Seit über zehn Jahren bin ich Kunde bei der Deutschen Telekom, noch nie wollte ich irgendetwas Besonderes. Schon immer hat die Telekom sehr gut an mir verdient, meine Bonität ist ein Traum und allein das letzte Jahr im Complete XL Tarif für immerhin 100 € pro Monat hat das Handy, das ich bekommen habe, bei meinem Telefonierverhalten schon zweimal bezahlt.
Da ich das Volumen und die ganzen Tarifoptionen demnach nicht brauche, wollte ich einen Tarifwechsel machen. Im Log-in Bereich stellte ich entsetzt fest, dass ich dafür 50 € zahlen soll. Erstens im Self-Service, das geht direkt in deren Abrechnungssystem und kein Mensch hat Arbeit damit, meine Frage also: warum? Sehe ich nicht ein.
Ich rief also vor ein paar Wochen im Kundenservice an und eine sehr nette Dame erzählte mir, dass der Wechsel erst ab 12.05.2012 möglich sei, aber bei einem so guten Kunden wie mir wäre das sicher kein Problem bezüglich der Kosten. Das habe ich mir gefallen lassen und rief also heute nochmal an.
Zum einen, die Unterschiede im Servicelevel sind bedauerlich groß. Die Mitarbeiterin war total genervt und gelangweilt. Nachdem ich meinem Unmut etwas Luft gemacht hatte bot sie mir den Rückruf eines Vorgesetzten an. Der erfolgte zwar zeitnah, von Servicequalität, Flexibilität und Kundenorientierung fehlte leider trotzdem jede Spur. Traurig, wenn selbst die Vorgesetzten anscheinend schon innerlich gekündigt haben. Kein Wunder, dass da dauernd gestreikt wird.
Gebetsmühlenartig wurden mir vorgefertigte Formulierungen vorgelesen und ausreden durfte ich auch nicht. Nachdem mein Ton etwas schärfer wurde, hatte ich das Gefühl, da wird jemand wach, leider täuschte ich mich. Im Gegenteil, als ich den völlig hirnrissigen Rechenbeispielen mit schlagkräftigen und nachvollziehbaren Argumenten entgegen trat, wurde mir gesagt, dass Kunden, die sich beschweren und dann kündigen, natürlich einkalkuliert wurden und sie mir daher trotzdem nicht entgegenkommen möchte, kann, will, whatever.
Der Gipfel der Lächerlichkeit war die Aussage, ich solle doch bitte bis Februar 2013 warten, wenn ich nämlich dann meinen Vertrag wieder für zwei Jahre verlängern würde, könnte man mir bestimmt entgegenkommen. Ganz gepflegt und auf gut deutsch: [von der Redaktion gelöscht].
Warum nun hier meine Beschwerde? Ganz einfach, erstens: weil ich Ihnen hiermit die letzte Chance gebe, den eingeschlagenen Kurs zu ändern, denn 10 Jahre Zufriedenheit müssen dadurch nicht zerstört werden. Und zweitens: wenn das alles einkalkuliert ist, dann will ich auch was sehen für mein Geld, und das aller anderen Kunden, die eine solche Dummheit, Borniertheit und Ignoranz mit bezahlen müssen.
Die Kündigung ist natürlich vorbereitet. Ich werde sie an so viele Geschäftsführer wie nur möglich schicken, denn es sollen möglichst viele Menschen damit beschäftigt sein. Wenn Ihnen das keine 50 € Entgegenkommen wert waren, dann sorge ich dafür, dass Sie diese Kosten mehrfach an Aufwand haben, mich als Kunden endgültig zu verlieren.
Guten Tag.