Ich gehöre auch zu den TelDaFax Beschädigten. Obwohl die Beschwerden ziemlich ähnlich sind, beschreibe ich kurz mein Problem: um vier Monate verspätete Jahresabrechnung, ein Guthaben von 626,50 mit dem Vermerk, dieses mit den künftigen Abschlägen zu verrechnen - zinslos versteht sich. Da ich keine Bank und auch kein Wohltätigkeitsverein bin, habe ich via Einschreiben mit Rückschein eine Auszahlung gefordert - keine Reaktion.
Stattdessen ein Schreiben, die Zahlungsweise auf Dauerauftrag - mit der vollen Rate - umzustellen, sehr witzig, das habe ich längst getan, weil TelDaFax auch schon mal ganz gerne zwei Mal in einem Monat abgebucht hat, frei nach dem Motto: man kanns ja mal versuchen, vielleicht merkts der Kunde nicht - also Entzug der Lastschrift!
Jetzt komme ich zum eigentlichen Punkt, der Schadensbegrenzung (funktioniert leider nur bei "Monatszahlern", die Strom beziehen):
Ich gehe davon aus, dass TelDaFax insolvent ist, wir die Stromkunden sind als Gläubiger nachrangig, zu gut deutsch, wir werden zu 99% keine Regulierung (Geld) bekommen.
Ich habe meinen Dauerauftrag auf obligatorisch 1€ geändert, mit dem Verwendungszweck "Abschlagskürzung wegen fehlender Rückerstattung meines Guthabens" in der Hoffnung, dass TelDaFax nicht sofort "krachen geht" und ich durch den Bezug der Sachleistung mein Guthaben verringern kann.
Das ist eigentlich genau das, was ich NICHT wollte, aber immer noch besser als den Strom in normalen Raten weiter zu bezahlen und trotzdem keine Rückerstattung zu bekommen, setzt natürlich voraus, dass man TelDaFax die Genehmigung zum Lastschriftverfahren entzieht, durch Einschreiben mit Rückschein UND Fax (der Briefumschlag könnte leer gewesen sein. und ein Fax auch rechtlich bindend).
Dann hat man den doppelten und 3-fachen Boden, der bei dem Verein nötig ist! Die Ratenzahlung komplett einzustellen, ist nicht machbar, dann ist man vertragsbrüchig = Mahnverfahren und/oder Kündigung = wieder keinen Strom+ keine Rückerstattung.
Ist TelDaFax erst im Inso-Verfahren, gibts weder Strom noch Geld und die regionalen Grundversorger erleben einen (vorübergehenden) Aufschwung ihres Daseins.