Habe am MI, 22.02. eine frisch renovierte Wohnung besichtig. Ich hatte einen Termin mit Frau S. von AcceptA Immobilien für den Abend ausgemacht und als sich niemand vor Ort einfand, habe ich im Hause geklingelt und wurde eingelassen. Immer noch in der Annahme, dass die Maklerin da ist, ging ich bis hinauf ins Dachgeschoss, wo der Schlüssel steckte und betrat die Wohnung. Es war niemand da. Hiermit bitte ich um Entschuldigung und Verständnis, dass ich dennoch einen Blick hinein warf. Die Wohnung war und ist ein Traum, wunderschön und hochwertig renoviert und perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnitten.
Zu Hause mußte ich feststellen, dass der Fehler bei mir lag, ich das Datum verwechselt hatte (zu viele Besichtigungstermine! ) und der Termin erst für einen Tag später vereinbart war. Ich rief also gleich am kommenden Morgen bei der Maklerfirma an um Bescheid zu geben, dass ich die Wohnung versehentlich schon gesehen hätte und sie gerne mieten würde. Mir wurde mitgeteilt, dass ich mich leider dennoch zum Sammelbesichtigungstermin am Abend einfinden sollte. So war ich also am Donnerstag wieder in der Wohnung, zum regulären Termin. Außer mir gab es noch 2 weitere Interessenten, die jedoch gleich absagten.
Ich habe dann mit der Maklerin gesprochen, mein starkes Interesse bekundet und mitgeteilt, dass ich ja auch bereits gestern versehentlich vor Ort war. Sie sagte daraufhin o-Ton: „Ach Sie waren das – warum sind sie denn nicht heute schon vorbeigekommen – dann hätte ich mir die Besichtigung heute Abend doch sparen können. “ Ich war etwas erstaunt und sagte, dass das ja auch meine Intension war; leider bin ich aber vom Büro diesbezüglich abgewiesen worden. Angeblich sei am Telefon eine Praktikantin gewesen, wofür sie sich entschuldigte. Sie bat mich den Interessenbogen auszufüllen. Weiterhin übergab ich ihr alle notwendigen Unterlagen (Gehaltsabrechnungen, Kopie vom Ausweis). Sie trug als Einzugsdatum den 1. April ein und sagte mir die Wohnung auf Handschlag zu. Sie meinte, dass es nichts geben sollte, das dem Mietvertrag im Wege steht. Dabei „duzte“ sie mich auch plötzlich, ohne dass ich ihr das vorab angeboten hatte. Na ja – fand ich jetzt auch nicht weiter schlimm – aber dennoch ein wenig „unnormal“ für eine Maklerin.
Am Freitag meldete ich mich nochmals bei Frau S. Hatte " meine" Wohnung im Internet angeschaut und festgestellt, dass laut Maklerbeschreibung eine Einbauküche in der Wohnung sein soll. Dies hatte ich zwar die ganze Zeit im Hinterkopf gehabt, auch in der Wohnung, dann aber doch vor Freude darüber, meine Traumwohnung gefunden zu haben, vergessen gleich vor Ort nachzufragen. Die Maklerin schien ob dieser Tatsache etwas irritiert und sagte mir, es gäbe keine Einbauküche und es würde auch in Zukunft keine eingebaut. Sie versprach mir, die Sache zu prüfen und rief mich später zurück um mir folgende Optionen zu unterbreiten:
1. Küche wird vom Vermieter gg. Aufpreis im Mietpreis (60 Euro monatlich) eingebaut
2. Minderung der Makler-Courtage von 2,38 auf 1,5
3. Meine Wohnung wird von Ihnen wieder vermietet & ich bekomme 10 Prozent an Provision
Obgleich ich begann, ein ungutes Gefühl zu haben und Freunde und Bekannte mir abrieten überhaupt weiterzuverhandeln, ließ ich mich auf Option 2 ein. Ich wollte wirklich unbedingt die Wohnung - und hätte sie auch noch immer gerne.
Nun musste ich mich natürlich selbst um eine EBK kümmern. Da ich der Wohnung gerne gerecht werden und eine hochwertige Küche planen lassen wollte (bis zum Einbau können leicht 10 Wochen vergehen), hatte ich mit Frau S. einen Termin für den kommenden Tag, Samstag Vormittag, vereinbart, um die Maße zu nehmen, sodass ich noch am gleichen Tag in einem Möbelhaus die Planung angehen konnte. Eine Freundin begleitete mich. Frau S. bestätigte auch in ihrem Beisein nochmals, dass alles in Ordnung sei, der Mietvertrag " Standard-Mietvertrag" fertig gemacht werde und mir alsbald zugehen sollte. Alles sei in bester Ordnung.
Nun gut, die Küche wurde also geplant, tatsächlich wurden mir etwa 10 Wochen bis zur Lieferung avisiert, das Problem aber war, dass ich für den theoretischen Fall, dass der Mietvertrag doch nicht zustande kommen sollte (was mir damals noch vollkommen abwegig vorkam, schließlich hatte ich die Wohnung doch von einem seriösen Maklerunternehmen zugesagt bekommen, hatte Maße genommen. was sollte schon schiefgehen) und ich den Auftrag stornieren müßte, Stornokosten in Höhe von 20% auf mich zugekommen wären.
Am Montag (nachdem ich zu Hause meine Post nachgeschaut hatte), rief ich dann wieder bei der Maklerin an und fragte, wann die Zusendung des Mietvertrages, welcher ja schon FR versandt werden sollte, erfolgen würde. Ich bat sie, mir diesen doch einfach vorab zu faxen, da ich diesen ja zum " go" für die Küche sowie auch zur Kündigung meiner derzeitigen Wohnung benötigen würde.
Hier wurde mir dann zum 2. Mal unwohl. Frau S. redete jetzt plötzlich von einer Staffelmiete. Angeblich hätte ich dies am Besichtigungstag unterschrieben. 2 % alle 2 Jahre. Selbst wenn das so war, dass ich dies bei Interesse am Besichtigungstag auf die „Schnelle“ und in der „Euphorie“ unterschrieben habe, hätte ich doch erwartet, dass sie mich expliziet darauf hinweist. Weiterhin war dann auch von 3 % statt 2 % die Rede, da ich ja erst zum 01.04. einziehen will. Dann äußerte sie noch, dass man doch keine Küche planen lassen müsste. O-Ton: " Kannst ja ne Küche für 200 Euro einbauen" . Nun gut – das ist ja dann wohl doch eher meine Sache.
Ich verstand die Welt nicht mehr - ständig wurden feste Vertragsbestandteile zur Rede gestellt.
Am DI, 28.02. bin ich dann mit meiner Freundin zum Maklerbüro gefahren, um mich bei der Vorgesetzten oder sogar der Geschäftsführung über diese Maklerin (Frau Nadine S.) zu beschweren. Leider war kein Vorgesetzter zu sprechen und wir mussten mit Frau S. vorlieb nehmen. Sie wollte angeblich nochmals -spätestens am nächsten Tag- mit dem Vermieter verhandeln und mir dann den Mietvertrag bis spätestens DO dieser Woche zukommen lassen.
Am DO, 01.03 wurde mir dann -nachdem ich nochmals bei Fr. S. angerufen hatte, die Wohnung abgesagt. Angeblich hätte sich der Vermieter gegen mich entschieden.
Die Wohnung wurde von der Maklerfirma aber nunmehr von Ihrer Homepage und aus dem Immobilien_scout genommen. Also ist die Beschwerde wohl jetzt bei der richtigen Stelle angekommen und jetzt will man schnell evtl. " Nachverfolgung" verbergen. Ist aber schon viel zu spät - Ich habe Zeugen, dass die Wohnung mit falschen Tatsachen 10 Tage trotz meines Hinweises, deren Eingeständnis hier einen Fehler bemacht zu haben, im Netz war. Habe diesbezüglich zum Beweis auch für mehrere Tage Kopien der Internet-Seiten gemacht und abgespeichert, um die Sache zu dokumentieren.
Mal ehrlich - schon die Tatsache, dass die Wohnung mehr als 10 Tage mit einer EBK geworben wird die offensichtlich nicht vorhanden ist, lässt mich den Eindruck gewinnen, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Sonst würde man doch seinen Fehler direkt korrigiert wissen.
Aber kaum ist diese Beschwerde an die Geschäftsführung gegangen wird die Wohnung von der Homepage genommen. Alles sehr merkwürdig oder?