Ich bin Kunde bei 1 und 1 und definitiv kein König.
Von Anbeginn hatte ich immer wieder kleinere Leistungsausfälle zu verzeichnen. Mal war für ein paar Minuten die Komplettleistung weg mal für 1-2 Stunden. Das war nicht schön, aber damit konnte ich noch irgendwie umgehen. Zumal es zwischendurch immer längere Phasen von einigen Wochen gab, in denen alles prima lief mit der Leistung und somit auch mit der Nutzung als Endverbraucher.
Seit nunmehr 6 Wochen traten erneut starke Leistungsausfälle auf. Immer wieder klappte die Leitung zusammen. Dies bei jedem Telefonat. Nach einigen Minuten stabilisierte sich die Leitung jedoch immer wieder. Aber dieser Ablauf war nun tägliches Programm. Nachdem ich mir dieses Technische Schauspiel ca. 3 oder 4 Wochen ansah, rief ich am 19.09. in der technischen Abteilung des Anbieters an.
Der Mitarbeiter war sehr freundlich und nachdem ich ihm den Ablauf der vorangegangen nicht störungsfreien Wochen geschildert hatte, prüfte er von dort aus die Leitung. Und teilte mir mit, das bei mir nicht genügend Saft ankäme. Daraufhin wollte er von dort aus ein neues Update auf meine Surf & Phone Box spielen. Das tat er dann auch, denn ich konnte sehen, das die Box an der richtigen Stelle anfing zu blinken.
Kurz darauf stand die Leitung wieder, ich war heilfroh, doch diese Freude war nur eine Momentaufnahme, denn nach etwa 3 Stunden brach die Leitung wieder zusammen.
Ab diesem Zeitpunkt war gar nichts mehr möglich. Egal wo ich anrief, nach 83 Sekunden brach die Leitung regelmäßig wieder zusammen. Freunde, Familie, Kollegen konnten mich gar nicht erreichen. Es ging noch nicht einmal ein Ruf raus.
Als ich dann am 4.10. feststellte, das die Leitung heute einen guten Tag hatte, schaffte ich es endlich ohne Zusammenbruch der Leitung ein weiteres Telefonat mit dem technischen Support zu führen. Als ich nochmals mein Problem schilderte und auch für diesen Herrn sichtbar war, das in meiner Leitung nicht genug Saft ankommt und ich aus seinen Worten auch entnehmen konnte, das er diesen Leistungsverlauf auf seinem Computer oder wo auch immer sogar rückläufig entnehmen konnte, liess ich mich sogleich zur Rechnungsabteilung weiterverbinden, um meinen Wunsch nach einer Gutschrift zu verkünden.
Was ich dann hörte, machte mich wirklich fassungslos. Die nette Frau B. teilte mir mit, das ich erst nach 48 Stunden einen Anspruch auf eine Entstörgarantie hätte. Das 1& 1 schon in ihren AGBs darlegt, das sie 48 Stunden beanspruchen, um wiederherzustellen, ist mir geläufig. Schliesslich kann ich ja lesen. Aber damit ist man nicht immer im Vorteil, wie sich dann herausstellte.
Denn nun machte Frau B. mir klar, das ich ja quasi eben erst die Störung gemeldet habe. Ich fiel fast hintenüber. Denn meine erste Störungsmeldung lag ja nun gute 3 Wochen zurück. Sie setzte mich in Kenntnis darüber das derr Kollege R. vom 19.09. keine Störungsmeldung weitergegeben habe, da ich mich ja auch nach diesem Telefonat nicht mehr gemeldet hatte, war man davon ausgegangen, das die Leitung wieder funktionierte. AHA. Leider war es mir nicht möglich anzurufen, da ich nicht genug Saft hatte. Und nun, liebe Frau B? An dieser Stelle riet sie mir, das ich ja von meinem Handy aus noch mal Meldung hätte erstatten können. Bei den Preisen fällt mir das gar nicht ein. Frau B. wies mich darauf hin, das ich mir diverse Telefonkosten hätte zurück erstatten lassen können. (Etliche Erfahrungsberichte anderer Kunden verweisen hier auf eine extrem lange Rückerstattungsdauer mit einigen Monaten Laufzeit).
Meine Frage an Frau B. war nun, ob ich für die Ausführung der Arbeitsweise des Herrn R. aus der technischen Abteilung verantwortlich bin und im Vorhinein wissen müsse, das der Mitarbeiter meine Störungsanzeige nicht als Störung aufnimmt? Und muss ich als Kunde wissen, das nach so einem Telefonat vom selbigen Mitarbeiter nach einem kurzen Zeitraum nicht noch mal von selbst nachgeschaut wird, ob die Leitung funktioniert? Nee. Muss ich nicht wissen. Da ich ja einen Vertrag mit einem Dienstleister habe, ist das für mich als Kunde selbstverständlich, das eben dieses eigenständige Nachsehen nach einer erfolgten Fehlermeldung Routine ist. So ist aber 1 & 1 nicht gestrickt, wie ich aus den Worten Frau B. `s entnehmen musste. "Da sind wir von 1& 1 auf ihre Mitarbeit als Kundin angewiesen. " AHA. Sie haben ja meine Kontonummer. Vielleicht überweisen Sie mir mal einen netten Betrag für meine Mitarbeit, die durch meine Anrufe doch erbracht wurde. Oder nicht? Leider konnte mir Frau B. auch keine guten Tipps geben, wie ich meine weitere "Mitarbeit" ohne leistungsfähige Telefon und Internetleitung hätte vollbringen können. Das Gespräch mit Frau B. war für die Katz. Und die Gutschrift sollte man in Bettelschrift umbenennen. Zumindest bei diesem Anbieter.
Noch etwa 2 Stunden bis zum Ablauf der Wiederherstellungsfrist. Seit 46 Stunden hat es 1& 1 nicht geschafft, mich auf meinem Handy anzurufen und mir den Bearbeitungsstatus mitzuteilen. Der Anruf ist denen wohl zu teuer? An dieser stelle hätte ich jetzt gern einen Smiley gepostet. Doch fehlt es mir dazu momentan an Humor.
Meine Telefonleitung ist toter als tot. Skurriler weise war das direkt nach dem Telefonat mit Frau B. so. Wenigstens konnte ich vorher immerhin für saftige 83 Sekunden mit der Aussenwelt Kontakt aufnehmen. Gestern hab ich versucht hier bei mir zu hause anzurufen. Leitung tot. Kein Bild, kein Ton.
Da hab ich mich doch gleich darangesetzt und für 1 & 1 ein Stoßgebet gen Himmel zu senden, indem es hieß: Bitte liebe Schöpfung gib 1& 1 die Idee für ein funktionierendes Gesamtkonzept an die Hand. Und sorge vorerst dafür, das der gesamte Vorstand dieses Saftladens für mindestens 8 Wochen privat nicht telefonieren kann.
Apropos privat. Da kommt mir gleichwohl der Gedanke an all jene Selbstständige, die mit dem Unternehmen 1& 1 auch ein Techtelmechtel haben und gefangen sind. Wenn ich an den Umsatzausfall und nachfolgend die Kundenverärgerung denke, die sowas ja automatisch nach sich zieht, frage ich mich: Zahlt 1& 1 da so eine Art Schmerzensgeld für die Geschädigten, die Ihr Telefon zum Arbeiten, Geldverdienen und ihren Kundenservice brauchen?
Ach, da ist er wieder. mein Humor!
Ich stell mir die Umsatzeinbußen gerade in Scheinen vor und stelle fest, das ich mir davon ohne bescheiden zu sein, mehrere Inseln, schnelle Autos und noch ein paar Häuser kaufen könnte.
Da spricht man von Kundenzufriedenheit und hochprozentigem Kundenservice und das schlimme an diesen leeren Versprechungen ist, das ich mit meiner monatlichen Zahlung (auch für nicht erbrachte Leistungen) so einen derartigen Werbedünnschiß mitfinanziere!
So 1& 1. ich ernenne Dich zum Saftladen Nummer 1. Das ist doch mal ein authentischer Slogan für Deinen nächsten Werbespot.