ich wohne vor den Toren Berlins im kleinen Örtchen Wilhelmshorst und bin unter anderem hierher gezogen, weil die Bahnanbindung an die Hauptstadt recht gut ist. Zwar ist die Bahnhaltestelle etwas in die Jahre gekommen, aber das empfand ich nicht weiter als nachteilhaft.
Der Vorteil (die gute Bahnanbindung), ist leider auch ein kleiner Nachteil, da der Ort genau in der Mitte durch die Bahnlinie in zwei Hälften geteilt wird. Um in den anderen Teil des Ortes zu gelangen, müssen insbesondere Schulkinder mit Fahhrädern und Spaziergänger einen langen Umweg über den beschrankten Bahnübergang machen, wenn diese nicht Ihr Fahrrad oder Kinderwagen durch die Unterführung schleppen wollen.
Vorrichtungen, um schwere Gegenstände besser zu transportieren gibt es leider nicht. Vor einigen Monaten begann man die Unterführung zu sanieren und vor allem für die Bewohner auf der Seite Richtung Langerwisch tat sich die Hoffnung auf, daß man nun evtl. mit seinem Fahrrad oder Kinderwagen über die wesentlich kürzere und sicherere Strecke die Unterführung durchqueren kann.
Aber leider weit gefehlt. Die neue "Lösung", kein Mensch weiß, welche Summen verschlungen wurden, ist noch schwieriger zu passieren. Die Treppen sind gefühlt noch steiler und es gibt wieder keinerlei Möglichkeiten, Fahrräder oder Kinderwagen ohne Schlepperei in die jeweils andere Hälfte des Ortes zu transportieren.
Die Treppe ist jetzt sogar so konstruiert, daß man nach dem Herunterlaufen um die Ecke biegen muß, was insbesondere bei Dunkelheit die Sicherheit drastisch mindert, weil man den Tunnel nicht mehr einsehen kann. Der Bahn kann man für diese grandiose (und sicher nicht billige) Verschlimmbesserung nur gratulieren !