Ich habe am 23.10.2009 im Vodafone-Shop im Homburg/ Saar einen DSL-und Festnetz-Vertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag sollte die ersten zwölf Monate 19,95 Euro und danach 29,95 Euro kosten. Bis der Anschluss von der Telekom gelegt wurde, sollte ich über einen USB-Stick, der direkt an den Laptop geschlossen wurde, per UMTS ins Internet gehen.
Nach der Freischaltung des Anschlusses bekam ich von Vodafone die entsprechende DSL-Easy Box, in die ich laut Aussage der Verkäuferin den USB-Stick einstecken sollte.
Im Februar 2010 bemerkte ich auf meinem Kontoauszug, dass sowohl ein Betrag von 19,95 Euro sowie ein Betrag von 29,95 Euro von meinem Konto abgebucht worden waren. Nach Prüfung der vorherigen Kontoauszüge stellte ich fest, dass bereits ab Dezember 2009 monatlich 29,95 Euro von meinem Konto abgebucht worden waren. Dieser Betrag war für mich nicht nachvollziehbar.
Daraufhin begab ich in den Vodafone-Shop, in dem ich den Vertrag abgeschlossen hatte und schilderte den Vorgang. Der dortige Ansprechpartner Herr S. rief in meiner Anwesenheit bei der Vodafone-Hotline an, dort konnte man jedoch keine Auskunft geben bzw. nicht nachvollziehen, warum zwei verschiedene Abbuchungen stattfänden.
Man sagte mir, dass man sich darum kümmern würde, den Grund für die doppelten Abbuchungen zu finden und zu beheben. Meine Vermutung, dass es mit dem USB-Stick zu tun haben könnte, wurde ausgeschlossen.
Nach zwei Monaten und weiteren Abbuchungen fragte ich erneut nach, ob man den Grund dafür gefunden habe. Wieder wurde mir gesagt, dass man nicht wisse, woran es liegt. Einige Tage später rief die damalige Verkäuferin bei mir an und sagte, dass der USB-Stick wohl noch aktiv sei und ich diesen aus der weißen Box entfernen sollte. Auch nach der Entfernung des USB-Sticks wurden monatlich 29,95 Euro von meinem Konto abgebucht.
Auf erneute Nachfrage sagte man mir, dass man sich nicht erklären könne, woran es liegt, man sich aber weiter darum kümmern würde. Die Suche nach dem Grund dauerte mittlerweile fast ein Jahr.
Anfang dieses Jahres begab ich mich schließlich erneut in den Vodafone-Shop, um nachzuhören, ob man denn endlich eine Lösung gefunden habe.
Im Vodafone-Shop wurde mir zunächst mitgeteilt, dass das Team, bei dem ich den entsprechenden Vertrag abgeschlossen hatte, nicht mehr Mitarbeiter von Vodafone wären und somit nicht mehr als Ansprechpartner zu verfügen stünden. Also musste ich den kompletten Vorgang an die Mitarbeiter des neuen Teams schildern, welche anhand der von mir mitgebrachten Unterlagen (bei Vodafone war zu diesem Vorgang nämlich nichts bekannt), überraschenderweise sofort den Fehler finden konnte: Es waren, ohne dass ich darüber informiert wurde, zwei Verträge abgeschlossen worden.
Zum einen, den von mir beabsichtigten DSL- u. Festnetz-Vertrag sowie ein Vertrag über einen Internet-USB-Stick (welcher, wie mir gesagt wurde, ja nur zur Überbrückung dienen sollte, bis der Festnetzanschluss von Seiten der Telekom freigeschaltet wurde). Davon, dass dies ein eigenständiger Vertrag sei, war zu keiner Zeit die Rede.
Wie während der Beratung durch das neue Vodafone-Team festgestellt wurde, war im Vertrag des USB-Sticks ein Fehler bzgl. des Geburtsdatums aufgetreten, weswegen in der Vodafone-Datenbank zwei verschiedene Kundenkonten existierten und der Fehler bei der Rechnungserstellung nicht direkt ersichtlich war.
Auf die Frage, inwieweit mir nun geholfen werden könnte, musste ich mir zunächst anhören, dass man da wohl nicht viel machen könnte. Nach länger Diskussion wurde mir immerhin angeboten zu versuchen, einen der beiden Verträge vorzeitig zu kündigen. In dieser Hinsicht wäre Vodafone recht kulant, da es sich ja um einen Fehler des alten Vodafone Teams handeln würde.
Wie aus den Aussagen der Mitarbeiter zu entnehmen war, war das nicht der einzige Fehler, der dem alten Team unterlaufen ist. Dies sei schließlich auch der Grund dafür, dass das alte Team ersetzt wurde. Ob ich jedoch das von mir zu viel bezahlte Geld zurückerstattet bekommen würde, konnte man mir nicht sagen, jedoch würde man sich auch darum bemühen, da die Ursache ja ebenfalls der Fehler des alten Teams sei.
Nach weiteren vier Wochen und mehren Besuchen im Laden war zumindest die vorzeitige Kündigung des USB-Vertrages mit Datum 12. April 2011 möglich. Bezüglich der Rückerstattung des Geldes könnte man mir zu Zeit noch nicht mehr sagen, als dass versucht wird, mir eine Gutschrift zu ermöglichen. Man versprach dran zu bleiben und mich telefonisch zu benachrichtigen, sobald eine Entscheidung von Vodafone getroffen wäre.
Auf die Frage, ob das alte Team dafür nicht zur (finanziellen) Verantwortung herangezogen werden könnte, wurde mir gesagt, dass dies nicht möglich sei, weil die alte Teambesetzung nicht mehr Mitarbeiter von Vodafone wären und somit kein Zugriff auf die Personen mehr möglich ist.
Durch Zufall wurde ich in unmittelbarer Nähe des Vodafone-Shops auf einem zweiten Vodafone-Laden in Homburg aufmerksam, in dem ich das alte Team (u. a. Herr S.) antraf. Auf Nachfrage, wie das sein könnte, sagte man mir, dass man zwar nicht mehr zu Vodafone gehört, aber weiterhin Verträge für Vodafone verkauft und Kunden betreut. In meinem Fall könne man (das alte Team) mir jedoch nicht weiterhelfen, weil man nicht mehr über meine Kundendaten verfüge.
Nachdem ich mehrere Wochen nichts von Vodafone gehört hatte, fragte ich persönlich nach, wie der Stand der Dinge sei.
Ich wurde ein weiteres Mal mit dem Hinweis, dass man wäre bemüht, einen finanziellen Ausgleich zu erreichen, vertröstet. Mit einer Zurückerstattung des kompletten Betrages sollte ich jedoch nicht rechnen.
Erneut wurde versprochen, sich telefonisch zu melden, sobald eine Entscheidung von Seiten der Vodafone-Verantwortlichen getroffen würde.
Da mittlerweile erneut mehrere Wochen vergangen waren, ohne dass von Vodafone diesbezüglich Kontakt zu mir aufgenommen worden war, begab ich mich erneut in den Laden, um nachzufragen, ob eine Entscheidung gefallen war. Dort wurde mir schließlich mitgeteilt, dass keine Rückerstattung des Geldes erfolgen würde.
Nach Überprüfung meinerseits habe ich durch den fälschlichen zweiten Vertrag einen Betrag von 492, 36 Euro zu viel an Vodafone bezahlt. Obwohl zugegeben wurde, dass es sich bei dem Vertragsabschluss um einen Fehler der Vodafone-Mitarbeiter gehandelt habe, ist Vodafone nicht zu einen finanziellen Ausgleich bereit.
Nach dieser Sache möchte ich natürlich auf keinen Fall weiterhin Vodafone-Kunde bleiben, weswegen ich die beiden noch laufenden Verträge (Handy und 1x DSL-und Festnetz) zum Ende der Mindestvertragslaufzeit gekündigt habe. Das Kündigungsschreiben beinhaltete die Formulierung „zum nächstmöglichen Zeitpunkt". Da beide Verträge eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten haben, wären die Kündigungen somit für Oktober gültig geworden.
Bezüglich des Handyvertrages bekam ich eine SMS, dass die Kündigung zum 21.10.2011 wirksam wird. Für DSL-und Festnetz bekam ich einen Brief, in dem stand, dass ich ab dem 29.07.2011 die entsprechenden Leistungen nicht mehr in Anspruch nehmen könne.
Da dies für mich unverständlich war, begab ich mich zunächst in den Vodafone-Shop, wo mir jedoch nicht weiter geholfen werden konnte. Daraufhin rief ich bei der Kundenhotline an. Dort konnte man mir auch nicht erklären, warum der Vertrag schon vor Ablauf der Mindestlaufzeit gekündigt wurde, schließlich sei das im Normalfall nicht möglich. Man vermutete, dass dies aus Kulanz geschehen sein könnte.
Mit dieser Auskunft gab ich mich zunächst zufrieden, da mein Ziel schließlich ist, meine Verträge mit Vodafone so schnell wie möglich zu beenden. Nun bekam ich jedoch am 01.08.2011 eine weitere SMS von Vodafone mit der Information, dass der „Vodafone-Vorteil" für mich entfällt, da ich eins der vorausgesetzten Produkte nicht mehr habe. Dies bedeutet konkret, dass ich dadurch, dass ich nur noch einen aktuell laufenden (Handy-) Vertrag bei Vodafone habe, bis zum Ende der Vertragslaufzeit nun monatlich 8 Euro mehr bezahlen müsste.
An sich verständlich. Da der zweite Vertrag jedoch ohne dass dies von meiner Seite beabsichtigt war, vorzeitig gekündigt wurde, wollte ich mich damit nicht zufrieden geben. Daraufhin rief ich ein weiteres Mal bei der Kundenhotline an. Ich schilderte der Dame am Telefon den Sachverhalt, woraufhin diese mir Recht gab. Auch sie versuchte einen Grund zu finden, warum der DSL-Vertrag bereits nach 21 Monaten statt erst zum Ende der Mindestvertragslaufzeit gekündigt wurde. Schließlich gab sie an, dass es sich dabei um einen Fehler des Mitarbeiters gehandelt hätte.
Auf die Frage, wie man in dem Fall nun weiter verbleiben könnte, bot sie mir nach längerer Beratung mit einer weiteren Person als Ausgleich für die 8 Euro, die ich nun bis zum Vertragsende monatlich mehr bezahlen müsste, eine Gutschrift über einmalig 30 Euro an. Mit diesem Vorschlag wäre ich einverstanden gewesen, wenn mir nicht im nächsten Satz eröffnet worden wäre, dass ich für die vorzeitige Kündigung des DSL- und Festnetz-Vertrages noch einen Betrag von 29,95 Euro bezahlen müsste.
Erneut darauf hingewiesen, dass die vorzeitige Kündigung von mir nicht beabsichtigt war, wurde mir bestätigt, dass das zwar richtig wäre, ich den Betrag jedoch trotzdem bezahlen müsste.
Nach längerem Hin und Her wurde ich schließlich vor die „Wahl" gestellt, ob ich die einmalige Gutschrift von 30 Euro auf meine Handyrechnung angerechnet oder die 29,95 Euro für die vorzeitige Kündigung erlassen bekommen will. Oder keine Gutschrift und 29,95 Euro bezahlen möchte.