Beschwerde vom 20.11.2011 (Auszug aus meinem ersten Schreiben):
Sehr geehrter Herr Dr. von Hammerstein,
ich wende mich an Sie, weil ich mich langsam etwas verschaukelt vorkomme. Zweimal wurde zu mir ein Servicetechniker geschickt, der nie kam.
Am 31.10.2011 rief ich gegen 15.40 Uhr bei Ihrem Kundenservice an. Das Problem liegt wohl bei meinem Empfang an dem niedrigen Empfangspegel des Empfangssignals.
Der Auftrag wurde unter der Auftragsnummer 009-XXXXX/11 geführt, als Termin für den Servicetechniker wurde der 04.11.2011 zwischen 12.00 Uhr und 16.00 vereinbart. Gegen 16.30 Uhr meldete ich mich wieder bei dem Kundenservice von Kabel Deutschland. Daraufhin wurde vereinbart, dass sich der Servicetechniker bei mir meldet. Leider ist nichts passiert.
Am 14.11.2011 erhielt ich von Ihrem Kundenservice eine SMS, mit dem Inhalt, der oben genannte Vorgang sei nun abgeschlossen.
Am gleichen Tag meldete ich mich dann beim Kundenservice mit dem bekannten Anliegen, dass der Rückruf vom Servicetechniker zur Vereinbarung eines Termins nicht erfolgt sei. Daraufhin hat mir ein Mitarbeiter von Ihnen die Telefonnummer des Servicetechnikers gegeben. Nach fünf Anrufversuche (zu unterschiedlichen Tageszeiten) in den darauf folgenden Tagen war mir eine Kontaktaufnahme nicht möglich, ich habe niemanden erreicht!
Gegen 13.10 Uhr am 18.11.2011 habe ich mich dann wieder an Sie gewandt, dieses Mal mit dem altbekannten Anliegen, dass doch ein Servicetechniker bei mir erscheinen möge. Nun wurde ich unter der Auftragsnummer 009-XXXXXX/11 geführt. Als Termin wurde der 19.11.2011 in dem Zeitfenster 10.00 Uhr und 12.00 Uhr vereinbart. Was ist nun passiert? Nichts!
Da ich keine Lust auf den gleichen Verlauf wie beim ersten Mal habe, habe ich mich nicht noch mal bei Ihrem Kundenservice gemeldet, aber selbst bei Ihrem Kundenservice weiß wohl oft nicht die rechte Seite, was die Linke macht.
Ich setze Ihnen hiermit bis zum 05.12.2011 eine Frist, das Problem zu beseitigen. Ansonsten sehe ich mich gezwungen, die erteilte Lastschriftermächtigung zu widerrufen, die Zahlbeträge an Sie zu mindern oder auch ggf. die Geschäftsbeziehungen mit Ihnen zu beenden. Auch einen Gebrauch der ReclaBox werde ich dann in Betracht ziehen.
Es ist sehr ärgerlich, dass ich nun diesen Ton anschlagen muss, ich war bisher immer relativ zufrieden mit Ihrem Service.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Mayer
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Beschwerde vom 07.12.2011 (Auszug aus meinem zweiten Schreiben) :
Sehr geehrter Herr Dr. von Hammerstein,
Bereits am 20.11.2011 habe ich Ihnen geschrieben. Am 23.11.2011 habe ich von Ihnen ein Schreiben mit dem Betreff „Ihre Störungsmeldung“ erhalten. Ruhig hätte in Ihrem Schreiben das Wort „Beschwerde“ auftauchen dürfen. Sie verlangen von mir viel Verständnis – nur wie viel noch? Mein Maß an Verständnis ist bereits ausgeschöpft!
Nur eine Frage stellt sich mir dabei; bei Vertragsabschluss lief auch alles glatt und nun nach über drei Jahren zuverlässiger Zahlung an Sie taucht ein Problem auf und das wäre nun nicht ihrerseits zu lösen?
Des Weiteren wurde in keinster Weise auf mein Problem eingegangen – welche Textvorlage hier wohl verwendet wurde. Wortwitz zu dem Wort „Störungsmeldung“: Meine Meldung stört anscheinend Ihr Unternehmen! Bisher ist also keine Klärung meiner Beschwerde erfolgt.
Nach dem Erhalt Ihres Antwortschreibens meldete sich mit anonymer Nummer am 29.11.2011 der Servicetechniker bei mir (Name wurde nicht genannt). Nach seiner Meinung wird das Problem am 30.11.2011 behoben, da ein anderer Hausbewohner ebenfalls ein Problem habe, und ich solle mich doch wieder im Kabel Deutschland Kundencenter melden, wenn ich weiter das Problem hätte. Er würde dann auch mal eigenmächtig das Ticket schließen. Ja, ich habe das Problem immer noch!
Nach einem erneuten Anruf am 05.12.2011 in Ihrem Servicecenter erbrachte das Ergebnis, dass sich der Servicetechniker bei mir melden solle, was er am 06.12.2011 dann auch telefonisch tat. Einen Namen zu nennen ist wohl wieder mal Luxus, dieses mal wurde aber schon mit keiner unterdrücken Telefonnummer mehr angerufen.
Mit dem Techniker vereinbarte ich dann, dass er am 07.12.2011 VORMITTAGS kommen würde. Um 10.46 Uhr des besagten 07.12.2011 bekam ich von Ihnen eine SMS, dass der Servicetechniker zwischen 09.00 Uhr und 18.00 Uhr kommen sollte. Hallo? Davon war niemals die Rede! Aber da ich Urlaub hatte, wartete ich geduldig – aber wie schon befürchtet kein Besuch, kein Anruf des Servicetechnikers!
Bereits am 24.11.2011 schickte ich Ihnen eine E-Mail mit dem Inhalt einer Schadensregulierung Ihrerseits. Dabei verwendete ich den von Ihnen angebotenen Service der „Einschreibeversendung“. Am 26.11.2011 bekam ich dann von Ihnen die Mitteilung, dass Sie das Einschreiben nicht öffnen können. D. h. Sie wollen mir sagen, dass Sie Ihre eigene Technik nicht verwenden? Oder wollen Sie ein Nachvollziehen verhindern?
Als ich am 26.11.2011 Ihre „Antwort“ erhalten habe, sendete ich Ihnen die gleiche E-Mail am selben Tag nochmals ohne Einschreiben zu. Bisher aber keine Antwort! Bei einem erneuten Anruf in Ihrem Kundenservice wurde mir von dem dortigen Callcentermitarbeiter die Auskunft gegeben, dass Meldungen, Beschwerden und/ oder Anliegen erst gar nicht weitergeleitet werden an die zuständigen Abteilungen. Man müsse alles schriftlich machen.
Gehen Sie ernsthaft so mit Ihrer zahlenden Kundschaft um? Zwischenzeitlich habe ich auch die ReclaBox mit dem Anliegen bemüht. Auch erlaube ich mir, die vergebens gewartete Zeit in Rechnung zu stellen:
Datum
Zeitraum des nicht erfolgten Technikerbesuches laut Ihrer SMS/ je Std. 25,00 €
Betrag
04.11.2011 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr 100,00 €
19.11.2011 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr 50,00 €
07.12.2011 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr 200,00 €
Gesamtbetrag: 350,00 €
Der genannte Gesamtbetrag hat auf die Ihnen bekannte Bankverbindung bis zum 30.12.2011 zu erfolgen. Selbstverständlich behält meine E-Mail vom 26.11.2011 auch weiterhin seine volle Gültigkeit!
Aufgrund meiner vorhandenen Rechtsschutzversicherung behalte ich mir das Recht vor, bei weiterer Inkompetenz Ihres Unternehmens einen Rechtsanwalt einzuschalten.
Übrigens bin ich vom 10.12.2011 bis zum 17.12.2011 aufgrund eines Erholungsurlaubes nicht zu erreichen!
Mit freundlichen Grüßen,
Martin Mayer