Nach wiederholten Vorfällen muss ich inzwischen leider davon ausgehen, dass ein oder mehrere Mitarbeiter bei DHL unrechtmässig Paketsendungen an sich bringen; in jedem Fall wirft die Sache ein gnadenlos schlechtes Licht auf den Kundenservice, den Service, den Umgang von DHL mit Anliegen und Eigentum ihrer Kunden.
In mittlerweile zwei Fällen erhielt ich von der Zollübergabestelle der Deutsche Post DHL Mitteilung, dass eine Luftpostsendung aus China für mich nicht zur Verzollung angemeldet werden könne und diese beim örtlichen Zollamt zur Verzollung hinterlegt sei.
Noch am gleichen Tag wurde dem Zollamt per Fax der Kaufbeleg zur Verzollung per Fax zugestellt. Im Regelfall treffen auf diese Art verzollte Sendungen innerhalb weniger Tage per Post bei mir ein und der Zusteller kassiert den evtl. anfallenden Zollbetrag. Die beanstandeten Sendungen sind jedoch beide bis heute nicht bei mir eingetroffen.
Eine telefonische Nachfrage beim Zollamt ergab im ersten Fall, dass die Sendung erneut an die Deutsche Post übergeben wurde, um zwecks Weiterbearbeitung an die zuständigen Kollegen in Leipzig weitergeleitet zu werden. Dort ist sie jedoch laut diesen niemals angekommen. Es liege aber kein Grund vor, weswegen die Sendung mit dem beschriebenen Inhalt nicht ohne Verzögerung bearbeitet und an mich ausgehändigt hätte werden können.
Ein Nachforschungsauftrag wurde von der Deutschen Post nicht angenommen mit dem Verweis, dass diesen nur der Absender gegenüber der Chinesischen Post stellen könne. Es handelt sich hier, wohlgemerkt, um eine Sendung, die auf dem Weg von Köln nach Leipzig verschwunden ist und sich zuletzt im Besitz der Deutschen Post befand.
Auf eine schriftliche Reklamation beim Kundenservice der Deutschen Post erhielt ich ein, maschinell erstelltes und nicht unterschriebenes Schreiben mit der lapidaren Aussage:
"Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass die oben näher bezeichnete Sendung an das Einlieferungspostunternehmen zurück gesandt wurde. Da der Rücksendegrund ausschließlich auf der betroffenen Sendung vermerkt wird, können wir ohne Kopie der Sendung den Grund der Rücksendung leider nicht nachvollziehen. " und dem Verweis, dass ein Schadenersatzanspruch ggf. nur dem Absender gegenüber der Chinesischen Post zustehe.
Eine telefonische Anfrage bezüglich der zweiten Sendung beim Kundenservice von DHL ergab, dass die Sendung offenbar am 19.03. vom Zollamt an die Deutsche Post übergeben wurde. An diesem Tag hatte ich noch mit dem Zoll telefoniert und nach der Sendung gefragt, ohne dass mir das jemand mitteilte.
Man könne mir nicht mehr zu der Sendung sagen, der Absender solle bei der Chinesischen Post einen Nachforschungsantrag stellen, und wenn das Paket nicht angekommen sei, dort halt Schadenersatz fordern.
Ich halte fest:
1. Die Sendungen befanden sich zuletzt in den Händen der Deutschen Post.
2. Die Senduneng wurden der Deutschen Post zufolge
- entgegen ihrer Bestimmung,
- ohne ersichtlichen Grund, und
- ohne Angabe von Gründen
angeblich an den Absender in China zurück geschickt.
3. Beim Absender sind die Sendungen bis heute nicht wieder eingetroffen.
4. Aus dem Schreiben des Kundenservice ergibt sich, dass es offensichtlich keinerlei Beleg gibt, dass die Sendungen tatsächlich - wie behauptet - an den Absender zurück geschickt wurde. Daher drängt sich mir der Eindruck auf, dass es sich hier um eine reine Schutzbehauptung handelt, um eine Kundenbeschwerde abzuwimmeln.
5. Der tatsächliche Verbleib der Sendung, sowie der/die dafür verantwortlichen Personen sind unbekannt.
6. Die Haltung der Deutschen Post gegenüber mir als Empfänger:
"Dein Paket ist weg, wir sagen dir nicht warum, wir leisten dir auch keinen Schadenersatz, du kannst uns mal. "
Ich bin stinksauer!