Ich besitze seit Juni 2009 einen Businessanschluss von Vodafone für mein Nebengewerbe, welches seit nunmehr fast einem Jahr ruht. Den Vertragsablauf zum 15.06.2011 habe ich im April zum Anlass genommen, Tarife zu vergleichen.
Da ich den Anschluss gewerblich nicht mehr nutze, habe ich am Vodafone am 13.04.2011 angeschrieben und angefragt, ob es möglich wäre, meinen Tarif in einen Endkundentarif zu übernehmen. Für den Fall, dass dies nicht möglich sei, erklärte ich schon mal hilfsweise die Kündigung fristgerecht zum 15.06.2011.
Es folgten nun diverse Schriftwechsel. Vodafone könne meinen Vertrag nur dann ändern, wenn ich einen Nachweis erbringe, dass ich den Anschluss nicht mehr gewerblich nutze. Hierzu solle ich eine Gewerbeabmeldung übersenden. Da ich nicht beabsichtige, mein Gewerbe abzumelden, nur um aus einem Telekommunikationsvertrag entlassen zu werden, lehnte ich ab und berief mich auf meine hilfsweise am 13.04.2011 ausgesprochene Kündigung.
Es folgte wieder ein Brief, in welchem nochmals bekräftigt wurde, dass eine Vertragsänderung nur bei Gewerbeabmeldung möglich sei. Ansonsten sei man mir bei der Portierung meiner Rufnummern zu einem anderen Anbieter gerne behilflich. Ich müsse den neuen Anbieter mit der Übernahme der Rufnummern beauftragen.
Gesagt, getan, habe ich ein entsprechendes Festnetz/DSL-Paket bei 1& 1 beauftragt. Bis zum 08.06.2011 habe ich von keinem der involvierten Firmen etwas zum Status meines Auftrags gehört, bis mir 1&1 eben an jenem Tag mitteilte, dass ich vertraglich noch bis zum 15.06.2012 gebunden sei und eine Anschaltung vor diesem Termin nicht möglich ist.
Ein Telefonat mit der Vodafone-Hotline verlief sehr ambivalent. Zunächst versprach mir eine Mitarbeiterin einen Rückruf von der Vertragsabteilung. Dieser erfolgte wenig später. Die Mitarbeiterin versuchte mir zunächst mitzuteilen, dass ich nicht fristgrecht gekündigt hätte. Dies konnte ich abwehren, indem ich massiv widersprach und auf meine Kündigung vom 14.04.2011 verwies. Daraufhin bestätigte sie mir am Telefon, dass dies richtig sei und sie meinem Kundendatensatz einen Vermerk beifügen würde, der mich zur fristlosen Kündigung berechtigen würde. Ich müsse nun nur bei 1& 1 eine Terminverschiebung nach vorne (also in die nächsten Wochen hinein) beauftragen, dann würde alles seinen Gang gehen.
1&1 teilte mir sodann mit, dass ich eine Kündigungsbestätigung einsenden solle, da ohne dieses Dokument eine erneute Anfrage bei Vodafone nicht möglich wäre. Also forderte ich dies bei Vodafone an. Am 15.06.2011 erhielt ich diese dann auch. Bestätigt wurde mir die Kündigung zum 14.06.2012! Erbost rief ich einmal mehr bei Vodafone an und verlangte die Übersendung einer korrigierten Kündigungsbestätigung. Diese ging mir am 17.06.2011 zu. Nun war schon gar kein Datum, zu welchem mein Kündigung effektiv wäre, enthalten. Ich habe dennoch diese "Bestätigung" zu 1& 1 zur Prüfung gesandt. Die Antwort von 1& 1 war knapp: "Damit können wir nichts anfangen. Bitte lassen Sie sich eine richtige Bestätigung zukommen."
Am 17.06.2011 habe ich dann nochmals eine Mail geschrieben, Frist auf Montag für eine Antwort gesetzt und es tut sich einfach nichts. Ich fühle mich von Vodafone komplett veralbert und behindert.
Ich fordere die sofortige Übersendung einer ordentlichen Kündigungsbestätigung. Vodafone habe ich mit Schreiben vom 17.06.2011 mitgeteilt, dass ich im Falle, dass nicht klar ist, welcher Termin nun bestätigt werden soll, von meinem mir von der Fachabteilungsmitarbeiterin vermerkten Recht zur fristlosen Kündigung Gebrauch mache und damit zum 15.07.2011 fristlos kündige.
Nachdem ich über die letzten zwölf Jahre insgesamt zehn Jahre Kunde von Vodafone war und als Multiplikator einige Neukunden gebracht habe, fände ich auch eine Entschuldigung angebracht.