Der Ärger fing damit an, dass der 14jährige Sohn meiner Freundin den Schlüssel meines alten Korridor-Schrankes umdrehte, dessen Schloss schon lange nicht mehr funktionierte. Fazit: er ließ sich nicht mehr öffnen.
Ich suchte also im Telefonbuch einen sich in der Nähe befindlichen Schlüsseldienst, um die An- und Abfahrtkosten in Grenzen zu halten. Die zehn Autominuten entfernte Firma Werstener Sicherheitstechnik sagte mir dann zu, einen Mitarbeiter zu schicken, den Schaden zu begutachten und wie ich annahm, mir den Preis für den Arbeitsaufwand zu nennen.
Ich wartete zwei Stunden und hatte dann mit meinen Bemühungen, den Schrank selbst zu öffnen, Erfolg. Natürlich rief ich sofort oben genannte Firma an, um den Auftrag zu stornieren, aber man sagte mir ziemlich unfreundlich, dass ich eine Rechnung bekäme.
Inzwischen waren ZWEI (!) Mitarbeiter der Fa. eingetroffen, die mir erklärten, dass ich 50,00 € Storno-Gebühren + 19% Mehrwertsteuer zu zahlen hätte und weil ich das Geld nicht im Hause hatte, gab man mir freundlicherweise drei Tage Zeit, die Forderung zu begleichen.
Wahrscheinlich besteht diese Forderung zu Recht, aber wäre es nicht kulanter gewesen, nur die Fahrkosten zu berechnen, anstatt für "0"-LEISTUNG 60,00 Euro zu verlangen?
Empfehlen kann man so eine "Firma" niemanden, aber vielleicht mit diesem Schreiben dafür sorgen, dass anderen Menschen Ärger dieser Art erspart bleibt und nicht ohne jedes Hinterfragen irgendwelche Aufträge vergeben werden.