Sehr geehrte Damen und Herren,
leider werden immer mehr Postfilialen zu gesperrt und dadurch die Kunden an die anderen Geschäftsstellen verwiesen.
Das erhöht leider auch dort den bereits erheblichen Warteaufwand wieder und steigert sich. So muss man z. B. nur für den Kauf einer Briefmarke schon mal 30 Minuten einrechnen. Meine Gattin hatte eine Verständigung über die Hinterlegung eines Paketes, das früher anstandslos in den Briefkasten gepasst hätte, vorgefunden und ging daher zur Filiale 1165 Wien. Dort stand so gegen 11:30 Uhr eine lange Warteschlange vor drei offenen Schaltern. Sie stellte sich an und bemerkte eine ca. 75jährige Frau, die langsam und vorsichtig nach vor zum Schalter ging um sich dort nur kurz zu erkundigen, ob sie die Änderung oder Abbestellung eines Nachsendeauftrages hier am Schalter erledigen könne. Sie wurde in sehr unfreundlicher Art und Weise vom Schalterbediensteten belehrt, dass sie das hier nicht machen könne sondern woanders oder über das Internet. Meine Frau nahm sich dann dieser offenbar eingeschüchterten Dame an und half ihr bei der Erledigung ihres Problemes. Dies ging dann auch ohne viel Mühe über die Bühne, da die Frau genau wusste, was sie brauchte.
Nach ca. 25 langen Minuten des Wartens bekam dann auch meine Frau ihr kleines Paket überreicht. Der Schalterbedienstete war offenbar aufgrund der vielen wartenden Leute angespannt und es ist zu verstehen, dass er so reagiert. Die Frage ist, warum nicht mehr Schalte besetzt sind, damit sich die Belastung ihrer Mitarbeiter etwas verteilt. Es ist anzunehmen, dass zu viele unausgelastete Bedienstete in der Führungsriege sitzen und nicht am Schalter arbeiten, das haben diese Leute offenbar ohnehin noch nie gemacht, sonst wüssten sie die Probleme, die die Bediensteten und die Kunden quälen. Die Post ist am besten Wege, sich zu Tode zu sparen und verliert zusehends mehr an Kunden. Ich möchte da nicht hinter die Kulissen blicken. Das Service wird keinesfalls besser, das kann ich auf alle Fälle sagen. Vielleicht nehmen Sie mein Schreiben als kleinen Kritikpunkt entgegen, zu den vielen, die Sie sicher schon bekommen haben.
Mit der Aussicht, mit einem Formbrief auf diese Beschwerde "abgespeist" zu werden, was meine Ansicht bestärkt, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.