Bedauerlicherweise musste ich meinen Stromauftrag bei TelDaFax stornieren bzw. stornieren lassen. Mein aktueller Stromanbieter "Flexstrom" teilte mir am 30.11.2010 mit, dass TelDaFax die Kündigung nach dem 5.11.2010 zugestellt hatte und somit die Kündigung nicht fristgemäß einging, daher muss ich ein weiteres Jahr bei Flexstrom Kunde bleiben.
Vorausgegangen war dem, dass ich den Wechselprozess Mitte 10/2010 über das Verbraucherportal "Verivox" veranlasst habe. Dort kann man anklicken, ob man selber seinen aktuellen Stromvertrag kündigt oder ob der neue Stromanbieter die Kündigung veranlassen soll.
Ich hatte angeklickt, der neue Stromanbieter möge das tun. Drei Wochen existierten bis zum Kündigungstermin. Das war keine gute Idee, wie sich nachfolgend herausstellen sollte.
Ich hatte daraufhin mit der TelDaFax Hotline Kontakt aufgenommen (30.11.2010; ca. 7:50 Uhr). Mir wurde mitgeteilt, dass jeder Stromanbieter, zu dem gewechselt wird, eine 14tägige Widerspruchsfrist einhalten muss.
Man könne sich die Angelegenheit nur so erklären, dass mit Einhalten der Widerspruchsfrist der Termin für die rechtzeitige Kündigung überschritten wurde, und mein aktueller Stromanbieter daher die Kündigung nicht anerkennt - da diese, bei Einhaltung besagter Frist, nicht fristgerecht zugestellt wurde.
Ich habe die TelDaFax Rechnung laut Kontoauszug in Höhe von 640 Euro am 18.11.2010 an TelDaFax überwiesen, sowie am 24.11.2010 noch einmal weitere 200 Euro Sonderabschlag, insgesamt also 840 Euro für das Jahr 2011.
Am 2.12.2010 erhielt ich von TelDaFax eine Stornobestätigung. Gut, dachte ich mir, bis Ende 12/2010 werde ich mein Geld wohl wieder haben. Doch so sollte es nicht sein. Am 17.12.2010 habe ich nachgefragt, bei der Hotline. Info: Das Geld ginge "demnächst" auf meinem Konto ein. Tatsächlich ging am 28.12.2010 dann zumindest der Sonderabschlag (200 Euro) ein.
Am 29.12.2010 nochmal Nachfrage bei der Hotline, mit der üblichen Antwort: "demnächst". Am 18.1.2011 und 26.1.2011 weitere Nachfragen, zwischenzeitlich noch ein Brief und ein Fax mit Faxprotokoll, es hilft alles nichts, über den Status "demnächst" komme ich nicht hinaus.
Heute, am 26.1.2011, sah es sogar ganz schlecht aus. Die Rückzahlung sei noch nicht einmal im Computersystem vermerkt - und das, obwohl ich am 14.1.2011 einen Brief von TelDaFax erhielt, in dem man den Storno nochmal bestätigte, aber auch in diesem Brief wurden keinerlei Aussagen zum Rückerstattungstermin gemacht.
Zumindest kann ich belegen, dass meine Aussagen stimmen. Das ich allerdings selbst zwei Monate nach dieser Aktion noch immer nicht als Auszahlung im System stehe, lässt nichts Gutes erahnen. Ich wollte 2012 Kunde werden bei TelDaFax, aber offenkundig legt TelDaFax auf neue Kunden keinen Wert. Da wird einerseits viel Geld für Neukundenwerbung ausgegeben, aber die Kunden, die schon ankündigen, dass sie Kunden werden wollen, werden behandelt, wie man Kunden einfach nicht behandelt. So, wie ich in diversen Portalen lese, werden Mahnbescheide ohne Begründung zurückgewiesen, d. h. so wie es aussieht, wird mir der Weg zum Anwalt nicht erspart bleiben.
Also, mit dem Sparen ist das so eine Sache. Ich bin vom Stromanbieterwechsel inzwischen nicht mehr überzeugt. Geht was schief, wie in meinem Fall und man muss einen Anwalt hinzuziehen, dann ist der "Spareffekt" schnell zum Teufel und man stellt fest, dass einen der Wechsel letztlich mehr Geld und Zeit kostet, als ich beim hiesigen lokalen Stromanbieter Vattenfall je gezahlt hätte.
Firmen wie TelDaFax nutzen die Anonymität der Hotline, um Kunden kalt zu stellen. Die Hotline selber ist freundlich, kann aber letztlich keine verbindlichen Aussagen treffen. Somit geht der Nutzeffekt inhaltlich über ein belangloses Gespräch z. B. mit dem Hausmeister übers Wetter, nicht hinaus.
Was bei TelDaFax extrem schnell und gut funktioniert: Die Rechnungslegung und Geldeintreibung, das Hinhalten über Monate, eine ausgefeilte Zermürbungstaktik, das nicht beantworten, oder wenn, dann nur das belanglose Beantworten von Post ohne verbindliche Aussagen, die Einbehaltung von Geld als zinsloses Darlehen und letztlich die begründungsfreie Ablehnung von Mahnbescheiden, die einen zwingen, zum Anwalt zu gehen. Ich kann nur sagen: Der Wechsel kostet Zeit, Nerven, Geld und bringt nichts.