Seit 2010 habe ich bei amazon.de eingekauft und mir die Waren über die Deutsche Feldpost nach Afghanistan schicken lassen. Bis vor kurzem hat mir dann amazon.de anstandslos die nicht zu leistende Umsatzsteuer wieder erstattet. Die Ausfuhr der Waren hatte ich mir entsprechend in Afghanistan bestätigt. Da ich keinen Wohnsitz in Deutschland habe sind damit alle Bedingungen des §3a UStgG erfüllt.
Jetzt aber weigert sich amazon.de die Umsatzsteuer zu erstatten. In einem unpersönlichen Brief wurde mir ohne jede Begründung mitgeteilt, dass die Rückerstattung der Umsatzsteuer zukünftig nicht mehr möglich sei. Eine solche Erstattung sei nur noch für eine amtlische Beschaffungsstelle möglich. In einer E-Mail an den "Kundenservice" habe ich um Erklärung gebeten. Die Erklärung hatte jedoch nichts mit meinem Sachverhalt zu tun. Statt sich mit dem Sachverhalt, umsatzsteuerbefreit nach §3a UStgG, zu beschäftigen verweist man auf eine Regelung für NATO-Angehörige im Inland, die die Umsatzsteuererstattung nicht mehr zulassen. Schade für all diejenigen, die in Deutshland bei der NATO arbeiten und auf die nicht geschossen wird und Sprengstoffanschläge verübt werden. Vorgestern Beschuss mit 4 Raketen, heute morgen ein Selbstmordattentäter mit einem Sprengsatz im Fahrzeug. aber egal dafür verlange ich ja auch keine Befreiung von der Mehrwertsteuer. Auf meinen Einwand, dass diese Regelungen nichts mit mir zu tun haben reagiert amazon.de erst gar nicht. Statt dessen teilt man mir mit, dass ihre Entscheidung entgültig sei.
In punkto Kundenservice ist amazon.de unterirdisch - in punkto Wissen über deutsches Steuerrecht ist unter dem Kundenservice noch eine Kellerwohnung frei. Traurig - aber wer (wie man in den Tarifstreitigkeiten mit der Belegschaft erfährt) nur Bananen bezahlt muss sich nicht wundern, dass nur Affen für einen arbeiten.