Meine kleine Geschichte (etwas länger):
Am 24.10.2010 habe ich mich für Stromio als Stromlieferanten entschieden zu folgenden Konditionen: Strompreis 0,1720 €/ kWh, Grundpreis mtl. 1,83 €. Zeitnah bekam ich eine Vertragsbestätigung, wo die Preise nicht enthalten waren.
Am 15.12.2010 erhielt ich Post mit der Bestätigung Liefertermin zum 01.01.2011, in dem Schreiben stand dann ein Strompreis von 0,2035 €/kWh und Grundpreis mtl. 5,73 €,
Natürlich wurde dort nicht, wie vereinbart, ein Jahresverbrauch von 2800 kWh als Grundlage für die Abschläge berechnet, Stromio hat als Jahresverbrauch 3150 kwh genommen. Das entsprach einem Abschlag von mtl. 63,- € .
Einen Tag später bekam ich erneut Post mit dem Hinweis, dass durch die EEG-Umlage sich der Preis um 0,01646 €/kWh erhöht.
Nach telefonische Rücksprache (ca. 20 Minuten in der Warteschleife) mit dem netten Unternehmen, bekam ich die Antwort, das mein Grundversorger SWB den Verbrauch Stromio mitgeteilt hat, das war ganz klar eine Lüge, mein höchster Stromverbrauch in den letzten 10 Jahren war 2850 kWh. Aber etwas Positives gab es, wir konnten uns auf einen Abschlag von mtl. 57,- € einigen.
Mein Einspruch gegen die Preiserhöhung der EEG-Umlage wurde abgelehnt, obwohl ich darauf hingewiesen hatte dass die EEG-Umlage schon bei meinem Vertragsabschluss am 24.10.2011 im Strompreis enthalten sein müsste, weil zu diesem Zeitpunkt die Erhöhung zum 01.01.2011 feststand.
So langsam wurde mir klar, an was für ein vermeintliches Abzocker-Unternehmen ich geraten war.
Am 21.12.2010 habe ich dann per Mail und Fax auf eine Korrektur des Vertrages gebeten, am 17.05.2011! bekam ich dann die Antwort, dass der Abschlag auf 57,- € reduziert wird und der Strompreis wie am 24.102011 bestätigt wird. Die 0,01646 EEG-Umlage wurde jedoch nicht storniert.
Am 05.02.2011 habe ich dann per Einschreiben, Fax und Mail die Einzugsermächtigung zum 01.03.2011 gekündigt. Per Mail und Fax am 25.02. habe ich noch mal auf die Kündigung der Einzugsermächtigung hingewiesen.
Aber wie nicht anders zu erwarten war, hat Stromio zum 02.03.11 den mtl. Abschlag abgebucht.
Am 03.03.11 habe ich den Betrag zurück buchen lassen.
Zum 01.03.2011 hatte ich aber bereits einen Dauerauftrag über die mtl. Abschlagszahlungen eingerichtet.
Auf einmal hat Stromio sich ganz schnell gemeldet, natürlich mit einer Mahnung und Gesamtgebühren in Höhe von 13,- € für die Rückbuchung.
Am 16.03.11 habe ich dann wieder per Fax und Mail die Mahnung abgelehnt, mit der Begründung, dass ich rechtzeitig die Einzugsermächtigung gekündigt hatte.
Das Spielchen ging dann munter weiter, weil durch den Dauerauftrag die mtl. Zahlungen nach deren Aussagen nicht pünktlich eingegangen sind. Der Dauerauftrag war so eingerichtet, dass immer am zweiten eines Monats abgebucht wird.
In der AGB von Stromio steht nur was von monatlichen Abschlagszahlungen, aber nicht das die am ersten eines Monats beim Stromio eingehen müssen. In meiner Vertragsbestätigung standen nur die Termine für die Abschlagszahlungen der Einzugsermächtigung.
Bis zum 29.09.2011 habe ich 13 Mahnungen erhalten, mit der letzten Mahnung bekam ich auch die Kündigung zum 31.10.2011.
Mit dieser Kündigung hatte ich schon gerechnet, daher hatte ich mich bereits vorher bei einem anderen Stromversorger angemeldet.
Nun warte ich auf die Schlussrechnung, nach Gesetz ist der Versorger verpflichtet, die Schlussrechnung innerhalb von sechs Wochen nach Vertragsende zu erstellen.
Am 12.12.11 (sechs Wochen nach der Kündigung) habe ich bei Stromio per Mail und telefonisch nachgefragt, wo meine Schlussrechnung bleibt. Und jetzt kommt die Antwort von Stromio: Bitte beachten Sie, dass Ihr Vertrag zum 31.12.2011 beendet wird. Bei meinem Telefongespräch habe ich darauf hingewiesen, das Stromio selber den Vertrag zum 31.10.11 gekündigt hat. Auf einmal wurde die Dame kleinlaut, und hat in den Unterlagen den Schlusszählerstand von meinem Grundversorger sogar gefunden. Zum 31.10.2011 habe ich bereits den Schlusszählerstand Stromio online mitgeteilt.
Meine Forderung war nun, das ich die Schlussrechnung bis zum 17.12.11 bekomme.
Wie zu erwarten, habe ich bis jetzt keine Schlussrechnung erhalten.
Da Stromio es nicht schafft, die Schlussrechnung zu erstellen, habe ich selber eine Schlussrechnung erstellt:
Danach erhalte ich Gutschrift in Höhe von 75,65 €. das ist meine Forderung an Stromio. Die Gutschrift ist bitte auf mein bekanntes Konto bis zum 29.12.2011 zu überweisen.
Sollte der Betrag bis zum 29.12.11 nicht auf meinem Konto gutgeschrieben sein, werde ich mich bei der "Schlichtungsstelle Energie e. V.", Friedrichstraße 133 in 10117 Berlin, beschweren.
Stromio ist meiner Meinung nach ein unseriöses Unternehmen, so was gehört nicht auf den Strommarkt!