Wir haben Ende Dezember 2010 bei Segmüller in Weiterstadt eine Küche für ca. 11.000 EUR gekauft. Die Beratung erschien uns im ersten Moment kompetent, aber im Nachhinein muss man sagen: "Eine einzige Katastrophe!"
Beim Liefertermin waren wir sehr frei, da die bestehende alte Küche keine Wiederverwendung finden sollte und die komplette Küche von uns saniert werden sollte. Wände, Elektrik, Fliesen, alles neu, wurde auch dem Verkäufer so mitgeteilt. Wir wurden bei Segmüller beraten und haben am nächsten Tag den Kaufvertrag unterschrieben.
Es kam ein Mitarbeiter zum Aufmessen, dann hieß es warten. Es vergingen mehrere Wochen, bis wir endlich die Pläne für die Anschlüsse bekommen haben. Die Zeit wurde langsam knapp, da noch alles mit den Handwerkern geklärt werden musste. Bei den Plänen war eine Artikelliste, in der jede einzelne Schraube aufgelistet war. Aufgrund der Komplexität der Liste haben wir nur die Anzahl der Schränke kontrollieren können, eine Detailprüfung war uns nicht möglich.
Obwohl wir mehrfach mit dem Verkäufer telefoniert haben, wegen minimaler Ergänzungen (Schubladeneinsätze etc.), kam von Segmüller zu keiner Zeit der Hinweis, dass bei der einen Seite der in U-Form geplanten Küche um 10 cm die Schänke verkürzt wurden. Diese fatale Änderung hat man einfach, ohne uns zu informieren (telefonisch oder schriftlich), vorgenommen.
Es ist uns erst wenige Tage vor dem tatsächlichen Aufbau aufgefallen, als wir eine letzte Kontrolle der einzelnen Anschlüsse für die Geräte vorgenommen haben. Wir haben sofort telefonisch reklamiert, denn in unserer sehr kleinen Küche ist uns tatsächlich jeder cm wichtig. Wir stießen auf großes Unverständnis, nach einigen Telefonaten und unzähligen Erklärungen, wurde beschlossen, die Schränke nur um 5 cm zu kürzen, die ursprünglich geplante Breite wäre aber auch zu stellen gewesen. Die 10 cm Kürzung wäre aufgrund eines Fehlers beim Aufmessen oder bei Übertragen der Aufmessinformationen entstanden. Nur nach massivem Druck war Segmüller bereit, uns die Differenz für die schmaleren Schränke zu erstatten.
Der Aufbau lief nach anfänglichen Diskussionen mit den Schreinern recht gut. Es gab natürlich eine Lücke, weil der eine Schrank zu schmal angeliefert wurde. An drei Fronten waren Beschädigungen, die wir am nächsten Tag reklamierten. Dann fiel uns die mangelhafte Leistung der Neff-Abzugshaube und das pfeifende Geräusch des Neff-Kühlschranks auf.
Wir warteten auf den fehlenden Schrank und die fehlerfreien Türen, immer wieder Nachfragen bei Segmüller, von selbst passiert gar nichts. Die Türen kamen, waren falsch und wurden wieder reklamiert. Monteure kamen und testeten die Abzugshaube mit einem Blatt Papier, wenn das oben kleben bleiben würde, dann wäre die Abzugshaube in Ordnung. Das konnten wir so nicht akzeptieren, da die Haube nicht ansatzweise die Leistung erbringtm, die sie laut Hersteller erbringen müsste. Der Lösungsansatz von Segmüller war dann, dass wir eine neue Kernbohnung vornehmen lassen müssen. Hätten wir gerne vorher gemacht, allerdings bevor die Küche komplett saniert wurde und die Möbel standen, da diese Kernbohrgeräte (Nassbohrverfahren) eine Menge Dreck verursachen.
Wir haben dann uns bei einem anderen Unternehmen Hilfe gesucht, der befand die von Segmüller angeschlossen Rohre für zu klein. Mit diesen 100er Flachkanälen kann die Abzugshaube keine Leistung bringen, egal wie groß die Kernbohrung ist. Mit diesem Wissen haben wir wieder Segmüller kontaktiert, großes Erstaunen am anderen Ende.
Im August haben wir eine Frist von drei Wochen für das Tauschen der falschen Rohre gesetzt, nach acht Wochen noch immer nichts. Der Stand ist unverändert, Segmüller meldet sich nicht von selbst, ignoriert alle Fristen. Wir haben unzählige Stunden damit verbracht, die Mängel zu benennen, haben uns mehrfach frei nehmen müssen, für die unfachgerechten Nachbesserungen. Das hochfrequente Pfeifen des Kühlschranks wurde von dem Neff-Kundendienst mit den Worten erklärt: "Das steht so in der Gebrauchsanleitung, das kann bei den neuen Geräten ohne FCKW vorkommen". Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir sicherlich gründlich recherchiert, bei welchen Herstellern diese Lärmbelästigung nicht auftritt.
Jetzt haben wir wieder zwei Termine für die Fehlerbehebung bekommen, aber erst nach einer sehr nachdrücklichen E-Mail mit der Androhung juristischer Schritte.
An dieser Stelle herzlichen Dank für die nicht fachkompetente Beratung, das ungenaue, nachlässige Ausarbeiten unserer Pläne, die mangelnde Kompetenz bei der Behebung und die Nachlässigkeit, uns nicht zu informieren. Wir hätten uns viel Zeit, Arbeit und letztendlich auch Geld sparen können.