Vorabinformationen: Seit 2011 O2-"Kunde" mit -2- Verträgen zu Schüler- und Studentenkonditionen (Obacht, das wird noch wichtig!) O2 Blue Flex 100 mit jeweils 120 Gesprächsminuten in alle deutschen Netze, Flat ins O2-Netz, SMS-Flat, Internet-Flat mit "vollen" 300 MB, danach gedrosselt auf Schneckentempo.
Die zwei Verträge kosten im Monat zusammen 20 + 20 Euro, also gesamt 40 Euro.
Es kommt höchstens mal zu einer höheren Rechnung, wenn ins Ausland gefahren oder geflogen wird. Da achten wir auch nicht zwingend auf jeden Euro.
Zwischenzeitlich wurde mir mehrfach von einem Callcenter, das für O2 zu arbeiten scheint, immer wieder telefonisch in aufdringlicher Art und Weise (bis zu 8 Anrufe pro Tag gegen meinen Willen) angedient, ich solle doch meine Internet-Flat von 300 MB auf 1 GB erhöhen, da ich sie regelmäßig überschreiten würde. In der ganzen Vertragslaufzeit habe ich diese vielleicht 5x überschritten. Demnach ist dieser Versuch unter diesen Bedingungen als Lügengeflecht zu sehen, damit eifrige Callcenter-Mitarbeiter ihre Provision erhöhen können. Grenzdebil bin ich jedoch nicht!
Jetzt habe ich mir letzte Woche die "Mein O2"-App heruntergeladen und mir den "Spaß" gemacht, einmal zu schauen, wie hoch die letzten Rechnungen waren. Ich bin fast nach hinten umgekippt: 126,85 Euro für den August und geschlagene 191,19 Euro für den September! Ich hatte meine Kontoauszüge leider nicht kontrolliert.
Der Einzelverbindungsnachweis war sehr aufschlußreich, denn während mein Vertrag im September bei weiterhin 20 Euro lag, lag der, der für unsere Tochter gedacht ist und von dieser ausschließlich genutzt wird, bei 106,85 Euro und im September bei 171,19 Euro.
Hintergrund der ganzen Geschichte ist, dass der Freund unserer Tochter seinen Mobilfunkvertrag von O2 zu D2 hat umändern lassen und die Rufnummer mitgenommen hat. Rechtzeitig Bescheid geben war nicht. Demnach dachte unsere Tochter, sie würde ihren Freund weiterhin -dank der O2-Flat- kostenfrei anrufen.
Zu diesem Zeitpunkt kam dazu, dass D2 wohl arge Netzprobleme über einen längeren Zeitraum hatte und zumindest der Anschluß ihres Freundes nicht immer erreichbar war.
Als sie es dann zu erfahren bekam, rief sie ihn -wie Teenager nach dem Abi sind- deshalb überlegterweise nur kurz an, damit er mit seiner Allnet-Flat zurückruft.
Nur, dass D2 derartige Probleme gehabt haben zu scheint, dass sofort nach Anruf eine freundliche Stimme darüber aufklärte, dass der Teilnehmer derzeit nicht erreichbar sei. Kein Freizeichen, keine Mailbox, einfach stumpf eine Verbindung aufbauen und einen blödsinnigen Ansagetext runterleiern.
So, was hat O2 nun damit zu tun?
Zunächst scheint es so, als ob O2 damit rein garnichts zu tun hätte.
Weit gefehlt!
Ich erwarte von O2 bei einem Schüler- und Studentenvertrag, dass dieser vom Provider kostenmäßig gedeckelt wird, sodass es nicht zu derartigen Rechnungen bei einem solchen Vertrag kommen kann.
Mindestens jedoch erwarte ich, dass ich angerufen und informiert werde, wenn außergewöhnlich hohe Rechnungen zustande kommen und ich darüber informiert werde.
Auch noch akzeptabel wäre es gewesen, wenn mir spätestens nach dem Monat August angeboten worden wäre, den Vertrag unserer Tochter auf einen mit Allnet-Flat umzustellen.
Was ist seitens O2 geschehen? NICHTS!
Solche Warnidikatoren scheint es bei O2 nicht zu geben. Hauptsache kassieren!
Ebenso wenig gibt es offenkundig keine so kompetenten Hotline-Mitarbeiter, die etwas anderes können, als Fakten zu nennen und zu beschwichtigen versuchen.
Ich erwarte bereits von einem Hotline-Mitarbeiter einen Vorschlag zur Güte oder mindestens einen Lösungsansatz.
Viel besser als die Hotline-Mitarbeitzer sind die im Chat (Ob die wirklich ihre Klarnamen angeben oder ob die ebenso wie bei eBay faken?) :
Wenn es problematisch wird, wird man angeblich in die "Fachabteilung" umgeleitet, was dazu führt, dass nach einigen Minuten der Chat "aus technischen Gründen beendet" wird.
Ich habe am Samstag Abend ganze drei Stunden gelitten mit diesem Chat. Wo man sich diesen hinstecken kann, erläutere ich an dieser Stelle besser nicht.
Auch habe ich bereits letzte Woche vorab per E-Mail, im Nachgang per Briefpost an Telefonica O2 geschrieben, den Sachverhalt dargestellt und um schnellstmögliches Feedback gebeten. Bis heute hat sich von O2 niemand in irgendeiner Form auch immer gemeldet.
Hej, O2, geht man so mit langjährigen Kunden um, die regelmäßig ihren Vertragverpflichtungen nachkommen, indem sie pünktlich zahlen, weil sie eben solvent sind? Ich denke, nicht!
Ich habe nunmehr meinen O2-Vertrag gekündigt (Dank der 1-Monats-Kündigungsfrist!), den Vertrag unserer Tochter auf einen anderen mit gleichfalls einmonatiger Kündigungsfrist umgestellt und zudem meine Ehefrau, die auch zwei O2-Verträge ihr Eigen nennt, dazu gebracht, dass sie im nächsten Jahr ihre Verträge kündigen wird.
Wir fühlen uns von O2 derb vera. t, um es mit klaren Worten zum Ausdruck zu bringen.
Was nutzt ein "Kundenservice", der keiner ist? Oder ein "Beschwerdemanagement", das man nicht erreicht? Und wenn, dann keine kulante Lösung parat hat?
So verprellt man Kunden, O2!
Ich werde nach nunmehr bereits erfolgter Kündigung meines Vertrages (worüber ich auch noch keine Bestätigung seitens O2 erhalten habe!) die Lastschriften von O2 rückbuchen lassen.
Bis sich jemand Kompetentes bei uns meldet und einen annehmbaren Vorschlag unterbreitet.
Ich warne bereits vorab Neugierige:
Sollte es jetzt noch bei der Portierung meiner mir gehörenden Rufnummer (es gibt mittlerweile entsprechende Gerichtsurteile) Probleme geben, die durch O2 zu verantworten sind, werde ich meine Rufnummer nötigenfalls einklagen.
Von O2 habe ich nach langen Jahren nur noch Schlechtes erfahren, jetzt geht's anders herum.