Als Student an der Viadrina in Frankfurt (Oder) bin ich auf den täglichen Verkehr der Regionalbahn von Berlin nach Frankfurt angewiesen. Hierfür zahle ich einen stattlichen Semesterbeitrag.
Ich möchte in diesem Zusammenhang gar nicht erst von "reibungslosem" Verkehr sprechen. Pünktlichkeit - oder ferner - Verspätungen unter fünf Minuten sind ein Luxus, den man von einem Quasi-Monopolisten mit Gewinnen weit im drei stelligen Millionenbereich augenscheinlich nicht erwarten kann.
Stattdessen bekommt man eine reichhaltige Palette ausgefallener Entschuldigungen und fadenscheiniger Rechtfertigungen, welche eher persönliche Belustigung als Verständnis hervorrufen.
Mittlerweile bin ich jedoch geneigt, über derartige Unzuverlässigkeit hinwegzusehen und bei wichtigen Ereignissen einfach einen Zug früher zu fahren. Immerhin hat der Tag ja 24 Stunden.
Der eigentliche Gegenstand meiner Beschwerde ist jedoch ein anderer, nämlich die unverfrorene und dreiste Reaktion auf eine Entschuldigung meinerseits. Nicht dass ich mein Ticket nicht bezahlt, oder es gar vergessen hätte. Nein!
Aufgrund des Wechsels vom Bachelor- zum Masterstudium und eines damit einhergehenden, verwaltungstechnischen Schwebezustandes konnte mein Studentenausweis (welcher automatisch neu bedruckt wird) noch nicht aktualisiert werden. Das Semesterticket war allerdings längst bezahlt. Einen Nachweis darüber führte ich in Form eines kopierten Kontoauszuges bei mir.
Als ich kontrolliert wurde, erklärte ich der offensichtlich reservierten Kontrolleurin meine Situation. Ich zeigte ihr den Nachweis meiner Zahlung, erntete jedoch nur feindseliges Missverständnis und die Androhung 40 Euro wegen Schwarzfahrens zu bezahlen. Ich fühlte mich in dieser Situation so bloßgestellt und ungerecht behandelt, dass ich mich genötigt sah zu reagieren.
Ich kann nur hoffen, dass meine Beschwerde Früchte trägt. Im Vorfeld bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit.
Mit freundlichen Grüßen