Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beschwere ich mich bezüglich Ihrer Realfiliale in Saarlouis Röderberg.
Zur Schilderung: Meine Person fährt täglich mit dem Fahrrad zum Institut bei welchem ich meine Arbeit verrichte. Dies impliziert, dass ich auch immer einen Rucksack mit mir führe.
Täglich besuche ich den Real Markt in Saarlouis / Röderberg nach der Arbeit und kaufe dort im Schnitt für etwa 30 Euro ein. Also lasse ich bei 20 Arbeitstagen etwa 600 Euro jeden Monat in Ihrer Unternehmung.
Nun stört es mich in meinem Persönlichkeitsrecht, wenn man unter Generalverdacht gestellt wird und bei jedem Kassengang dazu angehalten wird seinen Rucksack zur Durchsicht zu öffnen. Dies stellt für mich eine diskriminierende Handlung dar, welche jedweder rechtlichen Grundlage entbehrt. Da ich halt nicht gerade den BMW mit großem Kofferraum dabei habe, habe ich halt meinen Rucksack im Markt natürlich mit dabei.
Stellen Sie Sich nur einmal hypothetisch vor jemand hat in seinem Rucksack sehr persönliche Dinge, die Niemanden etwas angehen und wird dazu angehalten, diesen zu zeigen, weil er unter Generalverdacht steht. Davon abgesehen nervt es täglich damit konfrontiert zu werden.
Diese vehemente Penetranz ist nicht kundenorientiert, wie Sie es immer suggerieren. Heute beispielsweise verweigerte ich einfach die Einsichtnahme in meinen Rucksack, weil es mir reichte. Das einzige was Ihnen da juristisch bleibt, wäre vom Hausrecht gebrauch zu machen und ein Hausverbot auszubrechen, womit Sie ganz sicher gegen den Grundsatz des kundenorientierten Services verstoßen würden, sich quasi ins eigene Fleisch schneiden.
Trotz all Ihrer Kameraüberwachung und der lockeren Handhabung des Datenschutzgesetzes sind Sie nicht in der Lage ihren Markt dahingehend abzusichern, das Kunden belämmert werden müssen. Ich kann verstehen, dass viel gestohlen wird, aber das gibt ihnen nicht das Recht so zu agieren. Beispielsweise interessiert sich Niemand für Frauen mit Handtaschen, welche mitunter sehr groß sind, wink mit dem Zaunpfahl. Menschen mit Rucksäcken scheinen potenzielle Kanditaten zu sein.
Zu Ihrem Glück gibt es viele Menschen die sich aus alledem nichts machen und trotzdem Ihren Markt weiterhin besuchen, vielleicht können Sie auch auf eine einzelne Person verzichten, die sich beschwert (so wie ich). Wir werden sehen, was Sie dazu zu sagen haben.
Jedenfalls werde ich weiterhin die Einsichtnahme in meinen Rucksack verweigen, bis Sie mir dann eventuell das bedrohliche Hausverbot ausprechen werden. Bis dahin bleiben wir im Konjunktiv und hoffen auf das Beste.
In diesem Sinne. Mit vorzügliche Hochachtung. Ein unzufriedener Kunde
Zum Nachtrag:
Heute war ich wieder in dieser Filiale und wurde wieder nach der Tascheneinsicht gefragt, als ich dies vereinte, meinte die Verkäuferin nur, sie hätte das Recht und rief "bleiben Sie hier! " als ich mich bereit zu gehen machte. Sie griff zum Telefon und rief wie immer irgendwo an, doch diesmal kamen 3 Real-Mitarbeiterinnen aus dem Büro gestürmt ab an die Kasse.
Ich war einige Meter weiter an der Sitzbank schon am einpacken, weil ich einfach wegging, da zeigte die Kassiererin mit dem Finger auf mich und die 3 schauten und überlegten sich dann doch lieber, mich nicht mehr anzusprechen.
Ich habe es satt in diesem Land so behandelt zu werden. So langsam werde ich sauer, wenn diese Obersturmbandführer der Konsumindustrie meinen, sie müssten sich aufspielen wie bei dem Film "Das Experiment" Mir reichts!
Parus Major
P. S. auch wenn viel gestohlen wird, ist dieses eh schon in der Verkaufskalkulation mit eingerechnet, lasst Euch nicht den Bären aufbinden, wir machen dies, weil viel gestohlen wird, dies ist Schwachsinn
Und für so ein Unternehmen Peanuts. Die beobachten gerne Konsum und Verhalten der Menschen für ihr Maketing, sonst nichts.