Psychologischer Test - unerklärlich und ohne Feedback!

Frankfurt/Main

Ich hatte eigentlich schon die Zustimmung zum Job, um als leitender Angestellter im Schichtdienst eines direkten Tochterunternehmens der Lufthansa, anzufangen. So zumindest vom Manager des Unternehmens geäussert. Da ich den Job bereits davor erfolgreich in einem anderen Unternehmen ausgeführt hatte, war alles eigentlich unter Dach und Fach - der Manager war sehr angetan und wollte mich schnellstens in seinem Team in Stuttgart haben.

Die letzte Hürde, der psychologische Test in Frankfurt, im Aviation Center, stand mir bevor. Diverse Aufgaben, darunter drei Aufgaben im direkten Kontakt mit "Mitarbeitern", wo ich mich als Schichtleiter habe beweisen müssen, musste ich bewältigen, Schichtpläne erstellen, Matheaufgaben lösen etc. Meine Eindrücke vom Test und auch im Gespräch danach einwandfrei, habe eine reale Einschätzung vom Ganzen und gehe eigentlich im Leben recht kritisch mit mir selbst um. Ich ging nach über fünf Stunden aus dem Aviation Center glücklich raus, da ich meiner Meinung nach alles korrekt und gut bewältigt habe. Doch der Schock kam nicht mal eine Stunde später. Der Manager, der das Ergebnis von den beiden Pyschologinnen telefonisch mitgeteilt bekam, rief mich bevor ich sogar wieder zurück in der Heimat in Karlsuhe war und teilte mir mit, ich habe nicht bestanden. Genauere Gründe dürfe er mir nicht nennen, ich solle doch mit den beiden Damen einen Termin ausmachen und mir erklären lassen, wieso ich durchgefallen sei.

Nachdem ich am Telefon nachgebohrt habe, wieso ich durchgefallen war, ganz überraschend, wo ich doch so ein gutes Bachgefühl hatte, meinte er es sei wohl einiges schiefgelaufen und eine der Pyschologinnen soll zu ihm sogar gesagt haben, ich zitiere den Manager: "das ist genau das, was wir bei der Lufthansa nicht brauchen". Das hat mich natürlich sehr getroffen und bedrückt - so eine Ablehnung mit 40 Lenzen erlebte ich zum ersten Mal so herb. Unerklärlich. Ich habe natürlich das Gespräch, was einem mit den Psychologinnen zusteht (die Feedbackrunde, wäre gerne nochmal 140 km gefahren - Hauptsache Aufklärung und Verbesserungsvorschläge) gesucht, doch meine Mail nach Stuttgart zur Kontaktaufnahme blieb unbeantwortet und somit stehe ich auch jetzt, fünf Wochen danach, vor einem Rätsel. Traurig, ich wollte unbedingt zur Lufthansa, von der ich nur Gutes gehört hatte - habe auch ein direktes Familienmitglied seit vielen Jahren bei LH in Frankfurt. Sollte wohl nicht sein, aber die Enttäuschung ist groß, über das rätselhafte Durchfallen und das Feedback, was nie stattfand (obwohl versprochen!).

Meine Forderung an Deutsche Lufthansa:

Feedbackrunde mit den beiden Damen, wieso keine Antwort? Ich will zur Lufthansa!

Firmen-Antwort ausstehend seit 10 Jahren, 331 Tagen und 0 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Vor wenigen Minuten ist eine Mail eingegangen, in der man mich mit zwei (alternativen) Terminen nun zum Feedback-Gespräch einlädt. Da freue ich mich drauf. Hat sehr lange gedauert, aber nun ist es soweit und ich bekomme meine Antworten.

Nach der Tortour wurde ich letztendlich eingeladen und habe in einem 15minütigen Gespräch herausfinden können (wenn man das so sagen darf, weil letztendlich die Antworten der Dame vor Ort mich kaum befriedigt haben) wieso ich abgelehnt wurde. Schade, aber das Leben geht auch ohne LH weiter.