Am vergangenen Samstag (29. 5. 2011) abends suchte ich im Gemüseregal ein Stück Staudensellerie (Bleichsellerie). Die Ware ist normalerweise in einem Plastikbeutel mit Aufdruck verpackt.
Im Regal waren noch etwa 15 Stück, die durch die Verpackung alle gleich ausgesehen haben. Ich wählte eins davon und ging zur Kasse. Die Ware wurde lt. Preisangabe von € 1,99 auf € 1,49 verbilligt, was im Kaufland üblich ist; Obst und Gemüse werden am Samstagabend kurz vor dem Geschäftsschluss herabgesetzt.
Zu Hause stellte ich nach dem Auspacken fest, dass es sich keineswegs um essbares Gemüse handelt, sondern um abgeschnittenes Grün von einer Sellerieknolle. Die Blätter können insbesondere in der italienischen Küche sparsam zum Würzen von Suppen oder Saucen verwendet werden. Als eigenständiges Gemüse - und als ein solches wurde die Ware angeboten und auch gekauft - sind Stängel und Blätter ungeeignet und ungenießbar. Sie taugen nur für den Kompost und werden normalerweise beim Verkauf von Sellerieknollen abgeschnitten und entsorgt.
Meine Beschwerde an die zuständige Stelle von Kaufland blieb bis heute unbeantwortet. Nach meiner Meinung handelt es sich um Betrug am Kunden, denn ein Gemüseverkäufer muss den Unterschied erkennen. Entweder ist die Filiale einem unehrlichen Lieferanten aufgesessen, oder es wurde mit Absicht versucht, den Gewinn auf Kosten des Kunden zu steigern.
Wenn der Vorgang Schule macht, kann man bald Putenbrust für Kalbsfilet, Gammelfleisch für eingelegtes Grillgut u. ä. ausgeben und sich am ahnungslosen Kunden bereichern.