Bei uns liegt der Fall genau anders herum. Teldafax bekommt noch Geld von mir - allerdings nicht in der geforderten Höhe.
Im Januar 2008 wurden wir Stromkunde von Teldafax. Bereits nach der zweiten monatlichen Abschlagszahlung gab es Probleme, weil Teldafax Geld abbuchen ließ, welches nicht nachvollziehbar war. Ich ließ den entsprechenden Betrag zurück buchen und forderte von Teldafax per E-Mail eine Erklärung für die außerplanmäßige Buchung. Keine Reaktion. Stadtessen bekam ich eine Mahnung über die Abschlagskosten - die waren aber bezahlt. Im nächsten Monat buchte die Firma beide Beträge wieder ab, diesmal auf einmal. Prompt ließ ich diese Buchung wieder stornieren und überwies nur den vereinbarten Abschlagsbetrag mit entsprechender Mail an Teldafax.
Ich glaube, es war im Juli, da kam das überwiesene Geld wieder von meiner Bank zurück - Konto erloschen. Ich rief im Callcenter an und da teilte mir mit, dass sich die Kontonummer aufgrund einer Umstrukturierung geändert hatte. Ich würde das demnächst schriftlich erhalten.
Ein paar Tage später bekam ich von der Teldafax einen Brief mit der Information, dass sich die Kontonummer geändert hatte. Ich tätigte also eine Überweisung für die Abschläge Juli und August auf das neue Konto. Mitte August kam dann eine Kündigung von Teldafax mit der Begründung, ich hätte meine Abschläge nicht bezahlt. Ein weiteres Telefonat mit dem Callcenter war wenig aufschlussreich ("auch wenn das so stimmt, wie Sie sagen, die Kündigung ist trotzdem wirksam").
Nach diversen Internetrecherchen war ich im Nachhinein über diese Kündigung durchaus froh, gab zum genannten Zeitpunkt (30.09.2008) sowohl bei Teldafax, als auch bei meinem neuen Stromanbieter den Zählerstand durch und wartete auf die Schlussabrechnung.
Die kam prompt und war natürlich falsch. Die 200 Euro Kaution waren nicht verrechnet und die Abschlagszahlungen von Juli und August fehlten gänzlich. Zudem stimmte der abgerechnete Strom nicht mit dem Zählerstand überein. Teldafax hatte 1600 Euro gefordert, 800 hätten sie bekommen müssen. Aus Angst aufgrund der inzwischen öffentlich bekannten Probleme mit Teldafax verweigerte ich zunächst jegliche Zahlung, da ich befürchtete, später ein eventuell zu viel bezahltes Geld nicht mehr wieder zu bekommen.
Stattdessen ging auch bei mir das Theater um eine korrekte Abrechnung los. Ständig kamen Mahnungen, meine Bitte um eine korrekte Abrechnung wurde nicht erfüllt. Ich schickte sämtliche Nachweise (Kontoauszüge, etc.) per Einschreiben hin und wartete.
Dann hörte ich gar nichts mehr. Keine Abrechnung, keine Mahnung, gar nichts kam. Bis letzten Samstag. Ich erhielt von der Creditreform einen Brief, dass ich der Teldafax 2800 Euro schulden würde und ich solle das Geld doch bitte umgehend auf das Konto des Insolvenzverwalters bezahlen. Gleichzeitig lag noch ein Gläubiger-Antragsschreiben in Bezug auf die Insolvenz bei. Eine genaue Aufstellung, woraus sich die Forderung zusammen setzt, ist nicht angegeben. Lediglich der Vermerk "gemäß der Ihnen bereits zugegangenen Abschlussrechnung" - die belief sich aber auf 1600 Euro. Wo kommt den nun der Rest her?
Was soll ich jetzt machen? Soll ich den netten Herrn Bähr um eine korrekte Abrechnung bitten? Soll ich warten, bis ein Mahnbescheid kommt, um diesem dann zu widersprechen? Ich bin da, ehrlich gesagt, etwas ratlos.