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Antwort zu folgender Beschwerde

Mein Problem ist folgendes:

Ich bin vor einigen Jahren nach Spanien ausgewandert und habe mir dafür eine Simyo-Karte (prepaid) zugelegt, um nach wie vor bei meinen Besuchen in Deutschland günstig telefonieren zu können. Normalerweise benutze ich die Karte, wenn ich mich in Deutschland befinde, aus Spanien auf deutsche Handynetze anrufe oder mich in anderen Ländern befinde, in denen meine spanische Prepaid-Karte nicht funktioniert.

Beim letzten Aufladen meiner Simyo Karte kam es zu einem Fehler auf der Website, sodass ich mehrfach den Auflade-Button klicken musste und immer wieder die Auskunft erhielt, ein "unbekannter" Fehler sei aufgetreten.

Als ich schließlich meine Karte aufladen konnte, erhielt ich allerdings im folgenden zwei Rechnungen über 15€ zugesandt und konnte feststellen, dass der Betrag auch tatsächlich zwei Mal abgebucht worden war. Da dies auf einen Fehler in der Applikation der Website zurückzuführen war und ich durch meinen eher sporadischen Gebrauch nicht davon ausgehen konnte, tatsächlich über 30€ im nächsten Jahr zu vertelefonieren, wandte ich mich mit der Bitte an den Kundenservice, mir eine der Zahlungen zurückzuerstatten unter dem Hinweis, dass ich mir die überzählige Zahlung andernfalls von meiner Bank zurückholen würde.

Die Antwort von Simyo lautete: "Eine Rückbuchung ist leider nicht möglich." Es wurden weder Gründe genannt, noch meine Alternative, das Geld von der Bank zurückholen zu lassen, kommentiert. Entsprechend habe ich das Geld tatsächlich von der Bank zurückholen lassen. Dies geschah Ende Mai, da die Buchung Anfang Mai stattgefunden hatte.

Anfang Juni bin ich dann ins Ausland verreist (Finnland und Estland) und habe meine Simyo-Karte mitgenommen, um sie dort einzusetzen. Aus irgendeinem Grund fand das Handy aber kein Netz und als ich im Hotel angekommen bin und meinen "Mein Simyo" Bereich öffnen wollte, erschien mir die folgende Meldung:

"Sie können sich zur Zeit nicht in "Mein simyo" anmelden: Sie hatten sich beim simyo Service Team gemeldet. Wir haben Ihre SIM-Karte gesperrt. Bei Fragen melden Sie sich bitte bei uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Ihr simyo Service Team"

Ich habe daraufhin eine e-mail an das Service Team gesendet, um zu erfahren, warum meine Karte gesperrt wurde. Da ich davon ausging, dass die Sperrung aufgrund der Rückbuchung des überschüssigen Betrages erfuhr, erklärte ich direkt die Situation und bat, die Karte umgehend zu entsperren, da ich im Ausland darauf angewiesen war.

Zunächst erhielt ich eine standardisierte Antwort, ich solle mich telefonisch an das Service-Team wenden, da derartige Fragen nicht via e-mail geklärt werden könnten. Auf meinen erneuten Hinweis, dass ich mich im Ausland befand und nunmal kein Handy zur Verfügung hatte, erhielt ich eine neuerliche standardisierte e-mail, dass meine Anfrage an den zuständigen Fachbereich weitergeleitet worden sei. Von diesem ging schließlich folgende Auskunft ein:

"Die Überprüfung Ihrer Daten hat ergeben, dass Ihre simyo SIM-Karte aufgrund des Verdachtes einer missbräuchlichen Nutzung durch unseren Netzanbieter E-Plus gesperrt wurde (AGB §9.6)."

Im weiteren Text werde ich gebeten, diesen Missbrauch zu widerlegen, indem ich folgende Angaben mache:

"- Name
- die betroffene Rufnummer
- Kopie des Personalausweises
- genutztes Gerät incl. technischer Daten (Herstellernachweis)
- überwiegender Einsatzort (Stadt bzw. Region, wo wird das Gerät genutzt)
- Zweck der Nutzung
- Darlegung, aus welchem Grund es zu dem auffälligen Verbrauch gekommen ist

Bitte senden Sie diese Informationen an folgende Faxnummer: 0211 882 505 55"

Ich habe daraufhin erneut via e-mail geantwortet, dass ich mich nach wie vor im Ausland befinde und entsprechend auch kein Fax versenden kann und dass ich außerdem nicht einsehe, wozu eine Kopie meines Personalausweises benötigt wird, dass meine Handynummer ja wohl bekannt sein sollte, ich die technischen Daten meines Handys nicht zur Hand habe und wiederum anzweifle, wozu diese benötigt werden und mir außerdem keinerlei "auffälliger Verbrauch" bewusst sei, da ich die Karte lediglich im April häufiger benutzt hatte, um meine Eltern in Deutschland anzurufen, die zu der Zeit im Krankenhaus lagen und nicht via Festnetz erreichbar waren. Da es schon in der Vergangenheit vorgekommen war, dass ich aus Spanien auf deutsche Handynetze anrief, kann ich hierin keinen Missbrauch erkennen und auffällig war der Verbrauch ggf. nur insofern, dass ich fast täglich anrief und die Gespräche durchschnittlich etwas länger waren als normalerweise.

Da ich mittlerweile nicht mehr nur leicht unzufrieden war, bat ich Simyo außerdem, mir den Restbetrag meines Guthabens zurückzuüberweisen, bzw. an eine angegebene Kontonummer zu überweisen, da ich mir bei meinem nächsten Aufenthalt in Deutschland einen anderen Anbieter suchen werde. Unter dem Hinweis, dass ich das Einfachheits-Gen (vor allem beim Sperren von Handykarten und beim Versenden standardisierter e-mails) nun zur Genüge kenne, machte ich außerdem den Hinweis, dass ich mich an die Presse wenden würde, sollte sich auch diese Rückzahlung meines Geldes erneut als alles andere als einfach erweisen.

Auf diese e-mail erhielt ich erneut die standardisierte Antwort, dass meine Anfrage an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet würde und etwas später erneut die letzte Mail mit der Aufforderung, die genannten Unterlagen zu versenden. Da ich mittlerweile wieder in Spanien bin, überlege ich nun ernsthaft, welche Schritte ich einleiten sollte, um zumindest mein Guthaben zurückerstattet zu bekommen. An der weiteren Nutzung der Simyo-Karte bin ich nicht mehr interessiert.

Als zusätzliche Info hier auch der Absatz der AGB, auf den sich das Simyo Team beruft:

"9.6. Der Kunde darf seine simyo SIM-Karte nur zum Aufbau von selbstgewählten Verbindungen nutzen. Es ist nicht gestattet, die SIM-Karte zu nutzen, um Telekommunikations- oder Telemediendienste zu erbringen oder die SIM-Karte zusammen mit Vermittlungs-, Rufumleitungs- oder Zusammenschaltsystemen zu verwenden. Der Kunde darf die SIM-Karte nicht in Vermittlungs- oder Übertragungssystemen nutzen, um die Verbindungen eines Dritten (Sprachverbindungen oder Datenübertragungen) an einen anderen Dritten in das Mobilfunknetz der EPM ein- oder weiterzuleiten. Darüber hinaus ist es dem Kunden untersagt, unter Nutzung der simyo SIM-Karte einen systemgesteuerten Massenversand von Mitteilungen und Nachrichten (SMS, MMS, Email) an Kunden der EPM vorzunehmen."

Unnötig zu erwähnen, dass ich nichts dergleichen gemacht habe oder auch nur wüsste, wie man das anstellt.

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