Gestern wollte ich schnell noch ein Paar Teile beim naheliegenden Netto-Markt einkaufen. Aus drei Teilen, die ich schnell in die Hand nehmen wollte, wurden nun doch etwas mehr und ich nahm mir einen kleinen Karton, der in der Gemüseabteilung leer stand. An der Kasse stellte ich meine Waren auf das Band und stellte den Karton dahin, wo bereits schon einige leere Kartons standen - dachte, das wäre so vorgesehen.
Ohne eine freundliche Ansprache donnerte die Kassiererin mir einen erst unverständlichen Satz entgegen, ich fragte, ob sie mit mir rede. Sie wiederholte den gleichen Satz noch einmal - ich nahm den Karton wieder auf und wollte ihn so entsorgen, wie die Dame es wünscht hat. Ich sagte ihr dann höflich, dass man dieses auch etwas freundlicher sagen könne - und nicht über drei Kunden hinweg losbrüllen müsse. Als sie mir sagte, das sei höflich gewesen, versicherte ich ihr, dass ich sie nicht erleben möchte, wenn sie schlecht gelaunt sei! Sie wurde mittlerweile richtig patzig, die Gesichtsfarbe färbte sich von Asitoasterbraun ins rötliche. Nachdem nun auch andere Kunden hinter mir ihr sagten, dass sie zu weit gehe, drehte die "kratzbürstige" Kassiererin weiter auf und fuchtelte mit dem Finger drohend auf die anderen Kunden!
Holla, was geht denn nun ab, dachte ich. Da die Dame nun weit über 50 Jahre war - schätze ich mal - gehe ich davon aus, dass sie mit diesem Job total überfordert ist. Es warten viele jüngere und freundliche arbeitslose Menschen auf einen Job!
Ich hatte ihr bereits zugestimmt, dass ich meinen Karton entsorgen wolle, signalisierte ihr, dass ich es aufgenommen habe und dementsprechend bereit war, meinen Karton zu entsorgen, war sie so in Rage, dass sie es gar nicht mitbekam, denke ich. Dennoch versuchte ich ihr klarzumachen, dass ich aber nicht verstehen könne, warum sie es zuließ, dass andere Kunden ihren "Müll", wie sie ihn lautstark nannte, dort abstellen durften. Das war zu viel für die Dame! Ihr Gesichtsausdruck ähnelte mittlerweile der einer wütenden asozialen und minderbemittelten Aushilfskraft. Sorry, aber das ist noch höflich ausgedrückt.
Für mich war es nun genug! Ich hatte keine Lust mehr, dieser Frau mein schwer verdientes Geld zu geben, und ging zum Rewe, wo ich meine ausgewählten Artikel zur Belohnung auch noch günstiger bekam.
Versteht sich ja nun von selbst, dass ich meine Ware auf dem Band stehen ließ, und ihr viel Spaß beim Wegräumen wünschte.
Ich weiß, dass Chorweiler nicht zu dem besten Stadtteilen gehört, aber sollte man nicht alle Menschen, die dort einkaufen, über einen Kamm scheren. Ich kann mein Geld auch in andere Geschäfte tragen.
Für mich und meine Familie - die sich solidarisch zeigt, ist "dieser" Netto jedenfalls tabu, denn es ist nicht das erste Mal, dass sich dieser "netto-Markt" ins Aus schießt. Nur dieses Mal hat es wohl mich erwischt, und ich werde mir so ein Verhalten nicht gefallen lassen.
Die Fortsetzung hierzu werde ich mir zu gegebener Zeit überlegen.
C. aus Köln