Am Samstag, 11.8.2012, waren wir im Fielmann-Shop im SCN Wien, 21. Bezirk.
Da wir, also meine Gattin und ich, schon seit einigen Jahren Kunden bei Fielmann sind, wollte sich meine Frau auf Anraten Ihres Arztes (behandelnder Professor im AKH) für den nächsten Urlaub in vier Wochen eine "Sonnenbrille mit den gleichen Stärken" bestellen.
Am Tresen war eine Dame, welcher wir unser Anliegen mitteilten, diese reichte uns dann sogleich zu einer jungen Mitarbeiterin weiter. Dieser erklärte meine Gattin unmissverständlich und sachlich eben den Zustand der noch vorhandenen Sehkraft (am linken Auge erblindet und am rechten Auge noch eine Sehkraft von 16%!)
Diese Dame nahm die Brille meiner Gattin, um Ausmessungen durchzuführen. Nach einiger Zeit kam Sie mit dem Probegestell, welches angeblich identisch bestückt sei. Meine Gattin setzte dieses Gestell auf und die Frage der Mitarbeiterin lautete: "Was sehn's wenn's in die Ferne schauen?" Meine Frau sagte nur: "nichts", worauf diese "überfreundliche" Dame nur meinte: "Das gibt's nicht."
Worauf meine Frau diesen T. wiederum wörtlich erklärte: "Ich bin am linken Auge blind und am rechten sehe ich mit 16%", was jedoch von dieser "Spezialistin" einfach absichtlich oder aber auch vorsätzlich überhört wurde, denn sie hielt meiner Gattin ein "Lesebüchlein" vor's Gesicht und meinte, sie möge doch einige Zeilen lesen.
Wiederum meinte meine Gattin: "Ich kann es leider nicht lesen, wie vorher." Worauf die Mitarbeiterin meinte: "Das gibt's doch nicht, schauen's doch nochmal in die Ferne. Und wiederum sagte meine Frau wie vorher, sie könne nichts sehen.
Meiner Meinung nach war eine gewisse Diskriminierung seitens dieser Dame klar erkennbar und ich wollte meine Gattin weiteres ersparen, denn wenn dies ein "beratentes Kundengespräch" war, na danke, dann hat sich der Ausbildungsstand mancher Fielmann-Mitarbeiter grundlegenst verändert.
Wir beschlossen, diese Filiale zu verlassen und uns über dieses Fehlverhalten zu beschweren.
Montags darauf rief ich in Hamburg beim Kundenservice an (meine Beschwerde nicht ernst genommen), somit ein zweiter Versuch, bei dem sich der Gesprächspartner sofort für die Klärung des Falles einsetzen wollte. Er versprach, dass er alles Mögliche unternehmen werde, um meiner Forderung auf eine rasche schriftliche Stellungnahme und einer persönlichen Entschuldigung bei meiner Gattin durch diese besagten Mitarbeiterin herbei zu führen.
Doch weit gefehlt - denn dieser Herr dürfte ein recht gut geschultes Mundwerk haben, denn nach zehn Tagen hörten wir noch immer nichts von "Fielmann".
Montag, 20. 8. 2012, und Dienstag, 21. 8. 2012, rief ich in Hamburg an um zu erfahren ob es eine Bearbeitung unserer Beschwerde gäbe - nur leider konnte niemand mit einer befriedigenden Antwort aufwarten.
Offensichtlich versuchen diese Herren vom Kundenservice durch Klärungszusagen den Ärger der Kunden durch sofortige Lösungszusagen zu mildern.
Alles gut und schön - doch wir werden nicht mehr zum Fielmann gehen! Wir nicht und auch nicht unsere Freunde, Bekannte, Verwandte und so manch Anderer.
Nachsatz: In dieser Filiale gab's schon des Öfteren kleinere "Schwierigkeiten", letztere wollte Fielmann mit einer Flasche Sekt gutmachen, wir lehnten ab und nun dies.
Zum Glück gibt's noch andere Optiker-Fachgeschäfte, eben solche, wo meine Gattin als ganz normale Kundin bedient wird und wo diskriminierendes Verhalten mit Kündigung geahndet würde.