir einging. Es wurde die Tastatur gewechselt, das Problem des Ausschaltens beim Zuklappen besteht allerdings immer noch, jedoch schon bei einem Winkel von 75° . Der Reparaturversuch scheiterte demnach erneut.
Am 20.06.2010 rief mein Partner wieder bei der Medion-Hotline an und schilderte erneut das Problem. Es wurde noch ein Retourenschein geschickt, mit dem das Notebook zum dritten Mal eingeschickt werden muss – einen Vorort-Service bietet Medion für Notebooks ja nicht an (bei PCs ist bzw. war es einmal anders). Außerdem informierte ich Medion sowie Aldi darüber, dass ich vom Kaufvertrag zurücktreten werde, falls dieser Versuch wieder einmal scheitern sollte. Schließlich war ich meinen Pflichten nachgekommen und hatte im Jahr 2008 den kompletten Kaufpreis von 699,00 € gezahlt.
Am 30.06. erhielt ich eine Email von Medion, in der sich für den schlechten Service entschuldigt wurde. Desweiteren bot man mir an, das Gerät auszutauschen - das kommt für mich nicht in Frage, da die Tauschgeräte NICHT dieselben Merkmale haben wie mein Notebook, oder aber zurückzukaufen. Dabei würde mir dann aber den Nutzungszeitraum von 18 Monaten geldlich abziehen. Von meinen gezahlten 699 € sollte ich somit nur noch 419,40 € bekommen und weil ich soviel Ärger mit dem Notebook hatte - größzügigerweise - 550,00 €.
Da mir dies sehr spanisch vorkam, informierte ich mich über meine Rechtsschutzversicherung über die Rechtsmäßigkeit dieser Aussage. Dort wurde mir mitgeteilt - Juristen beraten die Kunden dort, dass dies 2008 von dem EuGH geändert worden war und dem Kunden in einem solchen Fall kein Geld abgezogen werden darf. Damit war zumindest der Punkt für mich erst einmal erledigt.
Einige Tage später erhielt ich dann das Notebook zurück. Um nicht voreilig Entwarnung an Medion zu geben, testete ich das Notebook einige Zeit. Schon bald wurde das Netzteil sehr heiß und gab ab und zu Pieptöne von sich. Kurz darauf tat sich gar nichts mehr. Ich überprüfte es an mehreren Steckdosen -nichts. Das Netzteil ist defekt. Zudem hatte ich das Gefühl, dass das Notebook in der Nähe des Monitors wärmer wurde als anzunehmen.
Mein Partner telefonierte also abermals mit der Medion AG und erklärte, dass es nun schon wieder Probleme mit dem Notebook bzw Netzteil gab, ich dies nicht mehr dulde und somit vom Kaufvertrag zurücktreten werde und den vollen Kaufpreis erstattet bekommen möchte, da Medion die Pflichten des Kaufvertrags nicht erfüllen kann. Dies wurde augenblicklich von der Mitarbeiterin abgewiegelt.
Ich rief also nochmals bei meiner Rechtsschutzversicherung an und las dem Jurist am anderen Ende der Leitung die Email von Medion vor. Er blieb bei seiner Meinung, Medion darf mir kein Geld abziehen und bezog sich abermals auf das Urteil des EuGH. Mit großer Wut im Bauch kontaktierte ich die Mitarbeiterin von Medion.
Sie äußerte sich meiner Meinung nach vollkommen arrogant und von oben herab über den Fall. Stellte mich als Kunden quasi dumm dar und machte dann auch noch meinen Anwalt nieder, als ich ihr gegenüber nochmal das Urteil des EuGH ansprach. "Ein guter Anwalt weiß, dass das nicht so ist."
Außerdem behauptete sie allen Ernstes, dass es vollkommen legitim sei, mir nicht den vollen Kaufpreis zu erstatten, weil sie das Gerät schließlich umtauschen würden - kurze Anmerkung: Das war niemals von mir gewünscht!
Ich fragte sie, ob sie allen Ernstes behaupten würde, dass ich als Verbraucher, der seinen Teil des Kaufvertrages erfüllt hatte, auch noch Geld dafür bezahlen müsse, weil Medion es nicht hinbekommt, seinen Teil des Vertrages zu erfüllen. "Ja!" Um den vollen Kaufpreis erstattet zu bekommen, muss man ihrer Meinung nach also das Gerät zu Hause auspacken und sofort einen Defekt feststellen.
Eine absolute Frechheit! Dies schürte meine Wut nur noch mehr. Und dazu noch diese arrogante Art. Sie sagte mir dann noch "Wir haben auch eine Rechtsabteilung, wenn Sie das so wollen, dann gebe ich den Fall an die Rechtsabteilung und wir hören uns über den Rechtsanwalt." Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass sie nicht einmal wusste, was in der Email stand.
In meinem Beruf habe ich auch Kundenverkehr und es sind sicher nicht nur nette oder einfache Kunden darunter, aber so wie Medion geht man mit seinen Kunden nicht um! Zuletzt habe ich mich direkt an die Aldi Filiale gewandt, in der ich das Notebook 2008 gekauft habe. Der Vertreter der Filialleitung teilte mir mit, dass sie nach vier Wochen nichts mehr mit dem Kauf zu tun hätten und sie als Vetragspartner nicht mehr verantwortlich seien, sondern Medion. Dennoch sagte er mir, dass er meinen Fall an den Bezirksleiter o. ä. weiterleiten würde.
Dieser meldete sich eine Woche später und sagte, dass die 550,00 € vollkommen gerechtfertigt seien und er sich so wie so über eine so hohe Erstattung gewundert hätte. Seit mindestens mehr als zwei Monaten (alle Zeiträume des Defekts inklusive Reparatur) kann ich das Notebook nicht mehr benutzen, da es andauernd wieder eingeschickt werden muss.
So einen schlechten Service habe ich noch nie erlebt. Nie wieder Medion!