Am 16.06. bestellte ich bei einem großen Musikhändler im Osten Deutschlands ein Produkt mit einem Wert von ca. 450 Euro über MeinPaket.de. Ich war sehr erfreut, dass bereits am 17.06. eine Mail eintraf, die den Versand ankündigte. Dies sollte jedoch meine letzte Freude in diesem Fall sein. Eine kurze Übersicht:
Als sich der Sendungsstatus (Auftrag elektronisch übermittelt) am 18.06. abends noch nicht geändert hatte, kontaktierte ich den Absender, um zu fragen, ob sie ggfs. vom Hochwasser betroffen waren und ich eine längere Lieferzeit einplanen sollte. Er versicherte mir, dass das Gerät am 17. versendet wurde. Okay, dachte ich, kann ja mal dauern, bis der Status sich ändert. Erster Irrtum.
Als sich dann zwei Tage später noch immer keine Änderung ergab, kontaktierte ich MeinPaket.de. Diese kontaktierten den Händler, der wieder bestätigte, dass das Paket versand worden sei und falls sich bis zum 21.06. nicht tue, sollte ich mich nochmals melden.
Ich kontaktierte gleichzeitig facebook@dhl und den Kundenservice. Die Antworten brauche ich nicht veröffentlichen; diese liest man hier regelmäßig.
Es erfolgten zahllose Kontaktversuche zur Hotline, zu Reklamationsstelle und facebook@dhl. Hier entschuldigte man sich für Unnanehmlichkeiten und verwies auf den Nachforschungsauftrag des Absenders. Als dann am 21.06 noch immer keine Änderung des Sendungsstatus zu erkennen war, bat ich den Absender um einen Nachfroschungsantrag. Dieser meldete sich am 21.06. per Mail mit:
Dreistigkeit Nr. 1: Dhl hatte ihn angerufen (das glaube ich ihm) und hat mitgeteilt, dass eine technische Störung in der Seundungsverfolgung vorliege, die an diesem Abend jedoch behoben sein sollte. Das Paket werde voraussichtlich am 22.06. zugestellt. Komisch irgendwie, ich hatte diese Woche vier Pakete versendet und alle konnten einwandfrei verfolgt werden.
Gut, dachte ich mir, kann ja mal sein. Immerhin scheint es irgendwo gescannt worden zu sein, wenn auch nicht in der Sendungsverfolgung zu sehen. Das war Irrtum Nr. 2.
Als am 22.06. natürlich kein Paket zugestellt wurde und auch der Sendungsstatus sich nicht verändert hatte, schrieb ich alle erneut an. Hier kam es dann zur:
Dreistigkeit Nr. 2: facebook@dhl schrieb mir: "Für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung. Nach den uns vorliegenden Daten sollte die Zustellung Ihrer Sendung spätestens am 24.06.2013 erfolgen. "
Na ja, dachte ich, die Hoffnung stirbt zuletzt. Als jedoch auch am 24.06. kein Paket zugestellt wurde, wurde ich langsam aber sicher mehr als verärgert. Ich schrieb wieder alle möglichen Kontakte an. facebook@dhl schrieb ich verärgert, dass ich gerne wüsste, auf welche Daten sie sich denn beziehen?
Am 25.06. schrieb mir der Absender, dass die DHL "nun endlich den Nachforschungsantrag angenommen haben". Wie schön, endlich, wie gütig von DHL. Außerdem fügte er telefonisch noch hinzu, dass das ständig bei DHL passiere. Das wunderte mich überhaupt nicht.
Es folgten unzählige Mails, Anrufe bei der Servicehotline mit immer anderen Aussagen wie: "Sie sind hier nicht richtig, Sie sind ja Packstation-Kunde", "Der Absender hat zwar die Unterlagen angefordert, aber diese sind im System nicht ersichtlich", "Ich werde den Paketzentrum schriftlich informieren", usw.
Facebook@dhl schrieb noch, dass der letzte Scan am 22.06. geschehen sei. Interessant. Wann und wo und auf welche Daten sie sich denn beziehen, wollte man mir wieder nicht sagen. Der sog. Kundenservice von DHL per Kontaktformular antwortet schon lange nicht mehr.
Die o. a. Fakten lassen mich zu dem Schluss kommen: Man wollte mich beschwichtigen, mich ruhig halten. Es gab vermutlich weder einen Scan noch sonst etwas. Ich wurde schlichtweg belogen und betrogen, in der Hoffnung, dass durch irgendeinen Zufall das Paket vielleicht doch noch ankommt. Unprofessioneller geht es nicht mehr. In meinen Augen ist das nicht anders zu bewerten als lupenreiner Betrug.
Mein Ärger, der sich mittlerweile in Wut verwandelt, drückt sich entsprechen in meinem Mails aus. Dem Absender schrieb ich, dass ich gerne eine Ersatzlieferung haben möchte und dass ich darüber nachdenke, von meinem Widerrufsrecht gebrauch zu machen, wenn da nix passiert. Er antwortet mir, dass er alles getan habe und ihm die Hände gebunden seien.
MeinPaket.de schreibt, dass sie sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigen (ich kann es nicht mehr hören oder lesen), dass nach ihren Recherchen (haha) ein Nachforschungsauftrag gestellt wurde.
Jeder schiebt sich den schwarzen Peter zu und wer bleibt auf der Strecke: Der Kunde, also ich. Ich bekomme keinerlei Nachrichten oder Statusinformationen. Schließlich sei ja der Absender der Vertragspartner; wohlgemerkt von mir bezahlt. Dem sind allerdings ja die Hände gebunden. Und mein Geld, für das ich hart gearbeitet habe, mit dem ich eine Dienstleistung bezahlt habe, die nicht erbracht wird, irrt mittlerweile schon 16 Tage im Nirvana herum.
Heute bekam ich die letzte Mail auf meine erneut deutlich verärgerte Beschwerde von facebook@dhl. Die Antwort: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihnen aktuell nicht weiter behilflich sein können. " Wenn das alles nicht so ärgerlich wäre, müsste ich lauthals lachen. Bis jetzt war mir NIEMAND behilflich.
Es ist eine absolute Frechheit, wie mit Kunden umgegangen wird. Weder DHL, noch die hauseigene Shopvariante MeinPaket.de noch der Händler versuchen auch nur ansatzweise Kundenservice zu leben. Ich hätte mir zumindest vom Händler mehr erwartet, auch wenn dieser noch der weniger Schlimme von allen ist.
Ich fordere die unverzügliche Erstattung des Warenwertes von DHL nach Ablauf von 20 Tagen, wonach laut AGB Paket die Sendungs als Verlust gilt. D.h. Überweisung noch am selben Tag, damit der Händler die Ware sofort erneut (und hoffentlich nicht mit DHL) versenden kann. Außerdem verlange ich Informationen, wo die Sendung angeblich gescannt worden sein soll.