Angefangen hat das Drama ganz harmlos. Ich wollte im Dezember 2013 ein neues Handy kaufen und im Zuge dessen meinen Vertrag umstellen. Der Hotline-Mitarbeiter hat mir dann erzählt, ich könnte meine Handynummer auf den neuen Vertrag umstellen und meine SIM-Karte zum alten O2o-Vertrag aufheben, um ihn bei Bedarf fürs Ausland trotzdem nutzen zu können. Ich sagte ihm daraufhin, dass ich das nicht brauche und eigentlich nur meinen Vertrag umstellen möchte. Er hat dann lange auf mich eingeredet und ich meinte zum Schluss, wenn's nix kostet, solls mir egal sein. Hauptsache, ich habe meinen Vertrag umgestellt und meine Handynummer gilt für den neuen Tarif.
Das Ergebnis war dann, dass ich eine Auftragsbestätigung für einen neuen Vertrag bekam - mit neuer Nummer - unabhängig vom alten Vertrag. Also habe ich sofort bei der Hotline angerufen und das Ganze storniert bzw. berichtigen lassen. Der Vertrag war soweit gerade gebogen.
Aber der damit verbundenen Kauf des Handys hat Chaos verursacht. Als das Handy geliefert wurde, hieß es in der Rechnung, ich solle nichts überweisen, es wird alles laut bestehender Einzugsermächtigung abgebucht. Also, habe ich nix überwiesen. Dann wurde ich mit eMails bombardiert, die mich aufforderten, eine Einzugsermächtigung bzw. ein SEPA-Mandate für eine mir bis dahin unbekannte Kundennummer auszufüllen und zuzusenden. Da ich davon ausgegangen bin, dass diese zu dem irrtümlich neu gemachten Vertrag gehörten - wozu ich ja auch einiges an Papier und sogar eine SIM-Karte erhalten hatte - lt. Hotline einfach vernichten, hieß es, habe ich die Schreiben zu anfangs ignoriert.
Da es dann aber gewaltig nervte, habe ich O2 Ende Dezember angeschrieben und gefragt, was die E-Mail-Flut denn soll. Keine Antwort.
Im Januar wurde dann die Anzahlung und erste Rate abgebucht. Also offenbar alles in Ordnung.
Ende Februar kam dann die erste Mahnung, laut der ich meine Februarrate für das Handy nicht gezahlt hätte. Ein Blick auf den Kontoauszug: Keine Abbuchung. Also habe ich Anfang März den Rechnungsbetrag ohne Mahngebühr überwiesen. Wieder bekam ich eMails bezüglich des fehlenden SEPA-Mandates. Darum habe ich Mitte März O2 angeschrieben, was denn das soll. Wenn sie keine Einzugsermächtigung hätten, wäre eine Abbuchung im Januar ja nicht möglich gewesen.
Wieder erhalte ich ein Schreiben, indem man mich bittet, ein SEPA-Mandat ausgefüllt zuzusenden, als wenn das eine Antwort auf meine Frage gewesen wäre. Also in Gottes Namen das Formular ausgefüllt und am 15.03.2014 zugeschickt.
24.03.: Wieder erhalte ich ein Schreiben, indem man mich um Zusendung eines SEPA-Mandates bittet. Anruf bei der Hotline - ewig in der Warteschleife. Als ich dem Mitarbeiter den Sachverhalt schildere, ist sein einziger Lösungsvorschlag, ob er mir denn ein SEPA-Formular zusenden soll. In diesem Augenblick war ich wirklich gereizt und habe zu ihm gesagt, dass ich schon mindestens 5 davon habe und sicherlich kein weiteres benötige. Sein Verhalten kann ich nur als absolut hilflos bezeichnen.
Darum habe ich am 24.03.2014 das SEPA-Mandat zusammen mit dem bis dahin angefallenen Schriftverkehr per Einschreiben mit Rückschein an O2 gesendet.
Mit Ausstellungsdatum 27.03.2014 erhielt ich dann ein langes Entschuldigungsschreiben und die Zusicherung, dass nun alles wie gewünscht laufen würde und man die Mahngebühr storniert. Leider war dem nicht so.
Am 10.04. erhielt ich erneut eine Aufforderung zum Zusenden eines SEPA-Mandates. Auf mein Antwortschreiben habe ich nie eine Reaktion erhalten.
Ein Blick auf den Kontoauszug: Die Rate wurde nicht abgebucht. Also wieder überwiesen.
20.05.2014 Ich erhalte eine 1. Mahnung für die Handy-Rate Mai.
21.05.2014 Ich sende die Kündigung sämtlicher Verträge per Einschreiben mit Rückschein und fordere O2 auf, mir eine Endabrechnung für den Handykauf zuzusenden.
Ausstellungsdatum 27.05.2014: Die Kündigungsbestätigungen für die drei Handyverträge ist angekommen. Die Endabrechnung für den Handykauf fehlt.
13.06.2014 Ich erhalte eine E-Mail, in der ich dazu aufgefordert werde, das SEPA-Mandat auszufüllen. Kurz darauf kommt eine SMS, in der ich aufgefordert werde, meine ausstehenden Raten zu begleichen.
14.06.2014 Ich rechne mir selbst den Restbetrag meines Handykaufes aus und überweise diesen Restbetrag an O2.
Ausstellungsdatum 16.06.2014 Ich erhalte eine 2. Mahnung mit einer Summe, die nur vermuten lässt, dass man hier die Mahngebühren aufaddiert hat.
Ach ja, was ich vielleicht noch hinzufügen sollte: In meiner Kündigung habe ich ausdrücklich untersagt, dass man mich zu Werbezwecken kontaktiert - telefonisch, per E-Mail und per SMS. Ich habe hierzu sogar eine Bestätigung erhalten - per E-Mail, dreifach. Hat O2 aber nicht davon abgehalten, mich mit weiteren Werbemails zu versorgen.
Was soll man davon halten? Dieser Kundenservice verdient seinen Namen nicht! Das ist ein Haufen inkompetenter Leute, die nicht in der Lage sind, Schreiben zu lesen, ihr CRM ordentlich zu pflegen und die Vertragsdaten aktuell zu halten. Ich schlage 3 Kreuze, wenn ich von denen endlich meine Ruhe habe!
Ich will das Ganze einfach nur abschließen. So schwer kann das doch nicht sein!